ein gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB Bildungswerks
Wege, um die eigene E-Mail-Adresse nicht preiszugeben
Wegwerf- und Zweit-Adressen
Wer kennt das Problem nicht: wieder einen neuen Dienst entdeckt oder in einem Workshop gezeigt bekommen und natürlich muss man für die Nutzung eine E-Mail-Adresse angeben? Am Ende gefällt einem der Dienst nicht, aber die E-Mail-Adresse hat der Dienst trotzdem. Und kann man sich anschließend wirklich sicher sein, dass beim Löschen des Accounts auch die E-Mail-Adresse gelöscht und nicht an einen ominöses Versandhändler verkauft wird?
Dieser Beitrag soll elegante Lösungen vorstellen, die sowohl für den Hausgebrauch als auch in der Seminararbeit zum Einsatz kommen können: Die Zweit-E-Mail-Adresse.
Variante 1a: “Wegwerf”-E-Mail-Adresse
Die einfachste Methode ist eine “Wegwerf”-E-Mail-Adresse zu verwenden. Es gibt zahlreiche Dienste, die nach Eingabe eines Namens (nicht der eigene!) ein temporäres E-Mail-Postfach zum Empfang von Mails zur Verfügung stellen (z.T. auch mit Datei-Anhang). Problem ist, dass manche Internet-Dienste diese Adresse zur Anmeldung nicht zulassen. Im Notfall muss man einfach mehrere testen. Hier eine Auswahl:
- http://trashemail.de (funktioniert z.B. mit facebook.com)
- http://trash-mail.com (funktioniert z.B. nicht mit facebook.com)
- http://www.weg-werf-email.de (mit Datei-Anhang bis 1MB)
- http://www.safetypost.de/
- http://www.nervmich.net/
- https://trashmail.net/ (benötigt reguläre E-Mail-Adresse zur Weiterleitung)
Eine Liste mit weiteren gibt es bei email-wegwerf.de.
Variante 1b: Firefox-Add-on TrashMail.net
Für Firefox existieren eine Reihe von nützlichen kleinen Programmen, die die Funktionsweise des Browsers erweitern – sogenannte Add-ons. Mit dem Firefox-Add-on TrashMail.net kann man direkt mehrere Trash-Mail-Accounts verwalten. Nach der Installation muss man sich einmalig anmelden und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Anschließend kann man so oft man will eine neue @trashmail.net-E-Mail-Adresse (oder mit einer anderen Domain) anlegen. Die Mails an diese Adressen werden an die eigenen E-Mail-Adresse in dem Umfang weitergeleitet, wie man es eingestellt hat. Bis zu zehn Weiterleitungen und bis zu einer Lebensdauer von einem Monat ist der Service kostenlos – darüberhinaus werden 11,99 Euro/Jahr fällig. Nach Erreichen der maximalen Weiterleitungen, werden die Mails automatisch gelöscht. Gerade zum Anmelden bei neuen Diensten sollte das aber völlig ausreichen.
Variante 2: Die “echte” Zweit-E-Mail-Adresse
Die Alternative zu der “Wegwerf”-Adresse ist natürlich das Anlegen einer weiteren E-Mail-Adresse bei einem der kostenlosen Mail-Provider wie web.de, freenet.de oder GoogleMail. Auch hier empfiehlt es sich natürlich, nicht den Klarnamen zu verwenden. Ähnlich zu TrashMail.net, lassen sich hier Weiterleitungen zu einem regulären Account einrichten.
Fazit
Alle drei Methoden bieten den Schutz der eigenen E-Mail-Adresse und somit die quasi anonyme Anmeldemöglichkeit bei einer Vielzahl von Web-Diensten. Die Wegwerf-Mail ist eindeutig die quick-and-dirty-Variante, auf die man sich jedoch nicht immer zu 100% verlassen kann. Wer es zuverlässig und charmant mag, legt sich beim E-Mail-Provider seiner Wahl eine “Testerlein”-E-Mail-Adresse an und verwendet diese ausschließlich zum Probieren neuer Web-Services.
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| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Thomas Bernhardt am 14. April 2011 um 10:00 veröffentlicht und unter Dienste & Werkzeuge, Sonstiges, Themen abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |





vor 2 Jahren
Hallo, wenn unter 1a) schon genannt wird, dass es weg-werf-E-Mail-Anbieter gibt, die E-Mail-Anhänge erlauben, dann sollte auch einer genannt werden (mir persönlich war das nämlich recht wichtig bei der Wahl eines Anbieters). Empfehlen kann ich da http://www.weg-werf-email.de (vllt. kann das ja noch jemand verlinken)
vor 2 Jahren
Ich hätte da noch http://www.wegwerf-email.net für eure Listen. Gruß…
vor 2 Jahren
@Reinhard: danke für den Tipp, nutze http://www.weg-werf-email.de derzeit nur noch, aber hauptsächlich, weil ich mein Postfach mit Passwort schützen kann (so kann niemand Mails mit Passwörtern mitlesen)
vor 9 Monaten
Da fehlt noch das Schaf: http://schafmail.de
vor 1 Woche
Neu, sauschnell und flexibel ist http://byom.de. Da kann man sogar ohne Registrierung selber festlegen, wie lange Emails gespeichert werden sollen