PB031: Eine Woche Arbeit für ein paar Sekunden Video

Ausschnitt aus dem Film „Verschöpft“ (nicht unter freier Lizenz).

Ausschnitt aus dem Film „Verschöpft“ (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

#pb21-Podcast mit zwei jugendlichen Filmemachern

Der Trickfilm Verschöpft wurde mit Hilfe einer Vielzahl unterschiedlicher Trickfilmtechniken umgesetzt und dafür mit beim mb21-Festival mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Die jungen Filmemacher sprechen im Interview mit Jöran Muuß-Merholz über ihre Faszination für Trickfilm und ihre Lust, immer Neues auszuprobieren.

Außerdem zeigen wir natürlich den prämierten Film.

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Arne Hein, Dominik Erl und Toni Wunder kombinieren in ihrem preisgekrönten Film Verschöpft jede Menge unterschiedliche Techniken: Vor- und Abspann sind in Sand animiert. Der Protagonist wird durch Pixilation (siehe unten) lebendig und erschafft seine Gegenspieler als animierte Zeichnungen, als Puppen und als Monster aus zusammengelegten Papierstückchen. Ein mit Licht gemaltes Ungeheuer führt die Geschichte zu ihrem Ende.

Verschöpft ist nicht nur technisch durch allerlei Kunstfertigkeiten umgesetzt, auch inhaltlich geht es um künstlerisches Schaffen. Es geht um die Figurenfindung eines Künstlers und sein anschließendes Verhältnis zu diesem Werk.

In der Laudatio zu ihrer Auszeichnung beim mb21 werden die Experimentierfreude und die professionelle Umsetzung der zahlreichen Trickfilmtechniken durch die jungen Filemacher herausgestellt. „Bei Verschöpft habe ich viele neue Techniken benutzt, die ich vorher noch nicht kannte“ erzählt Regisseur und Produzent Arne Hain.  Seine Filme entstehen durch seine Neugier auf neue und spannende Techniken und durch das Filmemachen selbst. Schon seit seiner Kindheit probiert er immer wieder Neues aus. Zu Beginn animierte er Puppen aus Perlen und Draht und schaute sich Animationstricks von den Profis ab. Einiges ließe sich auch aus Büchern lernen, „aber eigentlich geht es ums Ausprobieren, das ist das Wichtige.“

Video „Verschöpft – Arne Hain” von Arne Hain, nicht unter freier Lizenz.
mb21
mb21
ist ein gemeinsames Projekt des Medienkulturzentrums Dresden e.V. und dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland. Als einziger bundesweit ausgeschriebener Multimediapreis für Kinder- und Jugendliche soll er die Medienkompetenz fördern und eine kreative und reflektierte Teilhabe an der digitalen Medienwelt unterstützen. Trotz der Namensähnlichkeit steht mb21 nicht in Verbindung mit pb21.de.

Filmemacher neben dem Abitur

Arne hat seinen Klassenkameraden Dominik mit der Leidenschaft für Film angesteckt. Auch neben dem Abitur arbeiten sie weiterhin an gemeinsamen Filmprojekten. „Man muss es halt nebenher machen“ sagt Arne, „Filmemachen macht einfach Spaß, man kann kreativ sein, was mit Freunden machen und herumbasteln.“ An Verschöpft haben die beiden in den Ferien gearbeitet. Für fünf Sekunden Film werden 20 Bilder gebraucht, damit haben nur die Pixilation-Aufnahmen mit Dominik eine ganze Arbeitswoche gedauert. Pixilation ist eine Sonderform des Trickfilms: Hierbei werden keine Dinge mit Hilfe von zahlreichen Einzelbildern in Bewegung gebracht, sondern Menschen.
Arne arbeitet immer an einem Filmprojekt. Er wechselt dabei zwischen Trick- und Realfilm. Dominik unterstützt ihn dabei weiterhin bei allen Ideen. Zukünftige und bisherige Projekte sind in Arnes Vimeo-Account zu sehen.


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Tessa hat im August 2013 ihr Lehramtsstudium mit den Unterrichtsfächern Mathematik und Sport an der Universität Hamburg abgeschlossen. Sie hat sich während des Studiums insbesondere mit alternativen Formen von Schule und Lernen auseinandergesetzt. Die Verbindung von Lernen und Digital gehörte zu ihren liebsten Themen, was im Experiment gipfelte, das Studium papierfrei und iPad-zentriert abzuschließen. Tessa beschäftigt sich nun ohne Uni und Schule weiter mit diesen Themen.

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