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	<title>#PB21 &#124; Web 2.0 in der politischen Bildung &#187; politische Bildung</title>
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	<description>ein gemeinsames Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung und des DGB Bildungswerks</description>
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		<title>#PB21 | Web 2.0 in der politischen Bildung</title>
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	<itunes:summary>Diese Website beschäftigt sich mit dem Einsatz von Web 2.0 in der politischen Bildung</itunes:summary>
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	<itunes:author>Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk</itunes:author>
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		<item>
		<title>Dossier “Partizipation”</title>
		<link>http://pb21.de/2012/05/dossier-partizipation/</link>
		<comments>http://pb21.de/2012/05/dossier-partizipation/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 04:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[NetzWelt & NetzPolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundeskongress Politische Bildung steht 2012 unter dem Titel “Zeitalter der Partizipation”. Aus diesem Anlass gibt es eine Premiere auf pb21.de und werkstatt.bpb.de: In einem gemeinsamen Dossier beider Websites finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Artikeln rund um das Leitmotiv der politischen Bildung: Wie können Bürgerinnen und Bürger das politische und gesellschaftliche Leben mitgestalten? Die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://pb21.de/files/2012/05/partizipation-CC-by-ChristopherA-flickr.jpg"><img class="size-medium wp-image-7525 alignright" title="Partizipation - Foto unter CC-by-Lizenz von ChristopherA (flickr)" src="http://pb21.de/files/2012/05/partizipation-CC-by-ChristopherA-flickr-350x223.jpg" alt="" width="260" height="166" /></a>Der <a title="zur Website des Bundeskongresses" href="http://www.bundeskongress-partizipation.de/">Bundeskongress Politische Bildung</a> steht 2012 unter dem Titel <em>“Zeitalter der Partizipation”</em>. Aus diesem Anlass gibt es eine Premiere auf pb21.de und werkstatt.bpb.de: In einem gemeinsamen Dossier beider Websites finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Artikeln rund um das Leitmotiv der politischen Bildung: Wie können Bürgerinnen und Bürger das politische und gesellschaftliche Leben mitgestalten?</p>
<p>Die Schwerpunkte:</p>
<ul>
<li><a href="#schule">Schule als Lernort von Mitgestaltung und Teilhabe</a></li>
<li><a href="#alle">Partizipation für alle</a></li>
<li><a href="#werkzeuge">Digitale Partizipationswerkzeuge in der Bildungsarbeit</a></li>
<li><a href="#digitalerwandel">Partizipation im Zeiten des digitaler Wandels</a></li>
</ul>
<p><span id="more-7521"></span></p>
<hr />
<h3><a name="schule"></a>Schule als Lernort von Mitgestaltung und Teilhabe</h3>
<h4>Kinder wollen lernen oder die demokratische Kultur beginnt in der Schule!</h4>
<p>Demokratische Schulen gehen davon aus, dass Kinder lernen wollen, dass Kinder ihre Welt verstehen wollen und daran interessiert sind, wie alles miteinander zusammenhängt. Andrea Adamopoulos, Journalistin und Mitarbeiterin im Projekt Omnibus für Direkte Demokratie, erörtert in einem Artikel, wie durch ein demokratisches Schulkonzept eine demokratische Kultur etabliert werden kann, die Jugendliche motiviert ihre Meinung zu äußern und an Entscheidungen teilzuhaben.<a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/01/kinder-wollen-lernen-oder-die-demokratische-kultur-beginnt-in-der-schule/">zum Artikel</a></p>
<h4>“Open School” – Mitbestimmung in der Bildung!</h4>
<p>Die “Kluft” zwischen Schülerinteressen und Unterrichtsinhalten wächst. Wie wäre es da mit neuen Rollenzuschreibungen? Können im digitalen Zeitalter die Lehrenden als Wissensmonopolisten von den ‘Digital Natives’, den Schülern und Schülerinnen, abgelöst werden? Waldemar Palmowski, Pädagoge und Sozialmanager, wirft einen Blick zurück auf die zentralen Thesen des SpeedLabs “Migration und Geschichtsvermittlung – Digitale Bildung im multikulturellen Klassenzimmer”. Im Fokus: das Thema Partizipation. <a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/01/open-school-mitbestimmung-in-der-bildung/">zum Artikel</a></p>
<h4>Mehr Demokratie wagen?</h4>
<p>Das System Schule basiert auf strukturierten Hierarchien, in denen Lernenden meist wenig Spielraum für eigene Interessen und Ideen eingeräumt wird. Soll das demokratische Bewusstsein der Jugendlichen ausgebildet und gestärkt werden, bedarf es jedoch partizipativer Strukturen. Boris Brokmeier, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V., erklärt, warum außerschulische Bildungseinrichtungen dabei helfen, Jugendliche für ihre Rechte und Chancen zu sensibilisieren. <a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/02/mehr-demokratie-wagen/">zum Artikel</a></p>
<h4>Mitbestimmung nach Schulschluss</h4>
<p>Die Möglichkeit, Inhalte und Lernziele im Schulkontext selbst zu bestimmen, erhöht Motivation und Eigeninitiative Lernender. Das Projekt “Schule plus” bietet Jugendlichen Beteiligungsmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts. Werkstatt.bpb.de sprach mit Petra Jurkowitsch, Programmleiterin des Projekts bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. <a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/02/mitbestimmung-nach-schulschluss/">zum Interview</a></p>
<h4>“Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln!”*</h4>
<p>Klassenzimmer ohne Türen, Lernmaterial auf den Gängen und von Raum zu Raum wandernde Lehrkräfte. Das Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen beschreitet neue Wege. Die Grundlage bildet das pädagogische Konzept offener Lernlandschaften. Der Lernwille der Schülerinnen und Schüler soll durch eine offene, selbstbestimmte Lernatmosphäre gestärkt werden. Günther Schmalisch, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums, erklärt die wesentlichen Prinzipien des neuen Lehr- und Lernformats und warum sich die Lehrerrolle vom Belehrenden zum Helfer wandeln muss. (* Zitat von Erich Kästner) <a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/05/der-mensch-soll-lernen-nur-die-ochsen-buffeln/">zum Artikel</a></p>
<h4>Dialogmoderation – Balanceakt zwischen Offenheit und Beständigkeit</h4>
<p>Vertrauen – ein wertvolles Gut und Fundament menschlicher Beziehungen: Das bemerken Siamak Ahmadi und Hassan Asfour in ihrem Alltag als Dialogmoderatoren an Schulen mit sehr heterogener Schülerschaft häufig. Im Rahmen des Projekts „<a href="http://werkstatt.bpb.de/dialogmachtschule/">Dialog macht Schule</a>“ möchten sie Jugendlichen politische Themen näher bringen, um ihnen gesellschaftliche und politische Teilhabe zu ermöglichen. Ein Bericht aus ihrem Arbeitsalltag. <a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/03/dialogmoderation-balanceakt-zwischen-offenheit-und-bestandigkeit/">zum Artikel</a></p>
<hr />
<h3><a name="alle"></a>Partizipation für alle</h3>
<h4>Meinung statt Ghetto-Gehabe</h4>
<p>Heterogene Gesellschaften äußern sich mit unterschiedlichen Stimmen zu aktuellen Debatten oder Ereignissen. Häufig überrascht aber auch ein gemeinsamer Tenor, so der Islamwissenschaftler Götz Nordbruch. Er beschreibt in einem Beitrag, wie viele junge Migrantinnen und Migranten durch ihre Meinungsäußerung über Online-Magazine an gesellschaftlichen Debatten partizipieren. <a href="http://werkstatt.bpb.de/2012/01/meinung-statt-ghetto-gehabe/">zum Artikel</a></p>
<h4>Medienkompetenz durch praktische Partizipation</h4>
<p>Das ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. im niedersächsischen Drochtersen-Hüll will bildungsferne Jugendliche zur politischen Partizipation mit Unterstützung von Social Media befähigen und ermutigen. Ein Interview mit der Projektleiterin Birte Frische. <a title="&quot;zum" href="http://pb21.de/2011/10/medienkompetenz-praktische-partizipation/">zum Interview</a></p>
<hr />
<h3><a name="werkzeuge"></a>Digitale Partizipationswerkzeuge in der Bildungsarbeit</h3>
<h4>Eine Landkarte als Übersicht und fünf Beispiele</h4>
<p>Wie können Web 2.0 Werkzeuge in Angebote bzw. Formate der Bildungsarbeit integriert werden? Diese Frage beantwortet eine Expertise, die Jöran Muuß-Merholz für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verfasst hat. Der Text erörtert die Grundlagen des digitalen Umbruchs im Bildungsbereich, zeichnet eine Landkarte der Web 2.0-Werkzeuge für die Bildungsarbeit und beschreibt fünf Fallbeispiele. <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2012/03/web-2-0-in-der-bildungsarbeit-vor-ort-%E2%80%93-ubersicht-und-beispiele/">zum Artikel</a></p>
<h4>BarCamp konkret – Partizipative Veranstaltungsformate</h4>
<p>Das “EduCamp Bremen” ist ein Beispiel für höchst intensiven Einsatz von Web 2.0 zur gemeinsamen Gestaltung einer Veranstaltung. Der Organisator des EduCamps Thomas Bernhardt erklärt die Eigenschaften von BarCamps im Allgemeinen, dem EduCamp im Besonderen und vor allem die Möglichkeiten zur partizipativen Gestaltung von Veranstaltungen. <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2012/05/schwerpunkt-partizipation-barcamp-konkret-%e2%80%93-partizipative-veranstaltungsformate/">zum Video</a></p>
<hr />
<h3><a name="digitalerwandel"></a>Partizipation im Zeiten des digitaler Wandels</h3>
<h4>Politische Bildung 2.0 – Neue gesellschaftliche Beteiligungsformen durch neue Medien – Herausforderungen für die Institutionen</h4>
<p>Thomas Krüger, Präsident der BpB, hielt am 10.09.2010 die Keynote zur Tagung “Mitmachen ohne dabei zu sein – Neue Beteiligungsformen durch Web 2.0″, die von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet wurde. <a title="&quot;zum">zum Artikel</a></p>
<h4>Digitale Werkzeuge zur Partizipation</h4>
<p>In einer dreiteiligen Reihe beschäftigt sich pb21.de mit Grundsätzen und Anwendungen von digitaler Partizipation:</p>
<ul>
<li>Teil I: Bürgerbeteiligung im Online-Zeitalter. Ein Überblick über die derzeitigen Partizipationsangebote. <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2011/10/partizipation-teil-1/">zum Artikel</a></li>
<li>Teil II: Demokratie lernen mit Liquid Feedback. Eine Einführung in die Software „Liquid Feedback“ <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2011/11/partizipationswerkzeuge-teil-2/">zum Artikel</a></li>
<li>Teil III: Ist der Beutelsbacher Konsens noch zu retten? Ein Diskussionsbeitrag zur aktionsorientierte politische Bildung <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2011/11/ist-der-beutelsbacher-konsens-noch-zu-retten/">zum Artikel</a></li>
</ul>
<h4>&#8220;Alle können mitmachen&#8221;</h4>
<p>Die Möglichkeiten für Partizipation seien ideal – die Politik dürfe nur nicht den Fehler machen, jetzt Barrieren zu schaffen. Das sagt der Netzaktivist Markus Beckedahl im Video-Interview mit pb21. <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2010/11/markus-beckedahl-alle-konnen-mitmachen/">zum Video</a></p>
<h4>&#8220;Mitmach-Wahlkampf ja, Mitmach-Regieren nein?&#8221;</h4>
