Websites hacken in der Bildung? Einfach und ungefährlich mit „Hackasaurus“

Hacker – sind das nicht die, die in die Computer anderer Menschen eindringen, im Internet Websites manipulieren oder gleich ganz kaputt machen? Darüber lässt sich streiten, aber klar ist: Das subversive und fachkundige Vorgehen von Hackern übt eine gewisse Faszination (nicht nur) auf Jugendliche aus.

Jetzt hält „Hacken“ auch Einzug in die Bildungsarbeit. Das Web-Tool Hackasaurus ermöglicht die Veränderung von Web-Inhalten – ohne dass besondere Vorkenntnisse nötig sind. Im Folgenden wird erklärt, wie der Hackasaurus funktioniert. Anschließend werden praktische  Einsatzmöglichkeiten in der Bildungsarbeit vorgestellt.

#pb21-WebTalk: Am 24.01.2013 (Donnerstag) um 14.00 Uhr sprechen wir an dieser Stelle mit den Autoren dieses Artikels und mit Michelle Thorne von der Mozilla-Foundation über den Hackasaurus. Details …

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PB013: „Medienverbot“ in der Schule?

eine Diskussion an der Theodor-Storm-Schule Husum

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Die Mauer muss weg!“, skandierten einige Hundert Schüler an der Theodor-Storm-Schule in Husum bei einem Protest in ihrer Pausenhalle. „Freiheit statt Angst!“ und „Medienverbote gehören verboten!“ war auf Plakaten zu lesen. Was war passiert? An dem Husumer Gymnasium ist den Schülern die Nutzung digitaler Medien weitgehend untersagt. Keine mp3-Player, kein Handy und Smartphone, kein Laptop darf außerhalb einer dafür eingerichteten „Medienzone“ genutzt werden. Die Schüler gingen dagegen auf die Barrikaden. Nach Flashmobs und Demonstrationen interessierte sich nicht nur die regionale Presse für das „Medienverbot“. Auch der Chaos Computer Club schaltete sich in Form eines offenen Briefs an Ministerin für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holsteins ein.
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Webschau Januar 2013

Grafik „Webschau“ von Ralf Appelt für pb21.de unter CC BY 3.0 DE.

Grafik „Webschau“ von Ralf Appelt für pb21.de unter CC BY 3.0 DE.

Dass die Schwester des Facebook-Gründers Zuckerberg zwischenzeitlich sauer war, weil jemand ein Familienfoto im Netz weiterverbreitet hat, lassen wir in dieser ersten Webschau 2013 außer Acht. Dafür gibt es jede Menge Jahresrückblicke – und wir beschäftigen uns mit Digitalisierung und Körperlichkeit, mit Frauen und Blogs sowie mit der Frage, wieviel Demokratie in der Wikipedia steckt.
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#pb21-WebTalk: Spielen statt klicken. Facebook und Co. in einem Offline-Spiel kennenlernen

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

UPDATE 14.01.2013: Die Aufzeichnung zum WebTalk finden Sie unten im Artikel.

Am 11.01.2013 (Freitag) um 11.00 Uhr findet der nächste #pb21-WebTalk statt.  Wir sprechen mit den Erfindern eines Spiels, mit dem Facebook simuliert wird, z.B. in der Bildungsarbeit. Das Besondere an diesem Spiel: Es findet komplett analog und offline statt, auf Zetteln und mit Karten. Zu diesem Spiel gibt es auf pb21.de bereits vorab einen einführenden Artikel und alle Spielmaterialien zum Download.
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Spielen statt klicken. Facebook und Co. als Offline-Spiel

Screenshot zur Profilkarte

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Wenn man in der politischen Bildung soziale Netzwerke wie Facebook thematisieren will, muss man davon ausgehen, dass gerade einmal jeder vierte Erwachsene Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat. Bei Jugendlichen ist die Durchdringung des Alltags von Facebook ungleich höher, aber die Auseinandersetzung ist stark geprägt von der monothematischen, medialen Auseinandersetzung um den mangelhaften Datenschutz. Das in diesem Artikel vorgestellte Spiel soll helfen, den Nutzen und die Gefahren sozialer Netzwerke differenzierter zu betrachten. Das DGB Bildungswerk hat in Zusammenarbeit mit einem studentischen Medienprojekt ein Spiel entwickelt, das ganz ohne Internet auskommt, dennoch aber eine erlebnisbasierte Auseinandersetzung mit sozialen Netzwerken wie Facebook ermöglicht. Im folgenden Artikel erklären die Spiele-Erfinder Guido Brombach und Ronald Smolka Hintergrund und Funktionsweise ihres Spiels. Außerdem können alle notwendigen Materialien zum eigenen Gebrauch heruntergeladen werden.

