ein gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB Bildungswerks
Was kann die politische Bildungsarbeit von der Piratenpartei lernen?
#pb21-WebTalk mit Prof. Dr. Christoph Bieber
In Kooperation mit politik-digital.de lädt pb21 zum WebTalk* am Montag, den 23.4.2012 von 11 bis 12 Uhr.
Die Aufzeichnung zum WebTalk finden Sie in diesem Artikel.
Das Thema
Junge (und nicht mehr ganz so junge) Menschen für Politik und Gesellschaft interessieren? Sogar für Parteipolitik und das Prozedere von staatlichen und gesetzlichen Strukturen und Prozessen? Menschen zur Mitwirkung bewegen, Begeisterung für große und kleine Debatten wecken? (Vermeintlich) politikverdrossene Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an Wahlen bewegen? Das alle gehört zu den wichtigsten Zielen der politischen Bildungsarbeit. Erreicht wurden sie in den letzten Monaten hunderttausendfach von einem anderen Akteur: der Piratenpartei.
Wieso schaffen die Piraten in furiosem Tempo, aber anscheinend ohne Planung und Mittel etwas, woran die politische Bildungsarbeit seit Jahren und Jahrzehnten arbeitet? Was kann die politische Bildung vom Erfolg der Piratenpartei für ihre eigene Arbeit lernen? Inwieweit ist das Internet für diese Fragen wichtig?
Der Referent
Prof. Dr. Christoph Bieber wurde 2011 auf die Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft berufen (NRW School of Governance, Institut für Politikwissenschaft, Universität Duisburg-Essen). Er ist Vorstandsvorsitzender von pol-di.net e.V, dem Träger von politik-digital.de, bloggt unter internetundpolitik.wordpress.com und twittert als @drbieber. Für das ZDF ist er regelmäßig als Experte in der TV-Berichterstattung an Wahlabenden aktiv. Im Mai 2012 erscheint das Buch “Unter Piraten. Erkundungen in einer neuen politischen Arena“, das von Christoph Bieber und Claus Leggewie herausgegeben wird.
Moderation: Jöran Muuß-Merholz, Redaktion pb21.de
*Was ist ein WebTalk?
Für die Teilnahme am #pb21 ist keine spezielle Software (nur eine aktuelle Version des Flash Players) notwendig. Auch Kamera oder Mikrofon braucht es nicht, weil Fragen und Kommentare per Textchat eingebracht werden können. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist technisch auf 100 Personen begrenzt. Der Link zum WebTalk-Raum wird kurz vor Beginn der Veranstaltung am Anfang dieses Artikels veröffentlicht.
Im Archiv auf pb21.de
- “Mitmach-Wahlkampf ja, Mitmach-Regieren nein?“ Video vom Vortrag von Christoph Bieber bei der pb21-Tagung in Hattingen am 9.2.2010
- die Fortsetzung zum Vortrag jenseits des Tagungsprogramms – Video
| Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (mehr dazu). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für pb21.de. (Das Foto von Prof. Bieber fällt nicht unter die CC-Lizenz.) |
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Jöran Muuß-Merholz am 12. April 2012 um 12:46 veröffentlicht und unter #pb21 Webtalk, NetzWelt & NetzPolitik, Politische Bildung im Netz, Veranstaltungen abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |






vor 1 Jahr
Ein ausführliches Interview mit Christoph Bieber im WDR zur Frage “Piraten – Eintagsfliege oder neue politische Kraft?”
http://youtu.be/PYfdrUsYdYQ
vor 1 Jahr
Wird das WebTalk aufgezeichnet? Ich wäre an einem Mitschnitt interessert!
vor 1 Jahr
Ja, alle #pb21-WebTalks gibt es auch als Aufzeichnung: http://pb21.de/category/veranstaltungen/webvortrage/
vor 1 Jahr
Ich habe Montag keine Zeit zum Lesen, meine Frage wäre nicht warum so viele Piraten wählen – sondern warum so viele Mitglied werden wollen.
vor 1 Jahr
Wie stellt die Piratenpartei als Sprachrohr und Interessenvertretung der Internet-affinen Community sicher, dass neben einer möglichwerweise veränderungswürdigen Form der poltischen Willensbildung (verstärkte Bürgerbeteiligung, Transparenz, “liquid democracy” etc.) auch der hohen Komplexität politischer Inhalte Rechnung getragen wird. “Schwarmintelligenz” ist keine zufiedenstellende Antwort auf Problembereiche, die in der Substanz mit Werturteilen und Wahrheitsansrüchen einhergehen MÜSSEN, um relevant zu sein (z.B. was ist gerecht? Was ist Freiheit und wie muss sie in einer dynmischen offenen Gesellschaft gestaltet, aber auch reguliert werden? Wie findet sozialer Ausgleich statt? Wie werden Eigentumsrechte geschützt? Was ist privat, was ist öffentlich? Wie gelingt es im öffentlichen Raum, wichtige zukunftsweisen Entscheidungen vertrauensvoll vorzubereiten, bis sie dann entscheidungsreif sind?