<p>Video mit einem Kurzvortrag des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Christoph Bieber, aufgezeichnet in Hattingen am 9. Februar 2010 am Rande eines pb21-Workshops. <a title="zum Artikel auf pb21.de" href="http://pb21.de/2010/02/mitmach-wahlkampf-ja-mitmach-regieren-nein/">zum Video</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<table style="text-align: left; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href=" http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined"><small>Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autoren: Jaana Müller und Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a> und <a href="&quot;http://werkstatt.bpb.de/">werkstatt.bpb.de</a>. </em>Die Grafik steht unter einer CC-by-2.0-Lizenz und stammt vom Flickr-Nutzer <a href="http://www.flickr.com/photos/christophera/3367609602/">ChristopherA</a>.</small></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		</item>
		<item>
		<title>Aktionstage Politische Bildung starten – auch online</title>
		<link>http://pb21.de/2012/05/aktionstage-politische-bildung-starten-auch-online/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 04:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom 5. bis zum 23. Mai 2012 finden die traditionellen Aktionstage Politische Bildung statt. Die bundes- und europaweite Kampagne von und für die politische Bildung wird erstmals auch ausführlich online begleitet. Die aufwändige Website  www.aktionstage-politische-bildung.net bietet zahlreiche raffinierte Funktionen. Erstmals wird es kein gedrucktes Veranstaltungsverzeichnis mehr geben, sondern eine umfangreiche Online-Datenbank, begleitet von einem redaktionellen Angebot. Für interessierte Bürgerinnen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><img class="alignleft size-full wp-image-7477" title="aktionstage-politische-bildung_logo" src="http://pb21.de/files/2012/05/aktionstage-politische-bildung_logo.jpg" alt="Logo Aktionstage Politische Bildung" width="300" height="124" />Vom 5. bis zum 23. Mai 2012 finden die traditionellen <em>Aktionstage Politische Bildung</em> statt. Die bundes- und europaweite Kampagne von und für die politische Bildung wird erstmals auch ausführlich online begleitet. Die aufwändige Website  <a title="die Website zu den Aktionstagen Politische Bildung" href="http://www.aktionstage-politische-bildung.net/">www.aktionstage-politische-bildung.net</a> bietet zahlreiche raffinierte Funktionen.<span id="more-7475"></span></p>
<p>Erstmals wird es kein gedrucktes Veranstaltungsverzeichnis mehr geben, sondern eine umfangreiche Online-Datenbank, begleitet von einem redaktionellen Angebot. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger und somit alle potentiellen Teilnehmenden an Veranstaltungen im Rahmen der Aktionstage wird es vielfältige Möglichkeiten geben sich zu informieren:</p>
<ol>
<li>Ein <a title="zum Veranstaltungskalender" href="http://aktionstage-politische-bildung.net/veranstaltungen-2/?action=event-list">Veranstaltungskalender</a> lässt sich nach verschiedenen Gesichtspunkten durchsuchen, zum Beispiel nach Zeit, Ort, Themenbereich, Zielgruppe, Veranstaltungsart oder Veranstalter. Interessenten können sich so individuelle Veranstaltungskalender zusammenstellen und diese mit anderen teilen.</li>
<li>Die Veranstaltungen lassen sich auch auf eine <a title="zur Veranstaltungskarte" href="http://aktionstage-politische-bildung.net/veranstaltungen-2/?action=event-search-results2">Landkarte</a> darstellen. Die Besucher der Website können sich die Landkarte nach ihren Interessen anpassen und statistische Auswertungen darauf abbilden lassen. So lässt sich zum Beispiel auf der Karte darstellen, wieviele Veranstaltungen zu einem bestimmten Themenbereich in welchem Bundesland angeboten werden.</li>
<li>Zusätzlich wird es einen „<a title="Online-Aggregator" href="http://aktionstage-politische-bildung.net/online-aggregator/">Online-Aggregator</a>“ geben. Darin werden alle Informationen gesammelt, die online zu den Veranstaltungen der Aktionstage zu finden sind. Der Aggregator umfasst also nicht nur die Angaben der Veranstaltungs-Datenbank, sondern auch die öffentlich verfügbaren Informationen von den Websites der Veranstalter, von Facebook, Twitter und anderen Quellen. Dieser gebündelte Newsfeed lässt sich filtern, so dass sich der Nutzer zum Beispiel nur Informationen zu einer bestimmten Veranstaltung, zu einem Veranstalter, zu einem Thema oder aus einem bestimmten Zeitraum anzeigen lassen kann. So ist es beispielsweise möglich, sich anzeigen zu lassen, was insgesamt „live“, also gerade heute stattfindet und diskutiert wird. Oder es lassen sich nur der Kategorie „Dokumentation“ zugehörige Einträge anzeigen – oder nur alles zum Thema „Internationale Politik“. Mit diesem Aggregator werden alle online verfügbaren Informationen rund um die Aktionstage gebündelt angezeigt, auch wenn sie dezentral über das Internet verteilt sind. Der Nutzer hat durch die Filteroptionen die Möglichkeit, Themen und „Orte“ zu finden, an denen er bei Interesse an der Online-Konversation teilnehmen kann.</li>
<li>Außerdem wird es einen <a href="http://aktionstage-politische-bildung.net/">redaktionell betreuten Blog</a> geben. Hier werden Veranstalter und Veranstaltungen vorgestellt, über interessante Aktionen berichtet und auch Blicke hinter die Kulissen geworfen. Im Rahmen von „Web-Events“ werden Akteure der politischen Bildung für Video-Talks und Livestreams zur Diskussion bereitstehen.</li>
</ol>
<p><span style="line-height: 20px;">Auf Twitter wird unter dem <a title="Twitter-Suche nach #apb12" href="https://twitter.com/#!/search/realtime/%23apb12">Hashtag #apb12</a> rund um die Aktionstage berichtet. Auch der <a title="der Twitteraccount von pb21" href="https://twitter.com/#!/pb_21">Twitter-Account von pb21.de</a> wird hier regelmäßig Neuigkeiten veröffentlichen.<br />
</span></p>
<h3>Über die Aktionstage</h3>
<p>Die Kampagne präsentiert die Vielfalt der Akteure, Zielgruppen und Aktionen sowie lenkt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das breite und wichtige Angebot politischer Bildung. Im Rahmen der Aktionstage findet immer eine zentrale Veranstaltung statt, 2012 – der <a title="zum Blog des Bundeskongresses" href="http://www.bundeskongress-partizipation.de/">Bundeskongress Politische Bildung “Zeitalter der Partizipation”</a>. Bei den Aktionstagen handelt es sich nicht um eine eigenständige Veranstaltung, sondern sie stellt quasi einen Rahmen bzw. ein Dach für viele einzelne Veranstaltungen dar.</p>
<hr />
<table style="text-align: left; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href=" http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined"><small>Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></small></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-7475"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufzeichnung und Umfrage zum #pb21-Webtalk</title>
		<link>http://pb21.de/2012/04/aufzeichnung-und-umfrage-zum-pb21-webtalk/</link>
		<comments>http://pb21.de/2012/04/aufzeichnung-und-umfrage-zum-pb21-webtalk/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:38:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Christoph Bieber: Was kann die politische Bildungsarbeit von der Piratenpartei lernen? In Kooperation mit politik-digital.de hatte pb21.de am 23.4.2012 zum WebTalk mit Prof. Dr. Bieber eingeladen. Unten finden Sie eine Aufzeichnung als Video. Um kommende WebTalks besser planen zu können, würden wir uns freuen, wenn Sie uns verraten würden, welchen Uhrzeiten Ihnen am besten&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h3>Prof. Dr. Christoph Bieber: Was kann die politische Bildungsarbeit von der Piratenpartei lernen?</h3>
<p>In Kooperation mit politik-digital.de hatte pb21.de am 23.4.2012 zum WebTalk mit Prof. Dr. Bieber<a title="Was kann die politische Bildungsarbeit von der Piratenpartei lernen?" href="http://pb21.de/2012/04/christoph-bieber-politische-bildungsarbeit-piratenpartei/"> eingeladen</a>. Unten finden Sie eine Aufzeichnung als Video.</p>
<p>Um kommende WebTalks besser planen zu können, würden wir uns freuen, wenn Sie uns verraten würden, welchen Uhrzeiten Ihnen am besten passen würden. Es dauert nur wenige Sekunden: <a title="#pb21-Umfrage" href="http://pb21.de/anmeldung/index.php?sid=14768&amp;lang=de">Zum Fragebogen &#8230;</a></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/40864443?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ff9933" frameborder="0" width="581" height="305"></iframe><br />
<small>Wir empfehlen zur optimalen Ansicht den Vollbild-Modus: Einfach auf das Symbol unten rechts klicken.</small> <span id="more-7387"></span></p>
<h3>Im Archiv auf pb21.de</h3>
<ul>
<li><a title="Was kann die politische Bildungsarbeit von der Piratenpartei lernen?" href="http://pb21.de/2012/04/christoph-bieber-politische-bildungsarbeit-piratenpartei/">Ankündigung und Hintergrundinformationen</a> zum WebTalk</li>
<li><a href="http://pb21.de/2010/02/dokumentation-dr-christoph-bieber/">&#8220;<em>Mitmach-Wahlkampf ja, Mitmach-Regieren nein?</em>&#8220;</a> Video vom Vortrag von Christoph Bieber bei der pb21-Tagung in Hattingen am 9.2.2010</li>
<li>die <a href="pb21.de/2010/02/mitmach-wahlkampf-ja-mitmach-regieren-nein/">Fortsetzung zum Vortrag</a> jenseits des Tagungsprogramms &#8211; Video</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<table style="text-align: left; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>.</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-7387"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Bürgerbeteiligung von Island lernen?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 22:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
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		<description><![CDATA[Update 17.4.2012: Der WebTalk steht als Aufzeichnung bereit. Auf der Website zum Bundeskongress Politische Bildung wird es am Montag, den 16. April 2012, ab 19.00 Uhr einen WebTalk mit Birgitta Jónsdóttir geben. Sie ist Mitglied des Isländischen Parlaments und Aktivistin für Transparenz und Bürgerbeteiligung, u.a. bei WikiLeaks. Zur Ankündigung &#8230; Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (mehr&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong><span style="color: #ff0000;"><img class="size-full wp-image-331 alignleft" title="Birgitta Jónsdóttir" src="http://aktionstage-politische-bildung.net/wp-content/uploads/2012/04/birgitta.jpg" alt="Birgitta Jónsdóttir" width="157" height="193" />Update 17.4.2012: </span></strong>Der WebTalk steht als <a title="zum Video auf bundeskongress-partizipation.de" href="http://www.bundeskongress-partizipation.de/2012-04-16/jetzt-webtalk-mit-birgitta-jonsdottir/">Aufzeichnung</a> bereit.</p>
<p>Auf der Website zum Bundeskongress Politische Bildung wird es am Montag, den 16. April 2012, ab 19.00 Uhr einen WebTalk mit Birgitta Jónsdóttir geben. Sie ist Mitglied des Isländischen Parlaments und Aktivistin für Transparenz und Bürgerbeteiligung, u.a. bei WikiLeaks. <a href="http://www.bundeskongress-partizipation.de/2012-04-13/wie-sieht-burgerbeteiligung-in-der-realitat-wirklich-aus/">Zur Ankündigung &#8230;</a></p>
<hr />
<table style="text-align: left; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href=" http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined"><small>Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de" href="http://pb21.de">pb21.de</a>. </em></small></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-7352"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was kann die politische Bildungsarbeit von der Piratenpartei lernen?</title>