#pb21-WebTalk – Am Freitag, 11.01.2013 um 11.00 Uhr fand ein WebTalk mit den Autoren des Spiels statt. Das Video steht als Aufzeichnung zur Verfügung …

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Selbstaufmunterung 2.0 – E-Mail an das künftige Selbst

Foto „Maryann Gets A Letter“ von  <a href="https://www.flickr.com/photos/feverblue/1007881390/in/photolist-2x4E2m-dL4ipj-7PYmm" title="Zur Bildquelle auf flickr">Will Keightley</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" title="Zum Lizenztext">CC BY SA 2.0</a>.

Foto „Maryann Gets A Letter“ von Will Keightley unter CC BY SA 2.0.

Lernen und sich bilden fängt mit einem Vorsatz an: Zukünftig jemand zu sein, der/die etwas Bestimmtes weiß oder kann. Einen Lieblingssong auf der Gitarre begleiten können. Oder verstehen, wie deutsche Steuerpolitik und europäische Finanzkrise grundsätzlich zusammenhängen. Oder ein eigenes Blog schreiben, das die Leute gern lesen.

Das Problem ist natürlich, dass meistens der Faden reißt. Irgendwie bleibt man stecken, und am Ende ist man wieder ein kleines bisschen resignierter geworden. Um das zu verhindern gibt es kleine Tricks zur Selbstüberlistung wie den „Brief an mich selbst“.

Was bisher handschriftlich geschah, meistens als pädagogisch verordnete Motivationsmethode in Seminaren mit Selbsterfahrungseinschlag, gibt es nun auch im Internet. Online-Dienste wie 43Things bieten nicht nur an, sich ein Ziel zu setzen und sich dann Erinnerungsmails schicken zu lassen. Sie machen daraus auch eine soziale Netzwerk-Erfahrung.

Ich ist ein Anderer

Bei der „Brief an mich selbst“-Idee geht es darum, sich von sich selbst zu distanzieren. Um den kleinen verblüffenden Impuls auszulösen, muss die selbstgeschriebene Botschaft sich so anfühlen, als käme sie von außen. Daraus ergeben sich zwei Probleme:

Die einfachste Version braucht eine andere Person, die den Brief dann wirklich losschickt. In der Regel ist das die Seminarmoderation oder der Lehrer. Aber dieses Angebot ergibt sich natürlich sehr selten. Zweitens geht die Aktion dann nicht von den LernerInnen selbst aus. Leicht kommen dabei sehr Über-Ich-lastige Briefe wie dieser heraus, die ihr Ziel garantiert verfehlen, weil dort mit verstellter Stimme gesprochen wird. (Reale Schüler schreiben sich eher so.)

Das Internet bietet dagegen eine simple Art, den Vorgang zu automatisieren und zugleich zu personalisieren. (Tatsächlich sind das Web 2.0 und die sozialen Netzwerke insgesamt nicht zuletzt ein kollektives Selbstgesprächs-Medium, in dem alle sich gegenseitig Impulse geben.)

„Kein Brief ist auch keine Lösung“

Das ist der Untertitel der Gratis-Website www.brief-in-die-zukunft.de. Sie bietet die einfachst mögliche Lösung: Man schreibt in das Formular seine E-Mail-Adresse, eine Nachricht ins Mailformular und stellt das Datum für die Zustellung der Mail ein. Das war‘s schon. Man kann dann noch entscheiden, ob man die eigene Nachricht öffentlich machen will (ohne Mailadresse und Namen). Das hat durchaus einen Sinn: Allein dadurch, dass er im Netz steht, sichtbar für die Welt, hat der eigene Vorsatz gleich ganz anderes Gewicht.

Aber diese öffentlichen Nachrichten (hier auf der englischen Seite) stehen dann nur noch beziehungslos da. Es gibt keine Verbindung zwischen den Nutzern, und es gibt auch keinen Grund, zu dieser Seite zurückzukehren, bis man die eigene Nachricht erhält – in drei Monaten oder in einem Jahr.

Zielsetzungs-Community

Anders ist es bei 43Things.com, der originellsten Website dieser Art. (Mehr dazu hier.) Zuerst wählt man dort bis zu drei Ziele aus, kurz und bündig, nicht länger als eine SMS. Zum Beispiel: „Ich will Finnisch lernen.“ Die Ziele kann man auf der Liste hin- und herziehen. Jedes Ziel bekommt eine eigene Seite, und auf der kann man dann Blogposts schreiben, wie man vorwärtskommt, und eben eine periodische Erinnerungsmail an sich selbst veranlassen. (Meine eigene kommt alle drei Monate.)

Die Idee ist, dass sich um gemeinsame Ziele (beliebt: „Ich will ein Buch schreiben“) eine Community bildet. Weil fast alle Pseudonyme haben, kennt man sich nicht, aber man kann sich gegenseitig Mut machen (mit „Cheers“, ähnlich wie „Daumen hoch“), kleine Botschaften schicken oder ausdrücklich um Rat fragen. Neuerdings gibt es sogar einen (leeren) YouTube-Kanal für Videos und eine iPhone-App.

