Lernen mit digitalem Zeitstrahl – Teil I

Zeitleiste Entwicklung Internet farbig

CC BY-SA 2.0 JanSchmidt (flickr)

Eine Einführung zu Einsatz und Erstellung von interaktiven Zeitleisten

Zeitleisten sind immer dann gut zu gebrauchen, wenn man explorativ arbeiten will. Auf der anderen Seite sollen die Teilnehmenden nicht durch zu viele Informationen abgeschreckt werden. Mit einem Zeitstrahl, können Informationen chronologisch sortiert und damit in einen inhaltlichen Zusammenhang gebracht werden. In diesem Artikel sollen neben einer Ideensammlung zum Einsatz solcher Zeitleisten in der politischen Bildung einige Tools zu ihrer Erstellung wie Dipity, Timeglider oder Timetoast miteinander verglichen werden. Wie bei den meisten Anwendungen des Web 2.0 ist eine Installation von Software auf dem eigenen Rechner nicht erforderlich. Alle vorgestellten Werkzeuge sind durch den Browser bedienbar.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Ansätze eine Zeitleiste zu erstellen. Zum einen können Ereignisse manuell angelegt werden. Der Vorteil ist, dass das Ereignis vom Ersteller selbst definiert werden kann. Der Nachteil: Das Anlegen der einzelnen Ereignisse ist zeitaufwändig. Alternativ können Zeitleisten automatisiert die neuesten Nachrichten von anderen Webseiten aggregieren. Das macht nur zu Anfang bei der präzisen Auswahl der verschiedenen Nachrichtenströme Arbeit, pflegt sich danach aber automatisch. Der Nachteil: Es ist schwer zu steuern, welche Nachrichten in die Zeitleiste integriert werden und die Menge der Ereignisse kann recht hoch sein. Ausserdem werden die zum Zeitpunkt der Erstellung der Timeline bereits in der Vergangenheit liegenden Ereignisse nicht integriert.

Die meisten Zeitleisten werden automatisiert angefüllt, um aktuell zu bleiben. Für die Seminararbeit ist es aber sinnvoll beide Ansätze zu kombinieren, um eine möglichst vollständige Zeitleiste zu erstellen.

Ideensammlung für den Einsatz von Zeitleisten

  • Die chronologische Sortierung kann für die Abbildung eines Seminarplans verwendet werden.
  • Seminardokumentation: Der sonst häufig nur auf Papier vorliegende Seminarplan kann in seiner digitalen Repräsenz mit zusätzlichen Informationen wie Links auf weiterführende Artikel oder Videos angereichert werden.
  • Um die Geschichte der Umweltbewegung oder anderer Entstehungsprozesse zu visualisieren bzw. zu präsentieren
  • Die Zeitleisten könnten Materialgrundlage für eine Gruppenarbeit sein. Dazu könnten weiterführenden Aufgaben formuliert werden, wie z.B. die wichtigsten Ereignisse im Prozess herausstellen.
  • Teilnehmende können selbst Zeitleisten zu einem Thema erstellen
  • Zeitleisten können für einen automatisierten Echtzeit-Informationsstrom zu bestimmten Themen genutzt werden. Dort können die Teilnehmenden im Seminar aktuelle Entwicklungen verfolgen, wenn sich das Seminarthema auf tagesaktuelle Geschehen beziehen lässt. Unten sind z.B. die aktuellen Ereignisse der Katastrophen in Japan zu sehen. Dazu wurden die aktuellen Meldungen bei Twitter, eine Google News Suche zu aktuellen Bildern und eine Suche der zuletzt zu diesem Thema bei Google indizierten Videos aggregiert. Dabei ist folgendes herausgekommen.

Teil II vergleicht vier Webdienste zum Erstellen von digitalen Zeitleisten


Creative Commons Lizenzvertrag Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (mehr dazu). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: CC-by-Lizenz, Autor: Guido Brombach für pb21.de

Guido Brombach arbeitet als Bildungsreferent für das DGB Bildungswerk. Dort ist er verantwortlich für den Bereich Digitale Kommunikation, Lernen und Medien. Er bemüht sich um die Harmonisierung zwischen der analogen und der digitalen Welt.

Kategorien: Artikel, Dienste & Werkzeuge, export, Sonstiges Schlagworte: , , , , , ,