		<link>http://pb21.de/2012/04/christoph-bieber-politische-bildungsarbeit-piratenpartei/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 10:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[#pb21 Webtalk]]></category>
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		<description><![CDATA[#pb21-WebTalk mit Prof. Dr. Christoph Bieber In Kooperation mit politik-digital.de lädt pb21 zum WebTalk* am Montag, den 23.4.2012 von 11 bis 12 Uhr. Die Aufzeichnung zum WebTalk finden Sie in diesem Artikel. Das Thema Junge (und nicht mehr ganz so junge) Menschen für Politik und Gesellschaft interessieren? Sogar für Parteipolitik und das Prozedere von staatlichen und gesetzlichen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_486" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://pb21.de/files/2010/01/Christoph-Bieber.jpg"><img class="size-medium wp-image-486 " title="Prof. Dr. Christoph Bieber" src="http://pb21.de/files/2010/01/Christoph-Bieber-215x300.jpg" alt="" width="150" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Sabrina Nennstiel</p></div>
<h3>#pb21-WebTalk mit Prof. Dr. Christoph Bieber</h3>
<p><a title="zu politik-digital.de" href="http://www.politik-digital.de/"><img class="size-full wp-image-7341  alignright" title="zu politik-digital.de" src="http://pb21.de/files/2012/04/politik-digital-logo.png" alt="" width="183" height="63" /></a></p>
<p>In Kooperation mit politik-digital.de lädt pb21 zum WebTalk* am Montag, den 23.4.2012 von 11 bis 12 Uhr.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><em><strong>Die Aufzeichnung zum WebTalk finden Sie in diesem Artikel.<br />
</strong></em></span></p>
<h3>Das Thema</h3>
<p>Junge (und nicht mehr ganz so junge) Menschen für Politik und Gesellschaft interessieren? Sogar für Parteipolitik und das Prozedere von staatlichen und gesetzlichen Strukturen und Prozessen? Menschen zur Mitwirkung bewegen, Begeisterung für große und kleine Debatten wecken? (Vermeintlich) politikverdrossene Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an Wahlen bewegen? Das alle gehört zu den wichtigsten Zielen der politischen Bildungsarbeit. Erreicht wurden sie in den letzten Monaten hunderttausendfach von einem anderen Akteur: der Piratenpartei.</p>
<p>Wieso schaffen die Piraten in furiosem Tempo, aber anscheinend ohne Planung und Mittel etwas, woran die politische Bildungsarbeit seit Jahren und Jahrzehnten arbeitet? Was kann die politische Bildung vom Erfolg der Piratenpartei für ihre eigene Arbeit lernen? Inwieweit ist das Internet für diese Fragen wichtig?</p>
<h3>Der Referent<span id="more-7321"></span></h3>
<p>Prof. Dr. Christoph Bieber wurde 2011 auf die Welker-Stiftungsprofessur für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft berufen (<a title="die Website zur Professur" href="http://nrwschool.de/xd/public/content/index.html?pid=726">NRW School of Governance, Institut für Politikwissenschaft, Universität Duisburg-Essen</a>). Er ist Vorstandsvorsitzender von pol-di.net e.V, dem Träger von <a title="zur Website von politik-digital.de" href="http://politik-digital.de/">politik-digital.de</a>, bloggt unter <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com">internetundpolitik.wordpress.com</a> und twittert als <a title="zum Twitter-Account auf twitter.com" href="https://twitter.com/#!/drbieber">@drbieber</a>. Für das ZDF ist er regelmäßig als Experte in der TV-Berichterstattung an Wahlabenden aktiv. Im Mai 2012 erscheint das Buch &#8220;<a title="Ankündigung auf der Seite des Verlags" href="http://www.transcript-verlag.de/ts2071/ts2071.php">Unter Piraten. Erkundungen in einer neuen politischen Arena</a>&#8220;, das von Christoph Bieber und Claus Leggewie herausgegeben wird.</p>
<p>Moderation: Jöran Muuß-Merholz, Redaktion pb21.de<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/40864443?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ff9933" frameborder="0" width="581" height="305"></iframe></p>
<h3>*Was ist ein WebTalk?</h3>
<p>Für die Teilnahme am #pb21 ist keine spezielle Software (nur eine <a title="zum Download des Flash Players" href="http://get.adobe.com/flashplayer/">aktuelle Version des Flash Players</a>) notwendig. Auch Kamera oder Mikrofon braucht es nicht, weil Fragen und Kommentare per Textchat eingebracht werden können. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist technisch auf 100 Personen begrenzt. Der Link zum WebTalk-Raum wird kurz vor Beginn der Veranstaltung am Anfang dieses Artikels veröffentlicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Im Archiv auf pb21.de</h3>
<ul>
<li><a href="http://pb21.de/2010/02/dokumentation-dr-christoph-bieber/">&#8220;<em>Mitmach-Wahlkampf ja, Mitmach-Regieren nein?</em>&#8220;</a> Video vom Vortrag von Christoph Bieber bei der pb21-Tagung in Hattingen am 9.2.2010</li>
<li>die <a href="pb21.de/2010/02/mitmach-wahlkampf-ja-mitmach-regieren-nein/">Fortsetzung zum Vortrag</a> jenseits des Tagungsprogramms &#8211; Video</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<table style="text-align: left; width: 100%;" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>.</em> (Das Foto von Prof. Bieber fällt nicht unter die CC-Lizenz.)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-7321"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://pb21.de/2012/04/christoph-bieber-politische-bildungsarbeit-piratenpartei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Web 2.0 in der Bildungsarbeit vor Ort – Übersicht und Beispiele</title>
		<link>http://pb21.de/2012/03/web-2-0-in-der-bildungsarbeit-vor-ort-%e2%80%93-ubersicht-und-beispiele/</link>
		<comments>http://pb21.de/2012/03/web-2-0-in-der-bildungsarbeit-vor-ort-%e2%80%93-ubersicht-und-beispiele/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 04:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
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		<category><![CDATA[seminar]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie können Web 2.0 Werkzeuge in Angebote bzw. Formate der Bildungsarbeit integriert werden? Diese Frage beantwortet eine Expertise, die Jöran Muuß-Merholz für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verfasst hat. Der Text erörtert die Grundlagen des digitalen Umbruchs im Bildungsbereich, zeichnet eine Landkarte der Web 2.0-Werkzeuge für die Bildungsarbeit und beschreibt fünf Fallbeispiele. Unten finden&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><strong><em><a href="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Seminare-2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6970" src="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Seminare-2-200x200.jpg" alt="Karte fuer Seminare, cc-by-nd-Lizenz by Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de" width="200" height="200" /></a>Wie können Web 2.0 Werkzeuge in Angebote bzw. Formate der Bildungsarbeit integriert werden?</em></strong> Diese Frage beantwortet eine Expertise, die Jöran Muuß-Merholz für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verfasst hat. Der Text erörtert die Grundlagen des digitalen Umbruchs im Bildungsbereich, zeichnet eine Landkarte der Web 2.0-Werkzeuge für die Bildungsarbeit und beschreibt fünf Fallbeispiele.</p>
<p>Unten finden Sie den vollständigen Artikel, der auch als PDF-Datei <span id="more-6939"></span><em><a href="http://pb21.de/files/2012/02/JMM-Web-2.0-Dienste-in-der-politischen-Bildung.pdf">Jöran Muuß-Merholz: Web 2.0 in der politischen Bildung</a></em> zur Verfügung steht.</p>
<hr />
<h2>Wie können Web 2.0 Werkzeuge in Angebote bzw. Formate der Bildungsarbeit integriert werden?</h2>
<h3>I. Allgemeiner Teil<br />
I.a. Grundlagen</h3>
<h4>Das Internet verändert die Welt</h4>
<p>Aus dem Alltag der meisten Menschen ist das Internet längst nicht mehr wegzudenken. Zunehmende Bedeutung erfahren dabei neben der Informationsrecherche die verschiedensten Dienste zur Kommunikation, zum Erstellen, Veröffentlichen und Teilen von digitalen Inhalten. Auch in der Arbeitswelt hat die digitale Vernetzung Einzug in die allermeisten Berufe gehalten. Das Internet verändert Arbeit und Freizeit, unser Kommunikationsverhalten, unser Verständnis des Wortes „Freund“, die Musik- und Filmindustrie, die Verbrechensbekämpfung, die Partnerfindung, die Politik, den Krieg, die Geschäfte der Reisebüros und des Buchhandels – aber nicht die politische Bildungsarbeit?</p>
<h4>Was Web 2.0 und politische Bildung gemeinsam haben…</h4>
<p>Schaut man sich die derzeit beliebtesten „Orte“ im Internet an, so findet man darunter zahlreiche Angebote, bei denen nicht mehr eine „Zentrale“ Inhalte erstellt und an ein empfangendes Publikum sendet, sondern die sich als Plattformen verstehen, deren Inhalte von den Nutzenden selber er- und bereitgestellt werden. Große Beispiele sind Facebook, YouTube, Twitter, Flickr oder Geocaching, aber auch dezentrale Angebote wie Blogs oder Podcasts, die zwar mit jeweils geringeren Reichweiten, dafür aber umso zahlreicher und vielfältiger existieren.<br />
Solche Angebote, bei denen sich die traditionellen Trennungen zwischen Konsumenten und Produzenten, Information und Kommunikation, Professionalität und Amateurtum vermischen, werden mit den Schlagworten Web 2.0 oder Social Media überschrieben. Eine Beschreibung von Tim Berners-Lee, Erfinder des World Wide Web, hat sich nicht durchgesetzt, obwohl sie das Wesen des „neuen Netzes“ auf den Punkt bringt: das „Read-/Write-Web” – also das Internet, in dem jeder nicht mehr nur liest und konsumiert, sondern auch Autor ist und Inhalte mit der Welt teilt.<br />
Die Grundannahmen dieses Read-/Write-Webs sind offensichtlich kompatibel mit denen der politischen Bildung: So wie User im Web 2.0 nicht mehr nur ein passives Publikum bilden, sondern jeder auch Sender ist, so sieht die politische Bildung die Menschen nicht nur als Bewohner/innen eines Staates, sondern als Bürger/innen, die zum Gemeinsamen beitragen, die sich engagieren und gestalten, die sich untereinander verbinden, austauschen und diskutieren – kurz: die partizipieren<sup class='footnote'><a href='#fn-6939-1' id='fnref-6939-1' onclick='return fdfootnote_show(6939)'>1</a></sup>. Dieses am Leitbegriff Partizipation ausgerichtete Ideal findet sein Abbild in der Gestaltung von Veranstaltungsformaten der politischen Bildung. Veranstaltungsteilnehmende sollen in der Regel nicht nur Zuhörende sein, sondern auch diskutieren, sich einbringen und bisweilen, in der projektorientierten Arbeit, auch kreative Ergebnissse gestalten.</p>
<h4>…warum sie dennoch keine Freunde sind…</h4>
<p>Nun könnte man meinen, bei so viel strukturellen Gemeinsamkeiten sollten die Akteure der politischen Bildung mit offenen Armen auf die Welt des Web 2.0 zugehen, seine Möglichkeiten austesten und in die eigene Praxis integrieren.<br />