Trotzdem bleibt man letztlich auf Eigenmotivation angewiesen; Die englische Version des Dienstes ist zwar einigermaßen belebt, aber soziale Kettenreaktionen kommen auch da selten in Gang. Und auf Deutsch sind es einfach zu wenige Nutzer – es könnte allerdings Sinn machen, als kleine Gruppe gleichzeitig anzufangen.

How is it going? Your former self.

Eine Erinnerung per E-Mail über den Dienst FollowUp.cc.  Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Eine Erinnerung per E-Mail über den Dienst FollowUp.cc. Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Tatsächlich gibt es noch viel mehr englische „goal setting software“ mit eingebauten Erinnerungsfunktionen. Am einfachsten funktioniert wohl www.followup.cc, das eher als ToDo-Erinnerung gedacht ist. Am meisten empfohlen wird lifetick.com. Schnell wird allerdings aus dem einfachen Vorgang des Sich-ein-Ziel-Setzens dann gleich ein selbstzweckhafter Overkill des Selbstmanagement. Aber Verkrampfung ist hier schädlich, und weniger ist mehr.

Ich mag bei 43Things den spielerischen Ansatz und den lakonischen, aber gutgelaunten Tonfall, mit dem man sich selbst anspricht. Der Vorschlagstext für die Mail an sich selbst lautet eingedeutscht etwa: „Liebes zukünftiges Selbst, ich erinnere dich an das Ziel, dass du dir auf 43Things gesetzt hast: ‚Ich will …‘ Wie geht es dir damit? Herzlich, Dein früheres Selbst.“

Ich kann bestätigen, dass diese knappe Botschaft einen freundlichen Impuls auslöst und dazu beiträgt, das Ziel im Auge zu behalten. Man kann auch lange Briefe schreiben, aber es ist nicht empfehlenswert. Der amerikanische Stil der Selbstmotivation ist bewusst oberflächlich, es geht nicht um Selbstbespiegelung, sondern um greifbare und machbare nächste Schritte. (Vergleichbar mit der Getting Things Done-Methode, siehe den pb21-Artikel Digitale Arbeitsorganisation.)

Trotzdem sollte man zur Entkrampfung Bertolts Brechts Gassenhauer, das „Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“, immer im Ohr behalten. Und Samuel Becketts Maxime: „Immer probiert. Immer gescheitert. Egal. Probiers weiter. Scheitere weiter. Scheitere besser.“


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Der Artikel (Text) auf dieser Seite steht unter der CC BY 3.0 DE Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Martin Lindner für pb21.de.
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Best of 2012 – ein statistischer Jahresrückblick auf pb21.de

Foto von Thorsten Werner unter CC BY SA 3.0 DE.

Ein Feuerwerk der Zahlen

Nach den persönlichen Favoriten des #pb21-Teams veröffentlichen wir hier unsere Besucherstatistiken für das Jahr 2012. Außerdem geben wir eine Überblick über die skurrilsten Suchbegriffe, die Besucher zu uns geführt haben.

Insgesamt haben wir 2012 genau 100 eigenständige Artikel veröffentlicht …
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Best of 2012 – ein persönlicher Jahresrückblick auf pb21.de

Thomas_Krüger_bpbUlf-Dahl

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Die Favoriten des pb21-Teams für 2012

Die persönlichen Lieblingsartikel auf pb21.de, die Favoriten unter den Twitterfavoriten und die digitalen Neuentdeckungen 2012: Das Team um pb21.de zieht persönliche Bilanzen – und freut sich über einen Gastbeitrag von Thomas Krüger, Präsident der bpb. Auch seinen Lieblingstweet finden Sie unten.
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Webschau Dezember 2012

Grafik „Webschau“ von Ralf Appelt für pb21.de unter CC BY 3.0 DE

Grafik „Webschau“ von Ralf Appelt für pb21.de unter CC BY 3.0 DE

„Liebe Freunde! Gerne verbinde ich mich mit euch über Twitter.“, so hat uns der Papst pünktlich zum 12.12.2012 auf Twitter begrüßt. Außerdem neu auf der Plattform ist Peer Steinbrück; ein Zusammenhang ist uns nicht bekannt.
Themen dieser Webschau sind: Das Scheitern der ITU-Konferenz, wir sagen, was der Gangnam Style mit Netzpolitik zu tun hat und wundern uns darüber, wie viel das Netz vergisst. Außerdem: Die JIM-Studie 2012, der Google-Zeitgeist und die Debatte um das Leistungsschutzrecht.
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Marketing im Web 2.0 für Bildungsanbieter – das erste #pb21-E-book

Foto „eBook" von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 3.0 DE.

Foto „eBook” von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 3.0 DE.

Alles rund um Social Media für Bildungsanbieter finden Sie in einem #pb21-E-book Marketing im Web 2.0 für Bildungsanbieter zum freien Download.
Von Konzept und Zielgruppendefinition über die Förderung von Beteiligung in Sozialen Netzwerken bis hin zur Erfolgsmessung erfahren Sie kompakt und auf den Punkt gebracht alles, was Bildungsanbieter beachten sollten, wenn Sie das Social Media erfolgreich für sich nutzen wollen.
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