Das ist noch eher die Ausnahme als die Regel. Vielmehr dominiert im pädagogischen Bereich im Allgemeinen und in der politischen Bildung im Besonderen eine zurückhaltende bis skeptische Haltung gegenüber digitalen Technologien. Das mag zum einen in den Fundamenten der Domäne liegen, die weder in ihrer Kultur noch in den formellen Rahmenbedingungen zur größtmöglichen Innovationsfreudigkeit neigt. Zum anderen lassen sich Ursachen für das verbreitete Zögern auch im eigenartigen Spannungsfeld suchen, das die Medientechnologien in der Bildungsgeschichte immer wieder induzierte. Da war und ist auf der einen Seite immer wieder ein radikaler Kulturpessimismus gegenüber jeglicher medialer Innovationen: „Facebook / E-Mail /  Computerspielerei / Privatfernsehen / Kino / die Postkarte / das Buch ist der Untergang unserer Kultur!“ Auf der anderen Seite wurden „neue Medien“ in der Geschichte immer wieder als vermeintlich revolutionäre Rettungsbringer an die Pädagogik herangetragen: „Mit dem Hörfunk / Schulfernsehen / Sprachlabor / Computer / Multimedia-PC / Internet wird das Lernen viel einfacher, billiger, schneller, lustiger.“<br />
Nun hat bisher keine Medientechnologie weder das Abendland untergehen lassen noch das Lernen revolutioniert. Insofern ist es durchaus berechtigt zu fragen, was die „digitale Revolution“ denn von den bisherigen Verkündungen unterscheide und warum sie die politische Bildung verändern wird.</p>
<h4>…und warum sie es noch werden könnten</h4>
<p>Zwei Argumente für die Relevanz des digitalen Wandels auch für die politische Bildung wurden bereits genannt:<br />
Erstens: Wir sehen die Veränderungen bereits in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen.<br />
Zweitens: Es spricht strukturell einiges dafür, dass Web 2.0 und politische Bildung gute Freunde werden könnten. Facebook, Blogs, Video-Livestreams, Wikis oder Twitter zeigen nicht nur in Teheran oder Kairo, bei Stuttgart 21 oder zu Guttenberg, dass digitale Werkzeuge und demokratische Partizipation viel miteinander zu tun haben. Das heißt auch, dass die oft beschworene Medienkompetenz mehr als nur die Bedienung von Technik umfasst. Gerade die politische Bildung muss Medienkompetenz auch als Verstehen und Gestalten der Welt mit und in Medien begreifen – und an ihrer Entwicklung mitwirken.<br />
Zum Dritten und Vierten soll an dieser Stelle noch skizziert werden, warum die digitale Revolution die politische Bildung selbst dann verändern wird, wenn die politischen Bildner selber sie ignorieren sollten:<br />
Drittens: Die Teilnehmenden bleiben weg. Die politische Bildung ist wie kein anderer Bildungsbereich auf die Freiwilligkeit zur Teilnahme  an ihren Veranstaltungen angewiesen. Und für einen großen und rasant wachsenden Anteil der Teilnehmenden sind Internet und Web 2.0 inzwischen selbstverständlich. Warum soll ein Jugendlicher, der in allen Lebenslagen über Facebook kommunziert und bei Fragen zuerst YouTube oder die Wikipedia konsultiert, sich für ein Bildungsangebot begeistern, das die Medien aus seiner Lebenswelt ignoriert, geringschätzt oder sogar verbietet?<br />
Viertens: Die Teilnehmenden nehmen die Sache selber in die Hand. Wie schon erwähnt geben die Dienste im Web 2.0 allen Nutzenden die Möglichkeit, Inhalte zu produzieren und zu veröffentlichen. Wenn Institution der politischen Bildung sich also nicht ins Web 2.0 begeben, dann können interessierte Teilnehmende das übernehmen. Für einen Video-Livestream von einer Diskussionsveranstaltung braucht es nicht zwingend eine Infrastruktur, die der Bildungsanbieter bereitstellt. Ein Handy mit Kamera und Internetverbindung reicht aus. Auch wenn ein Bildungsanbieter nicht selber über seine Angebote twittert – seine Teilnehmenden tun es.<br />
Es ist nicht die Frage, ob die politische Bildung im Web 2.0 überhaupt stattfindet, sondern nur, ob sie mit oder ohne Beteiligung der Akteure und Institutionen der politischen Bildung dort stattfindet.</p>
<h4>Exkurs: Was uns jetzt bevorsteht…</h4>
<p>Der Einzug von Computern veränderte die Bildung gar nicht. Auch als Bildungseinrichtungen wie z.B. die „Schulen ans Netz“ kamen, brachte das viel Technik, aber kaum Neues für Pädagogik und Didaktik. In allernächster Zeit aber steht ein fundamentaler Wandel an. Warum?</p>
<ol>
<li>Das neue Internet: Das Web 2.0 hat einen Paradigmenwechsel für das Internet eingeläutet. Seine Nutzer sind nicht mehr nur Konsumenten, sondern können Inhalte selber produzieren und miteinander teilen. Alle Inhalte bei z.B. YouTube, SchülerVZ, Facebook oder geocaching.com  werden von der Nutzern selber erstellt. Einfachste und kostenlose Software ermöglichen jedem, über Blogs, Videos, Podcasts oder Wikis der Kreativität freien Lauf zu lassen.</li>
<li>Die neue Hardware: Das iPad mag noch teuer sein. Aber es ist nur der Anfang. Es ist nicht eine Frage, ob, sondern nur wann ähnliche Tablet-PCs von anderen Herstellern für weniger als 100 Euro verfügbar sein werden (Prognose: Mitte 2012) und nicht ob, sondern wann ein Landtagswahlkampf mit dem Versprechen „Jedem Schüler sein Tablet-PC!“ geführt werden wird (Prognose: Niedersachsen Ende 2012). Solche Computer haben für die Bildungsarbeit einen entscheidenden Vorteil: Sie stehen nicht im Mittelpunkt. Musste man vorher für eine Internetrecherche gesonderte Zeit einplanen, unter Umständen sogar einen speziellen Raum reservieren, so ist das iPad schnell aus der Tasche geholt und nach 4 Sekunden einsatzbereit. Und genau so schnell kann es auch wieder beiseite gelegt werden. Erstmalig wird es so in formellen Bildungssettings möglich, das Internet als ein ganz normales Werkzeug einzusetzen, das einfach und schnell funktioniert und nicht den Mittelpunkt aller Aktitiväten beansprucht.</li>
<li>Die allgegenwärtige Vernetzung: Mit WLAN und Mobilfunk kann man inzwischen so gut wie überall online sein. Auch hier wird die Kostenfrage in nächster Zeit weiter in den Hintergrund rücken. Schon jetzt kostet eine Internet-Flatrate für Handy oder iPad nur noch 10 Euro pro Monat. Fast alle Jugendlichen werden spätestens 2012 ein Handy mit Internetzugang und Computerfunktionen besitzen. Das Internet wird damit allgegenwärtig und alles durchdringend sein.</li>
</ol>
<p>Vielfältige Informationsquellen und Möglichkeiten zur Kommunikation stehen damit den Lernenden offen – und auch den Lehrenden.</p>
<h3>II. Landkarte zum Einsatz von Web 2.0-Werkzeugen in Veranstaltungen der politischen Bildung<br />
Web 2.0 in Seminarraum und Vortragssaal</h3>
<p>Das Web 2.0 bietet eine reichhaltige Palette von Werkzeugen, die zur Unterstützung von Bildungsveranstaltungen eingesetzt werden können. Im Folgenden wird eine „Landkarte der Web 2.0-Werkzeuge für Veranstaltungen in der politischen Bildung“ skizziert. Dazu werden Werkzeuge oder Dienste vorgestellt und typischen Aktivitäten zugeordnet, die bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Bildungsveranstaltungen anfallen.<br />
Dazu einige Vorbemerkungen zur Einordnung :</p>
<ul>
<li>Es geht nicht um „E-Learning“, verstanden als nur online stattfindende Kommunikation. Der Fokus liegt vielmehr auf traditionellen face-to-face-Formaten, also Präsenzveranstaltungen, die mit Werkzeugen des Web 2.0 bereichert werden können.</li>
<li> Die Aufstellung erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein. Stattdessen werden wichtige Werkzeuge exemplarisch ausgewählt.</li>
<li> Im Rahmen dieses Textes können die vorgestellten Internetdienste nicht einzeln erklärt werden. Viele grundsätzliche und einführende Materialien bietet zum Beispiel die Website „Web 2.0 in der politischen Bildung – pb21.de“.</li>
<li> Im Rahmen der zu skizzierenden Landkarte werden Werkzeuge je einer typischen Aktivität der Bildungsarbeit zugeordnet. Allerdings lässt sich vermutlich jedes einzelne Werkzeug auch für fast jede andere Aktivität nutzen als hier vorgeschlagen. In diesem Sinne ist die „Landkarte“ nicht als Abbild einer objektiv vorhandenen Landschaft zu verstehen, sondern als Framework, in dem die einzelnen Bestandteile zu Orientierungszwecken arrangiert und in Beziehung zueinander gesetzt werden können.</li>
<li>Es ist grundsätzlich sinnvoll, zwischen einem Werkzeug als allgemeinen „Diensttypus“ und einem konkreten Anbieter zu differenzieren. Allerdings stehen manche Unternehmen quasi stellvertretend für einen Dienst, und es wäre für das Leseverständnis nicht förderlich, immer von „Microbloggingdiensten“ anstatt von „Twitter“ zu sprechen. Daher werden die Ebenen im Folgenden immer dann vermischt, wenn ein Angebot stellvertretend für einen Dienst verstanden werden kann.</li>
</ul>
<h4>Drei prototypische Formate</h4>
<p><a href="http://pb21.de/files/2012/03/typische-Veranstaltungsformate.jpg"><img class="size-medium wp-image-6973  alignright" src="http://pb21.de/files/2012/03/typische-Veranstaltungsformate-266x250.jpg" alt="Typische Veranstaltungsformate, cc-by-nd-Lizenz by Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de " width="256" height="240" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die politische Bildung hat eine bunte Landschaft mit verschiedensten Veranstaltungsformaten hervorgebracht. Zur Vereinfachung werden im Folgenden drei „Prototypen“ von Veranstaltungen unterschieden:</p>
<ol>
<li>Tagung/Konferenz,</li>
<li>Vortrag/Podiumsdiskussion und</li>
<li>Seminar/Workshop.</li>
</ol>
<p>Diese drei Prototypen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie Menschen zusammenkommen:</p>
<ul>
<li>Bei der Tagung / Konferenz treffen sich eher viele Teilnehmende und mehrere Referierende, für eher zwei oder drei Tage, meist abwechselnd sowohl in frontalen wie in diskursiven, selten in handlungs- / projektorientierten Formen.</li>
<li>Ein Vortrag oder eine Podiumsdiskussion ist dagegen typischerweise von höchstens zwei Stunden Dauer, für die Dutzende, manchmal auch Hunderte von Menschen zuhören, was eine Person oder wenige Diskutanten vorne zu sagen haben (meist ergänzt mit einem Frage-und-Antwort-Teil).</li>
<li>Im Seminar oder Workshop haben wir in der Regel eine kleinere Gruppe von 10 bis 30 Teilnehmenden, die über mehrere Tage hinweg zusammenkommen, diskutieren und oft auch zusammen arbeiten, also selber aktiv werden und eigene Inhalte entwickeln.</li>
</ul>
<p>Alle drei Formate lassen sich nicht präzise voneinander abgrenzen. Eine Konferenz umfasst zum Beispiel häufig Einheiten in den Formaten Vortrag, Podiumsdiskussion oder Workshops. Auf der anderen Seite kann auch ein Seminar durchaus eher input-orientiert arbeiten. Die grobe Unterscheidung in Prototypen reicht für unsere Zwecke jedoch aus.</p>
<h4>Sechs typische Aufgabenbereiche</h4>
<p><a href="http://pb21.de/files/2012/03/typische-Aufgabenbereiche-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-6972 alignleft" src="http://pb21.de/files/2012/03/typische-Aufgabenbereiche-2-350x123.jpg" alt="Typische Aufgabenbereiche, cc-by-nd-Lizenz by Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de " width="600" height="213" /></a></p>
<p>Während der Vorbereitung, der Durchführung und der Nachbereitung von Bildungsveranstaltungen gibt es einige typische Aufgaben, die der Anbieter für seine oder mit seiner Teilnehmerschaft durchführt. Auch diese werden hier prototypisch unterschieden:</p>
<ul>
<li>Einladung und Marketing – die Veranstaltung verkünden und bekanntmachen</li>
<li>Senden und Konversation – die Öffentlichkeitsarbeit, die auch Menschen erreichen soll, die nicht vor Ort teilnehmen</li>
<li>Dokumentation und Veröffentlichung – die Ergebnisse sammeln und verbreiten</li>
<li>Koordination, Organisation und Zusammenarbeit – sowohl auf organisatorischer wie auf inhaltlicher Ebene</li>
<li>Inhalte entwickeln, Projektarbeit – das Kreative, das Teilnehmende während der Veranstaltung gemeinsam gestalten</li>
<li>Evaluation – Rückmeldung einholen und auswerten</li>
</ul>
<p><a href="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Konferenzen-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-6969 alignleft" src="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Konferenzen-2-350x201.jpg" alt="Karte fuer Konferenzen, cc-by-nd-Lizenz by Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de " width="600" height="354" /></a></p>
<p><strong>Tagung / Konferenz</strong></p>
<p>Schauen wir zuerst auf die Tagung, denn diese ist das umfassendste der drei Protoformate, das auch die anschließend betrachteten Formate Vortrag / Podiumsdiskussion und (eingeschränkt) Seminar / Workshop als Komponenten enthalten kann. Stellen wir uns eine typische Konferenz vor: 100 oder vielleicht auch 400 Teilnehmende kommen für zwei Tage zusammen. Das Programm umfasst sowohl frontale Formate im Plenum als auch parallel stattfindende Workshops, bei denen die Teilnehmenden in kleineren Gruppen auch untereinander in den Austausch kommen. (Dann gibt es noch die Kaffeepausen, die bisweilen genau so wichtig sind wie der Rest.)<br />
Die Konferenz unterscheidet sich von den weiteren Formaten noch in einem weiteren Punkt: das Interesse „über den Ort hinaus“. Bei einer Konferenz gibt es häufig Menschen, die nicht zur Veranstaltung kommen (können), sich aber sehr für die Inhalte interessieren. Typischerweise äußert sich das in Nachfragen nach aufgezeichneten Vorträgen, Handouts, Folien oder sonstigen Dokumentationen. Inzwischen werden Veranstaltungsteile häufig auch als Videostream live veröffentlicht, so dass auch eine „virtuelle“ Teilnahme möglich ist, ohne vor Ort zu sein.<br />
Teilnehmende an einer Konferenz sind auch „über die Zeit hinaus“ an der Veranstaltung interessiert: Sie müssen sich zum Beispiel im Voraus für parallel stattfindende Programmteile entscheiden oder haben im Anschluss an die Konferenz Interesse an Ergebnissen und weiterem Austausch. Vielleicht sind die Teilnehmenden sogar interessiert und bereit, schon im Vorfeld der Konferenz gemeinsame Vorbereitung zu betreiben. Bei sehr partizipativen Formate wie z.B. Barcamps ist eine gemeinsame Vorbereitung online sogar die Regel.<br />
Aus diesen Gründen haben Konferenzen in der Regel eine stärkere Online-Präsenz als Vorträge oder Workshops.</p>
<p><strong>Einladung und Marketing</strong><br />
Schauen wir nun auf die typischen Aktivitäten, mit der Sie als politische Bildner eine Konferenz begleiten. Wir starten am Anfang: mit EINLADUNG UND MARKETING. Sie wollen die Aufmerksamkeit von möglichst vielen (oder bestimmten) Menschen erreichen. Typischerweise können Sie soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen, um die Nachricht von Ihrem Vorhaben zu verbreiten. Web 2.0 heißt hier, dass Sie relativ einfach mit Menschen in Verbindung bleiben können, bei denen schon ein Grundinteresse an Ihrer Arbeit vorhanden ist. Und möglicherweise noch wichtiger: Sie erleichtern diesen Menschen, wieder andere Menschen von Ihrer Veranstaltung wissen zu lassen. Vor diesem Hintergrund sollten Sie es immer und überall so einfach wie möglich machen, dass Interessenten Ihre Inhalte mit Dritten teilen können.</p>
<p><strong>Senden und Konversation</strong><br />
Auf sozialen Netzwerken präsent zu sein heißt immer auch, dass Sie eine birektionale Kommunikation führen. Sie SENDEN nicht nur in die Welt, sondern bekommen auch Rückmeldungen von außen. Wenn Sie Inhalte auf Facebook oder Twitter veröffentlichen, werden andere Menschen ihre eigenen Fragen und Ideen an gleicher Stelle einbringen. (Und sie werden auch nicht schweigen, wenn sie unzufrieden oder anderer Meinung sind.) Nicht nur das – man wird auch erwarten, dass Sie auf diese Rückmeldungen eingehen. Das ist es, was das Wesen des Web 2.0 ausmacht: eine KONVERSATION zu führen (oder besser: Dutzende, Hunderte, Tausende von Konversationen zu führen).<br />
Das Verlangen nach Konversation über das Netz wird auch dann nicht aufhören, wenn die Konferenz beginnt. Über einen Video-Livestream lassen sich Vorträge und Podiumsdiskussionen einer Konferenz live in die ganze (Online-)Welt senden. Auch in der politischen Bildung sehen wir seit 2010 immer häufiger solche Livestreams, die Menschen ermöglichen dabei zu sein, ohne geographisch vor Ort sein zu müssen. Der Aufwand, der für einen guten Livestream betrieben werden muss, ist nennenswert. Aber er ist recht niedrig, wenn man berücksichtigt, welchen Aufwand Sie für die Konferenz schon als „Grundlage” betreiben müssen. Um eine Hausnummer zu nennen: Ein Livestream kann ihr Publikum verdoppeln, während der Aufwand ganz deutlich unter einer Verdoppelung liegt.<br />
Die denkbaren Aktivitäten in Sachen Senden und Konversation sind damit noch nicht beendet. Von außen zuschauende Menschen möchten nicht nur sehen und hören, was auf der Bühne der Tagung geschieht, sondern wollen sich darüber auch untereinander austauschen (wofür sich ein Chat anbietet) und Rückmeldungen in den Veranstaltungsraum zurückgeben. Hier kann eine Twitterwall interessant sein. Sie ermöglicht einen Rückkanal, in dem nicht nur Fragen gestellt werden können, sondern auch eine Visualisierung der Gedanken des Publikums möglich wird. Selbstverständlich können auch die Teilnehmenden vor Ort Ihre Gedanken via Twitter miteinander teilen, so dass man auf der Twitterwall häufig gar nicht mehr unterscheiden kann, ob ein Beitrag aus dem Veranstaltungssaal oder von einem Zuschauer aus Neuseeland geschickt wird. Wenn eine Twitterwall gut funktioniert, dann kann man auf ihr „den Raum denken sehen“.</p>
<p><strong>Dokumentation und Veröffentlichung</strong><br />
Die klassische Form der DOKUMENTATION UND VERÖFFENTLICHUNG von Tagungsergebnissen ist der gedruckte Tagungsband / ein Reader, der sich häufig nicht nur an die Teilnehmenden, sondern an einen Interessentenkreis darüber hinaus richtet. Auch Fotos, Ton- oder Videoaufzeichnungen sind beliebte Medien zur nachträglichen Veröffentlichung. Das Web 2.0 bietet dafür zahlreiche Plattformen, die zwar meist auf spezifische Dokumentarten spezialisiert sind, sich aber in der Regel auf anderen Websites einbetten (und damit zusammenführen) lassen. Es gibt Slideshare für Präsentationen, entweder für Powerpoint, PDF und Co. alleine oder in Kombinationen mit einer dazugehörigen Tonaufzeichnung. Audio-Aufzeichnungen von Vorträgen, Gesprächsrunden oder Interviews lassen sich auch als Podcast verbreiten. Für Photos sind Flickr oder Picasa beliebt, wo sich bei Bedarf auch geschlossene Gruppen anlegen lassen. Und schließlich lassen sich Videos aufzeichnen und über Plattformen wie YouTube oder Vimeo veröffentlichen. (Wenn es schon einen Livestream gibt, dann stehen die Videos in der Regel auch im Anschluss in einem Archiv zum nachträglichen Abruf bereit. Bisweilen erreichen diese Videos mit der Zeit dann noch einmal ein Vielfaches an Abrufen gegenüber den Live-Zuschauern.)<br />
Im Zeitalter des Web 2.0 ist es wichtig, die Aktivitäten zur Dokumentation nicht auf die Seite des Veranstalters und der Mitwirkenden begrenzt zu denken. Nicht nur der Gastgeber, sondern auch manche Teilnehmende möchten produzierte Inhalte mit anderen teilen, seien es Mitschriften, Photos, Audio- oder Videoaufzeichnungen. Es gibt auch schon Berichte von Teilnehmenden, die einen eigenen Livestream produzieren und in die Welt senden. Für eine rudimentäre Form braucht es nicht mehr als ein Smartphone oder ein Netbook plus Internetzugang<sup class='footnote'><a href='#fn-6939-2' id='fnref-6939-2' onclick='return fdfootnote_show(6939)'>2</a></sup>. Die Gastgeber können hier Teilnehmende und Interessenten unterstützen, indem sie „Sammelbecken“ für solche dezentral veröffentliche Inhalte bereitsstellen, z.B. Gruppen, erweiterbare Listen via Wiki oder Etherpad oder einfach nur ein verkündetes Hashtag für die eindeutige Verschlagwortung.</p>
<p><strong>Koordination, Organisation und Zusammenarbeit</strong><br />
In der politischen Bildung sehen wir Teilnehmende immer auch als „Teilgebende“, die eigene Interessen, Erfahrungen und Kompetenzen einbringen können. Vor diesem Hintergrund kann eine Konferenz auch Möglichkeiten zur ZUSAMMENARBEIT beinhalten. Das betrifft sowohl die inhaltliche Ebene als auch Fragen der KOORDINATION UND ORGANISATION.<br />
Ein Beispiel: Teilnehmende können Internetquellen zum Thema zusammenführen, wenn sie Social-Bookmark-Dienste wie Delicious, Mister Wong  oder Diigo nutzen. Mittels eines gemeinsamen Schlagworts oder einer thematischen Gruppe kann dezentral eine Sammlung von Links erstellt und diskutiert werden.<br />
Damit Teilnehmende sich stärker untereinander vernetzen können, kann eine Community-Plattform wie Mixxt sehr hilfreich sein. Teilnehmende können hier in einem geschützten Raum Profile anlegen und durchstöbern, sich in einem Forum austauschen, Dateien bereitstellen, Neuigkeiten vom Veranstalter lesen, zwischen parallel stattfindenden Programmpunkten auswählen oder sogar vorstellen, welchen Programmpunkt sie selber anbieten möchten<sup class='footnote'><a href='#fn-6939-3' id='fnref-6939-3' onclick='return fdfootnote_show(6939)'>3</a></sup>.</p>
<p>Für das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten vor, während oder nach einer Tagung bietet sich ein Wiki an. Neuerdings sehen wir bei Tagungen immer häufiger kollaborative Texte, Protokolle oder Listen, die entweder über Google Docs oder über einen Etherpad-Dienst erstellt werden.<br />
In der Aufstellung der verschiedenen Dienste fehlt bisher ein mächtiges Werkzeug: Blogs. In einem Blog können vom Veranstalter generelle Informationen wie Einladung, Programm oder Porträts der Mitwirkenden veröffentlicht werden. Der Blog ist auch der Ort, an dem alle anderen Online-Aktivitäten durch Verlinkungen und Einbettungen zusammengeführt werden. Vor diesem Hintergrund sollen Blogs an dieser Stelle keiner bestimmten Aufgabe zugeordnet werden, sondern ins Zentrum aller Online-Aktivitäten gestellt werden.</p>
<p><strong>Vortrag und Podiumsdiskussion</strong></p>
<p><a href="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Vortraege-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-6971 alignleft" src="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Vortraege-2-350x138.jpg" alt="Karte fuer Vortraege, cc-by-nd-Lizenz by Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de " width="600" height="236" /></a></p>
<p>Widmen wir uns nun einem recht frontalen Format: ein mehr oder weniger großes Publikum hört einem Vortragenden oder einigen Diskutanten zu. Bis auf einzelne Nachfragen sind die Teilnehmenden eher passiv. Viele Eigenschaften und Möglichkeiten zu diesem Format sind bereits unter dem Abschnitt „Konferenz“ behandelt worden, so dass wir uns hier kurz fassen können.<br />
Auch hier können soziale Netzwerke und Twitter genutzt werden, um die Veranstaltung bekannt zu machen. Auch ein Livestream, gegebenfalls mit einer Twitterwall als Rückkanal, ist denkbar, um die Reichweite der Veranstaltung vom Vortragsraum auf (potentiell) die Weltöffentlichkeit auszudehnen<sup class='footnote'><a href='#fn-6939-4' id='fnref-6939-4' onclick='return fdfootnote_show(6939)'>4</a></sup>. Auch die Dokumentation von Folien, Photos, Audio oder Video ist analog zu den oben angeführten Möglichkeiten denkbar.<br />
Anders verhält es sich dagegen bei den Punkten Koordination, Organisation und Zusammenarbeit. Bei einer 2stündigen Veranstaltung ergibt sich in aller Regel kein großer Bedarf, zusätzlich online zusammenzuarbeiten. (Auch wenn zum Beispiel ein gemeinsames Etherpad interessant sein kann.)<br />
Auch einen eigenen Blog wird man für eine solche Veranstaltung kaum einrichten. Allerdings haben Bildungsanbieter in der Regel eine institutionelle Website, in der ein Artikel über die Veranstaltung veröffentlicht werden kann, inklusive eingebetteter Medien. Auch bei kleineren Verantaltungen sollten Möglichkeiten für Teilnehmende und Interessenten berücksichtigt werden sich einzubringen, und sei es „nur“ über eine Kommentarfunktion.</p>
<p><a href="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Seminare-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-6970 alignleft" src="http://pb21.de/files/2012/03/Karte-fuer-Seminare-2-333x250.jpg" alt="Karte fuer Seminare, cc-by-nd-Lizenz by Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de " width="600" height="450" /></a></p>
<p><strong>Workshop / Seminar</strong></p>
<p>Innerhalb des prototypischen Formats „Seminar“ gibt es eine große Bandbreite von Formen. Manches Seminar ähnelt eher einer kleinen Tagung oder Konferenz. Für die folgenden Überlegungen soll aber auf den Charakter des Workshops im Sinne von „gemeinsam etwas erarbeiten“ abgezielt werden. Stellen Sie sich eine Gruppe von 10 bis 30 Teilnehmenden vor, die für zwei bis drei, vielleicht sogar fünf Tage zusammenkommen, um zu einem Thema zu arbeiten, zu diskutieren, kreativ zu sein, vielleicht auch projektorientiert eigene „Produkte“ zu entwickeln.</p>
<p>Hinsichtlich EINLADUNG UND MARKETING kann auf die bisherigen Überlegungen verwiesen werden.<br />
Wenn es um SENDEN UND KONVERSATION geht, unterscheidet sich der Workshop deutlich von den bisherigen Formaten. Häufig geht es hier eher um einen relativ geschlossenen Kreis, für den der geschützte, nicht-öffentliche Raum für offene Diskussionen, Übungen und kreative Methoden notwendig ist. Vor diesem Hintergrund werden Livestream oder Twitterwall nicht in Frage kommen. (Allerdings gibt es Experimente mit „Workshop-Twitterwalls“, die nur für die Teilnehmenden selber gedacht sind.)<br />
Zur DOKUMENTATION UND VERÖFFENTLICHUNG von Ergebnissen gibt es im Workshop weniger „druckreife“ Produkte, die die Öffentlichkeit interessieren könnten. Insofern ist auch dieser Aufgabenbereich von niedriger Bedeutung. Anders verhält es sich mit der Dokumentation für die Teilnehmenden selber. Hier können zum Beispiel in einem Blog Arbeitsaufträge, Materialien, weiterführende Hinweise etc. gesammelt werden – sowohl für die Seminararbeit selber als auch als Dokumentation nach Seminarende.<br />
Der Aufgabenbereich KOORDINATION, ORGANISATION UND ZUSAMMENARBEIT hat dafür eine deutlich größere Bedeutung für Workshops. Hilfreiche Werkzeuge wie eine Mixxt-Community, Wikis, Etherpads und Social Bookmarks wurden bereits erwähnt. Darüber hinaus gibt es diverse hilfreiche Dienste für die Zusammenarbeit von kleinen Gruppen wie zum Beispiel Doodle (zur Abstimmung von Terminen oder anderen Alternativen) oder Dropbox (zur gemeinsamen Nutzung von Dateien).<br />
Im Gegensatz zum Veranstaltungstyp Konferenz haben Aufgaben aus dem Bereich INHALTE ENTWICKELN, PROJEKTARBEIT einen großen Stellenwert für den Workshop. Das Web 2.0 bietet ungezählte Dienste, mit denen Teilnehmende auf verschiedenste Weise eigene Ideen kreativ medial umsetzen können. Dazu gehören Visualisierungen mit Mindmaps z.B. mit MindMeister, multimediale Zeitleisten z.B. mit dipity, Storytelling z.B. mit storify oder animoto. Und selbstverständlich stehen auch sämtliche Dienste zur Verfügung, die wir schon als Werkzeuge für Referenten genannt haben. Auch Teilnehmende können Slideshare, Flickr, Podcasts, YouTube nutzen, um eigene Ergebnisse zu veröffentlichen. Sie können sogar einen eigenen Livestream produzieren, wenn es sinnvoll erscheint. Die Unterscheidung zwischen diesen kreativen Aktivitäten und den oben genannten Aufgaben im Kontext der Dokumentation ist der Fokus auf die Gestaltung von eigenen Produkten. Die Veröffentlichung und Verbreitung dieser Inhalte ist dabei nicht immer das wichtigste Ziel.<br />
Der schon erwähnte Blog steht auch für diesen Veranstaltungstyp meist im Mittelpunkt, wenn man einen Workshop Web-2.0-unterstützt anbietet.</p>
<h4>Last but not least</h4>
<p>Wie einleitend erwähnt kann die skizzierte Aufstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Es seien aber noch zwei weitere Punkte erwähnt, die sich nicht in die skizzierte Systematik einordnen lassen. Zum einen ist die Aktivität des Geocachings, die sich nach den Kriterien „Plattform“ und „Konversationen“ auch als Web 2.0 einordnen lässt, sehr gut für die politische Bildung einzusetzen, insbesondere für Workshops, aber auch für Tagungen und Kongresse.<br />
Zum anderen lässt sich auch für den Aufgabenbereich EVALUATION Web 2.0 nutzen. Dies kann mit gemeinsam erarbeiteten Befragungen geschehen, oder auch mit dem vielleicht ältesten Web 2.0-Dienst: einem Diskussionsforum.</p>
<h3>III. Exemplarische Anwendungsbeispiele</h3>
<p>In diesem Abschnitt werden Anwendungsbeispiele skizziert, die exemplarisch veranschaulichen, wie Web 2.0-Werkzeuge Bildungsformate erweitern können. Dabei werden die typischen Formate der Bildungsarbeit als Ausgangsbasis berücksichtigt (Tagungen, Seminare, projektorientierte Bildungsarbeit, Dialogformate / Diskussionen).<br />
Die Beispiele umfassen jeweils eine skizzenhafte Konzeption mit besonderem Hinblick auf Methodik, Zielsetzungen und Zielgruppen.</p>
<h4>Beispiel 1: Tagung (Begleitung und Dokumentation)</h4>
<p>Vorbild für dieses Beispiel sind große Tagungen wie z.B. das Global Media Forum der Deutschen Welle. Hier geht es darum, ein Onlineangebot zur Präsenzveranstaltung anzubieten, das die Tagung in der Vorbereitung und Durchführung, vor allem aber in der Nachbereitung begleitet.</p>
<p><strong>Grobkonzeption / Methodik</strong><br />
Die Tagung wird „konventionell“ durchgeführt. Web 2.0 kommt nur ergänzend zum Einsatz, indem verschiedene Dienste als Zusatz auf der Website zur Tagung eingebunden werden. Dazu gehört in der Vorbereitung, dass Neuigkeiten schon länger im Vorfeld schrittweise mittels Blog veröffentlicht werden, zum Beispiel die Zusagen einzelner Referenten zusammen mit Verweise auf Aktivitäten und Veröffentlichungen dieser Referenten. Der Blog hat auch eine Kommentarfunktion, so dass Rückmeldungen von (potentiellen) Teilnehmenden schon im Vorfeld niedrigschwellig an den Veranstalter herangetragen werden können. Während der Tagung werden „größere“ Programmpunkte wie zum Beispiel die Keynote im Livestream übertragen.<br />
Die größte Bedeutung hat in diesem Beispiel die Nachbereitung: Präsentationsfolien stehen über Slideshare oder Scribd in den Blog eingebunden zum Nachlesen bereit; die Videos aus dem Livestream können nachträglich angeschaut werden; kurze Interviews mit den Referenten können als Podcast-Dateien heruntergeladen werden; Photos der Veranstaltung stehen auf Flickr bereit. Auch hier sind alle Angebote mit einer Kommentarfunktion versehen.<br />
Um Feedback einzuholen, ist ein Forum geöffnet worden, in dem Teilnehmende (auch anonym) noch bis zu zwei Wochen nach der Tagung Rückmeldung geben können, was ihnen gut gefallen hat und inwiefern sie Verbesserungsvorschläge haben.</p>
<p><strong>Zielgruppe und Zielsetzung</strong><br />
In diesem Fall ist der Web 2.0 Einsatz relativ unabhängig von der Zielgruppe. Die unverbindliche, eher zusätzliche Einbindung ist ein Zusatzangebot, mit dem Interessenten ihre Beschäftigung mit dem Tagungsthema vertiefen können. Besonders hilfreich sind aufgezeichnete Vorträge, wenn diese in parallelen Sitzungen stattgefunden haben. Die Aktivität geht vom Veranstalter aus. Die Teilnehmenden können vorhandene Angebote kommentieren, aber darauf begrenzt sich die Partizipation.</p>
<p><strong>Erfahrungen</strong><br />
Viele größere Tagungen werden inzwischen auf derartige Weise begleitet. Der Mehraufwand ist dabei durchaus nennenswert. Es ist aller Erfahrung nach nicht so, dass „einfach nur“ ohnehin vorhandene Inhalte bereitgestellt werden müssen oder diese Arbeiten „nebenbei“ gemacht werden können. Neben dem technischen und organisatorischen fällt meist auch ein deutlicher redaktioneller Aufwand an, wenn Inhalte online dokumentiert werden. Dem gegenüber steht ein Informationsangebot, das nicht nur den Tagungsteilnehmern, sondern viele weiteren interessierten Menschen auch mittelfristig noch zur Verfügung steht.</p>
<h4>Beispiel 2: Seminar (Recherche, Produktion und Dokumentation im Blog)</h4>
<p>In diesem Beispiel soll ein Seminar skizziert werden, das stark auf die Eigenaktivität der Teilnehmenden setzt. Vorbild ist ein 5tägiger Bildungsurlaub mit einer Gruppe von 10 bis 25 Teilnehmenden. Als Inhalt wäre ein Thema aus dem Bereich Internet typisch, aber es kann durchaus jedes andere Thema sein, z.B. Erinnerungsarbeit, Umwel- oder Genderfragen.</p>
<p><strong>Grobkonzeption / Methodik</strong><br />
Die Seminararbeit findet im Wechsel in zwei Arbeitsformen statt: Zum einen gibt es das Plenum mit allen Teilnehmenden, in dem Input oder Diskussionen stattfinden. Zum anderen gibt es Kleingruppen- / Partnerarbeit mit Unterstützung von Computern und Internet. Zentrum der Arbeit ist ein Weblog, in dem nicht nur 1. Materialien von der Seminarleitung vorausgewählt und bereitgestellt wurden, z.B. als Ressourcensammlung mit einführenden Materialien und weiterführenden Internetadressen, sondern auch 2. Arbeitshinweise für die verschiedenen Arbeitsphasen enthalten sind und 3. die Teilnehmenden selbst produzierte Ergebnisse in Text- oder anderer Form dokumentieren.<br />
Die Arbeitsphasen am Computer umfassen also 1. Recherche nach Informationen, z.B. nach verschiedenen Interessen und Positionen zum Thema; 2. Anleitungen, wie recherchierte Inhalte und die Auseinandersetzung damit im Seminar bearbeitet werden, z.B. als Rollenspiel oder als multimediale Zeitleiste;  3. die Ergebnisse, die Teilnehmende als Blogtexte oder Multimedia-Elemente erstellt haben.</p>
<p><strong>Zielgruppe und Zielsetzung</strong><br />
Dieses Veranstaltungsformat ist vor allem geeignet, wenn zum Thema authentische (nicht didaktisierte) Informationen recherchiert werden können. Da die Teilnehmenden viel am Rechner arbeiten, sind dafür a. eine grundsätzliche Bereitschaft und b. entsprechende Vorkenntnisse, sowohl in technischer Hinsicht als auch im Umgang mit Informationen, wichtig. Je nach Vorkenntnissen kann der Aufwand für das Erlernen des Umgangs mit dem Blog oder anderen Werkzeugen einen mehr oder weniger großen Stellenwert einnehmen. Aller Erfahrung nach spielt dabei nicht eine entscheidende Rolle, ob die Teilnehmenden jugendlich oder erwachsen sind. Zwar lässt sich das Vorurteil bestätigen, dass eher jüngere Menschen eher vertrauter mit der Technik sind. Allerdings ist die Spannbreite an Vorkenntnissen auch innerhalb einer „jungen Gruppe“ so hoch, dass auf jeden Fall mit heterogen Vorkenntnissen gerechnet werden muss.<br />
Neben der Aktivierung der Teilnehmenden und der Auseinandersetzung mit authentischem Material ermöglicht die Arbeit auch, dass Teilnehmende innerhalb des Seminars unterschiedliche, eigene Schwerpunkte setzen können.<br />
Neben der inhaltlichen Zielsetzung werden im Seminar auch Medienkompetenzen im Umgang mit dem Internet weiter entwickelt, als technische und auch als Recherchekompetenz.</p>
<p><strong>Erfahrungen</strong><br />
Sehr empfehlenswert ist es, die Arbeit mit dem Internet nicht als Einzelarbeit zu organisieren, sondern immer zwei (oder mehr) Teilnehmende zusammen arbeiten zu lassen. Auf dieser Weise findet während der Arbeit eine aktivere Auseinandersetzung mit den Inhalten und den technischen Hilfsmitteln statt. Bei technisch unterschiedlichen Vorkenntnissen ist es hilfreich, wenn während der Phasen am Computer ein „Support“ bereitsteht, also Seminarleitungen / Teamer bei Fragen zur Seite stehen.<br />
Der regelmäßige Wechsel zwischen Phasen am Rechner und im Plenum sichert die Reflektion der eigenen Arbeit und der Inhalte.<br />
Teilnehmende sind bei dieser Arbeitsweise häufig positiv überrascht, dass sie mit Inhalten „im echten Leben“ und nicht „im Lehrbuch“ arbeiten. Auch wird häufig hervorgehoben, wie viel man „nebenbei gelernt“ habe, indem man aktiv und kreativ mit dem Web 2.0 gearbeitet hat.<br />
Die hohe Eigenaktivität ist allerdings bisweilen auch sehr anspruchsvoll. Gerade wenn Teilnehmende eher die Erwartung haben, mit klaren Strukturen und eher im frontalen Stil zu lernen, wird die Arbeit oft als „anstrengend“ wahrgenommen. Auch die inhaltlichen Uneindeutigkeit, die bei vielen Sachfragen bei eigenen Recherchen zum Vorschein kommen, wird oft nicht als Abbildung einer pluralistischen Gesellschaft, sondern als Manko wahrgenommen. Schließlich muss auch erwähnt werden, dass die Kompetenz zur eigenständigen Recherche nicht immer als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden kann.</p>
<h4>Beispiel 3: Workshop / Projektarbeit (Flashmob)</h4>
<p>Als Beispiel für eine projektorientierte Bildungsarbeit mit hohem Einsatz von Web 2.0 kann die von der IG BCE 2010 durchgeführte „Aktionswerkstatt“ gelten, die sich vor allem an Multiplikatoren in der gewerkschaftlichen Arbeit richtete und in der neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit für eigene Anliegen erprobt wurden.</p>
<p><strong>Grobkonzeption / Methodik</strong><br />
Die ca. 40köpfige Gesamtgruppe teilte sich nach einem einführenden Plenum in vier Untergruppen auf, die jeweils einen Aspekt eines im letzten Seminardrittel durchgeführten Projektes vorbereiteten. Beim Projekt handelte es sich um einen Flashmob in einem Einkaufszentrum, durch das Öffentlichkeit vor Ort und via Medien auf die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern aufmerksam gemacht werden sollten. Die vier Gruppen:</p>
<ul>
<li>Eine Gruppe „Theater“ entwarf und erprobte eine Dramaturgie für den Ablauf vor Ort.</li>
<li>Eine Gruppe „Vernetzung und Aktivierung“ versuchte, über Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter die Veranstaltung schon vorab bekannt zu machen und Außenstehende für die Teilnahme am Flashmob zu gewinnen. Als zentrale Plattform des Projektes setze sie außerdem ein öffentliches Blog auf.</li>
<li>Eine Gruppe „Information und Medien“ entwarf einen Handzettel mit Informationen zum Projekt und zur Leiharbeit, der die zentralen inhaltlichen Botschaften zusammenfasste. Darüber hinaus versuchte diese Gruppe, Journalisten für eine Berichterstattung vom Flashmob zu gewinnen.</li>
<li>Eine Gruppe „Video“ erlernte die Grundlagen der Arbeit mit Videokameras, Livestream, Videoschnitt und Online-Veröffentlichung. Die Gruppe filmte, livestreamte und dokumentierte die Aktion als Video.</li>
</ul>
<p>Nach der durchgeführten Aktion wurde zunächst in den Gruppen nachbereitet und anschließend im Plenum reflektiert.</p>
<p><strong>Zielgruppe und Zielsetzung</strong><br />
Die benutzten Web 2.0 Dienste waren hier sowohl Thema als auch Werkzeuge der Arbeit. Vor diesem Hintergrund war die Zielgruppe dem Web 2.0 ihm gegenüber sehr offen. In dieser „authentischen“ Arbeitsform wird deutlich, dass Werkzeuge nicht Selbstzweck sind, sondern zur Erreichung bestimmter Ziele ausgewählt und eingesetzt werden können.</p>
<p><strong>Erfahrungen</strong><br />
Das Projekt konnte zeigen, dass auch ein komplexes Vorhabem im begrenztem Rahmen (Wochenendseminar) durchgeführt werden kann, dass es aber eine gute Strukturierung durch die Dozenten braucht und dass die Ansprüche eher an einem „rough and dirty“-Verfahren als an einem perfekten Ergebnis orientiert werden müssen.<br />
Unsicherheit dürfte in diesem Fall bestehen, wie man in der Zukunft die tradionelle Grenzziehung zwischen politischer Bildung und politischem Aktivismus handhaben wird.</p>
<h4>Beispiel 4: Podiumsdiskussion (Livestream und Twitterwall)</h4>
<p>Dieses Beispiel soll stellvertretend für traditionelle Abendveranstaltungen stehen, die i.d.R. auf 90 bis 120 Minuten angelegt sind und einen Vortragenden oder mehrere Diskutanten ins Zentrum stellen. Im Folgenden ist von einem Referenten die Rede, aber alle Überlegungen lassen sich genau so auf mehrere Referenten / Diskutanten auf einem Podium anwenden.</p>
<p><strong>Grobkonzeption / Methodik</strong><br />
Der klassische Vortrag: Ein Referent trägt vor, mit oder ohne Beamer-Unterstützung. Nach 50 Minuten wird das Publikum von einem Moderator eingeladen, Fragen und Kommentare einzubringen, auf die der Referent jeweils mehr oder weniger ausführlich antwortet. Nach 90 Minuten ist die Veranstaltung beendet. Vereinzelt ist es in der Diskussionsphase auch möglich, dass sich Teilnehmende in ihren Beiträge auf die Beiträge von anderen Teilnehmenden beziehen.<br />
Im vorliegenden Fall wird das Veranstaltungsformat ergänzt: Die Bühne / der Referent wird per Video als Livestream via Internet gesendet. Außerdem gibt es eine Twitterwall: An die seitliche Wand des Raums werden alle Tweets gebeamt, die zur Veranstaltung getwittert werden.<br />
Dadurch entsteht nicht nur eine größere Reichweite mit Rückkanal. Zusätzlich gibt es auch eine Ebene, auf der die Teilnehmenden sich untereinander austauschen können bzw. be-obachten können, was andere zum Vortrag denken.<br />
In der Fragen-und-Antwort-Phase kann der Referent auch auf Beiträge der Twitterwall eingehen. Als Variation kann der Referent die Twitterwall auch ignorieren und der Moderator oder ein gesonderter „Twitter-Korrespondent“ wählt Beiträge aus, die er in die Diskussion vor Ort einbringt.</p>
<p><strong>Zielgruppe und Zielsetzung</strong><br />
Das grundsätzliche Format ändert sich in diesem Fall durch den Web 2.0 Einsatz nicht. Dadurch können Teilnehmende vor Ort die Veranstaltung auch „auf tradionelle Art und Weise“ wahrnehmen, wenn sie das bevorzugen. In diesem Sinne wird die Zielgruppe nur erweitert durch Menschen, die nicht vor Ort dabei sein können oder wollen. Außerdem wird das erweiterte Publikum ermuntert, eigene Erfahrungen, Meinungen und Fragen in den virtuellen Raum einzubringen, wo dann häufig Diskussionen untereinander entstehen, die nicht an den Referenten gebunden sind.<br />
Nicht zu vernachlässigen ist auch eine unbestimmte Zielgruppe, die das Video als Aufzeichnung noch Tage, Monate oder gar Jahre nach der Veranstaltung finden kann<sup class='footnote'><a href='#fn-6939-5' id='fnref-6939-5' onclick='return fdfootnote_show(6939)'>5</a></sup>.</p>
<p><strong>Erfahrungen</strong><br />
Zu diesem Format sind schon einige Erfahrungen vorhanden. So wird eine Twitterwall zum Beispiel häufig nicht via Twitter, sondern über einen Chat organisiert. Ein weiteres, inzwischen häufig übliches Verfahren ist es, dass die Twitterwall / der Chat zwar die gesamte Zeitdauer über virtuell stattfindet, dass die Projektektion in den Vortragsraum aber erst zur Frage-und-Antwort-Phase eingeschaltet wird.<br />
Für die Durchführung vor Ort empfiehlt es sich auch, gleich zu Beginn auf Livestream und Aufzeichnung hinzuweisen. Es ist möglich, dass diese Tatsache Teilnehmende vor Ort zusätzlich motiviert oder abschreckt, Fragen zu stellen. Dafür hilft es, wenn deutlich gemacht wird, dass fragende Teilnehmende nicht im Bild übertragen werden.<br />
Eine weitere, häufig beobachtete Erfahrung: Der Rückkanal für Fragen aus dem Internet wird gut angeommen. Wichtiger für die Online-Teilnehmenden ist aber, dass der Austausch untereinander stattfinden kann, während vor Ort ja in der Regel nur das vergleichsweise triviale, sternförmige Kommunikationsmuster „Teilnehmer fragt und kommentiert, Experte antwortet“ vorherrscht.<br />
Noch offen ist die Frage, wie stark Teilnehmende vor Ort wegbleiben, wenn sie wissen, dass eine Veranstaltung auch online, live oder als Aufzeichnung, zu sehen ist.<br />
Auch zu beachten ist, dass viele Referenten ihre Folien mit urheberrechtlich problematischem Material versehen, was bei der Dokumentation online eine neue Dimension erhält.</p>
<h4>Beispiel 5: Barcamp (Koordination, Dokumentation)</h4>
<p>Dieses Beispiel beschreibt das „EduCamp“, das im März 2011 in Bremen stattgefunden hat. Auch wenn es sich hier nicht primär um politische Bildung handelte, lässt sich das Fallbeispiel doch ohne Einschränkung übertragen.<br />
Im vorliegenden Fall waren die Teilnehmenden selber hochaktiv in Sachen Web 2.0, sowohl in der Vorbereitung und Nachbereitung als auch während der Durchführung selber.</p>
<p><strong>Grobkonzeption / Methodik</strong><br />
Bei einem Barcamp handelt es sich um ein Tagungsformat, bei dem vom Veranstalter nur der Rahmen definiert wird: Zeit, Ort und Thema. Die konkreten Inhalte werden von den Teilnehmenden selber zu Beginn der Veranstaltung  festgelegt. Dazu stellt alle Teilnehmenden, die es wollen, Inhalte vor, die sie in jeweils i.d.R. 45-60minütigen „Sessions“ vortragen, diskutieren oder gemeinsam entwickeln wollen. Üblich ist es, diese parallel stattfindenden Sessions zu Beginn und Ende der Veranstaltung von gemeinsamen, plenaren Einheiten einzurahmen.<br />
In Deutschland werden solche Barcamps fast immer durch die Community-Plattform Mixxt begleitet. Hier melden sich Interessenten an und verfassen ein kleines Profil über sich. Neben der Vernetzung untereinander und der Veröffentlichung von News und Mailings durch den Veranstalter dient die Plattform auch der Vorbereitung und Dokumentation der Inhalte. So können Sessions vorab in einem Forum vorgestellt und diskutiert werden. Das Thema kann somit bereits vorab durch Rückmeldungen der (potentiellen) Teilnehmenden genauer differenziert werden; zwischen ähnlichen Themen können Abgrenzungen untereinander (oder Fusionen) vereinbart werden; Inhalte können sich auch „gewünscht“ werden, ohne dass die wünschende Person selber das Thema anbietet.<br />
Für die Dokumentation wurde z.B. beim EduCamp Bremen ein koordiniertes, dezentrales Verfahren eingesetzt: In einem (mixxt-internen) Wiki wurden Platzhalter für alle Sessions angelegt. Nach Festlegung des Sessionsplans zu Beginn der Veranstaltung waren alle Anbieter einer Session aufgefordert, den Platzhalter der jeweiligen Session mit einem Titel und ggf. weiterführenden Hinweisen zu ersetzen. Die Dokumentation selber erfolgte dann meist zweigeteilt: Während der Session wurde von einem oder mehreren Teilnehmenden live ein Protokoll via Etherpad erstellt. Zusätzlich gab es mit kleinen Digitalkameras / Handys ausgestattete Videoreporter, die nach jeder Session den jeweiligen Anbieter um eine 2minütiges zusammenfassendes Statement baten. Die Dokumentation wurde noch erweitert durch zahlreiche themenübergreifende oder vertiefende Beiträge einzelner Teilnehmender im Anschluss an die Veranstaltung. Diese wurden dezentral meist in Blogs der Teilnehmenden verfasst. Über eine Wiki-Seite wurde eine Übersicht über diese Beiträge gesammelt.<br />
Zusätzlich ermöglichten Video-Livestreams, Twitterwalls und Skype-Konferenzen die Einbindung externer Teilnehmenden.</p>
<p><strong>Zielgruppe und Zielsetzung</strong><br />
Der exzessive Einsatz von Web 2.0 für diese Veranstaltung war nur mit einer hoch engagierten, interessierten und offenen Teilnehmerschaft möglich, die darüber hinaus i.d.R. über fortgeschrittene Kompetenzen und eigene mobile Endgeräte verfügte. Die Zielsetzungen einer konsequenten Teilnehmerorientierung und einer ausführlichen Dokumentation konnten in diesem Fall ohne Einschränkungen umgesetzt werden. Wichtig ist auch, dass die Teilnehmenden in diesem Fall zwar relativ technikaffin waren, dass es aber nicht die „üblichen Verdächtigen“ waren, verstanden als diejenigen Zielgruppen, die sich ohnehin vor allem mit Technik beschäftigen. (Die Teilnehmenden waren überwiegend PädagogInnen.)</p>
<p><strong>Erfahrungen</strong><br />
Das Educamp Bremen hat gezeigt, dass ein hochgradig an Teilnehmerorientierung und Partizipation orientiertes Format möglich und mit Web 2.0 Unterstützung erfolgreich umgesetzt werden kann. Gleichzeitig wurde in Bremen deutlich, wie wichtig die Rahmensetzung (Gerüst und Konventionen für die Dokumentation, gute Auswahl und Vorbereitung von Ort und Infrastruktur) ist. Aus den Rückmeldungen von Teilnehmenden, die zum ersten Mal an einer solchen Veranstaltung wurde aber auch deutlich, dass eine „Umgewöhnung“  an die neuen Rahmenbedingungen notwendig ist, hier war vor allem die weitgehende (mediale) Öffentlichkeit der Veranstaltung gemeint.</p>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nd/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-nd-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Sie dürfen den Text weitergeben und veröffentlichen, solange sie ihn nicht verändern und den Autor in der Form „Jöran Muuß-Merholz, www.joeran.de“ nennen. Details finden Sie unter <a title="Informationen bei creativecommons.org" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/">http://creativecommons.org/licenses/by-nd/3.0/de/</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr />
<div class='footnotes' id='footnotes-6939'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-6939-1'> Im Englischen bzw. Lateinischen wird diese Gemeinsamkeit sprachlich noch deutlicher: to participate vereint die Bedeutungen von teilnehmen, dabei sein und von mitwirken, sich beteiligen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-6939-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-6939-2'> Die Videoproduzentin Blanche Fabri hat dafür den Begriff „Guerillastream“ vorgeschlagen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-6939-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-6939-3'>Im deutschsprachigen Bereich hat sich in den letzten Jahren ein buntes Angebot von Barcamps entwickelt, sogenannte „Unkonferenzen“, bei denen alle Teilnehmenden aufgefordert sind, auch eigene Beiträge zu gestalten. Die allermeisten dieser Veranstaltungen werden mit einem schmalen Organisationsaufwand auf Seiten des Veranstalters auf die Beine gestellt. Die Teilnehmenden organisieren sich über Mixxt-Communities und liefern beeindruckende Beispiele für eine dezentrale, nicht institutionalisierte Organisationsform. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-6939-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-6939-4'> Als Faustregel kann gelten: Ein Livestream erreicht eine Zuschauerzahl in der Größenordnung wie die Präsenzveranstaltung vor Ort. Hinzu kommen noch die Zuschauer, die sich Tage, Wochen oder Jahre später die Aufzeichnung anschauen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-6939-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-6939-5'> Ein Beispiel aus bpb-eigener Erfahrung: Ein Vortrag von Prof. Beat Doebeli wurde im Februar 2010 in Hattingen von ca. 50 Teilnehmenden vor Ort gesehen. Im Livestream waren ca. 50-100 Teilnehmende dabei. Die Aufzeichnung haben bis heute, 16 Monate danach, 1.500 Menschen gestartet (was nicht heißen muss: dass alle es bis zu Ende geschaut haben). <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-6939-5'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
<div class="shr-publisher-6939"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Partizipation im und mit dem Social Web – Herausforderungen für die politische Bildung</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 09:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Expertise]]></category>
		<category><![CDATA[JFF]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir dokumentieren eine Expertise für die Bundeszentrale für politische Bildung, erstellt von Ulrike Wagner, Peter Gerlicher und Niels Brüggen vom  JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München im Oktober 2011. Die Expertise ist in voller Länge (45 Seiten) und als Kurzfassung (5 Seiten) als pdf-Datei verfügbar und im folgenden als Kurzfassung dokumentiert. Ziel und Auftrag der&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://pb21.de/files/2012/01/internet.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5686" src="http://pb21.de/files/2012/01/internet-200x200.jpg" alt="Foto unter CC-by-nc-Lizenz by Mike Lee, mikeleeorg, http://www.flickr.com/photos/35237099579@N01/1474215318" width="200" height="200" /></a>Wir dokumentieren eine Expertise für die Bundeszentrale für politische Bildung, erstellt von Ulrike Wagner, Peter Gerlicher und Niels Brüggen vom  JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München im Oktober 2011. Die Expertise ist <a href="http://pb21.de/files/2012/01/bpb-Expertise_Partizipation_im_Social_Web.pdf">in voller Länge (45 Seiten)</a> und <a href="http://pb21.de/files/2012/01/bpb-Expertise_Partizipation_im_Social_Web_Kurzfassung.pdf">als Kurzfassung (5 Seiten)</a> als pdf-Datei verfügbar und im folgenden als Kurzfassung dokumentiert.<span id="more-5635"></span></p>
<hr />
<h3>Ziel und Auftrag der Expertise</h3>
<p>Die Expertise verfolgt das Ziel, mit Blick auf die neueren Medienentwicklungen im Social Web die Potenziale für Partizipation im Rahmen des Online-Medienhandelns von Kindern und Jugendlichen zu eruieren.</p>
<p>Ihre Basis ist eine Definition von Partizipation, die soziale, kulturelle und politische Sphären umfasst und nicht auf die Unterscheidung zwischen Inklusion oder Exklusion an bzw. von Gesellschaft reduziert werden kann. Vielmehr wird Partizipation konzipiert als „politische Beteiligung möglichst vieler über möglichst vieles, und zwar im Sinne von Teilnehmen, Teilhaben, Seinen-Teil-Geben und innerer Anteilnahme am Schicksal eines Gemeinwesens“.<sup>1</sup> Ernstgemeinte Partizipation sichert Bürgerinnen und Bürgern ihren Status als Subjekte mit eigener Entscheidungsgewalt und wird nicht gewährt, sondern sie ist ein fundamentales Recht aller Mitglieder der Gesellschaft in allen sie be­treffenden gesellschaftlichen Bereichen.<sup>2</sup></p>
<p>Den normativen Rahmen der Expertise bildet die Annahme, dass politische Bildungsarbeit diese Subjektwerdung der Individuen befördert. Für die Jugendarbeit konkretisiert meint dies das Ziel, dass Kinder und Jugendliche „sich als Subjekte (Selbstbestimmung) politischen Handelns (gesellschaftliche Mitverantwortung) erfahren, ihre (politischen) Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten erweitern und sich Kompetenzen politisch-demokratischen Handelns und Mitentscheidens aneignen“.<sup>3</sup> Mit dem Begriff der gesellschaftlichen Mitverantwortung<sup>4</sup> ist zu­dem ein weiter Politikbegriff grundgelegt, der offen für die Themen der Lebenswelt und somit für einen sozialraumorientierten Ansatz ist und gleichzeitig das Subjekt und seine Ressourcen in den Mittelpunkt rückt.</p>
<p>Mit dieser Grundkonzeption von Partizipation im und mit dem Social Web kann das demokratische Poten­zial im Medienhandeln untersucht werden. Insbesondere mit Blick auf die neueren Medien­entwick­lungen im Social Web stellen sich daran anschließend Fragen in Bezug auf die Verwirklichung von Mitsprache, Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung der Beteiligten, insbesondere mit Blick auf Jugendliche und junge Erwachsene als Zielgruppe politischer Bildung:</p>
<p>Welche medialen Werkzeuge, Kommunikationskanäle und -angebote sind geeignet, um Partizipation im oben genannten Sinne zu verwirklichen?</p>
<p>Welche (medialen) Räume können von den Beteiligten in welcher Form gestaltet werden? Welche Anforderungen ergeben sich daraus für die politische Bildungsarbeit im und mit dem Social Web?</p>
<p>Zentrale Grundbedingungen sowie Thesen und Kriterien für die politische Bildungsarbeit im und mit dem Social Web sind in dieser Kurzfassung gebündelt:</p>
<h3>I Grundbedingungen für die politische Bildungsarbeit</h3>
<p>Partizipation im und mit dem Social Web wird im Verständnis dieser Expertise folgendermaßen ge­fasst und impliziert damit bestimmte Grundbedingungen für pädagogisches Handeln:</p>
<p>1. Partizipation</p>
<ul>
<li>sichert den Subjektstatus der Einzelnen und ihrer Entscheidungsmacht</li>
<li>hat ihre Grundlage in der alltäglichen Lebensführung, in welcher Teilhabeinteresse und Teilhabefähigkeiten entwickelt werden</li>
<li>ist verankert in der Lebenswelt der Subjekte, in der sowohl Potenziale als auch Beschränkungen liegen können</li>
<li>nimmt Bezug auf persönliche, soziale und kulturelle Voraussetzungen und Ressourcen der Beteiligten (z.B. Entwicklungsstand und Verstehensfähigkeiten)</li>
<li>entfaltet ‚Wirkung‘ im Sinne von Einflussnahme auf und Gestaltung von Entscheidungsprozessen</li>
<li>ist zu differenzieren in unterschiedliche Formen der Online-Beteiligung, deren Spektrum von Mitwirkung über Mitbestimmung bis hin zur Selbstbestimmung reicht</li>
</ul>
<p>2. Die Qualität von Partizipation ist über die Möglichkeiten und Grenzen zu bestimmen, die sich in den Angebotsformen differenzieren lassen, und zwar in Bezug auf</p>
<ul>
<li>Zugangsmöglichkeiten</li>
<li>Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Kommunikationskanäle)</li>
<li>Reichweite der Entscheidungen</li>
<li>Transparenz</li>
<li>notwendige Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Social Web-Angeboten</li>
</ul>
<p>Entlang dieser Aspekte sind Partizipationsangebote im Social Web einzuschätzen. Mit der Expertise liegt nun eine exemplarische Analyse unterschiedlicher Partizipationsangebote vor.</p>
<h3>II Thesen und Kriterien für die politische Bildungsarbeit im und mit dem Social Web</h3>
<p>Partizipationsprojekte im und mit dem Social Web müssen sich der Frage stellen, wie die Prinzipien der Orientierung am Subjekt und seinen Ressourcen im Rahmen handlungsorientierten Lernens umge­setzt werden können. Dabei werden unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen Heraus­forderungen offenkundig, die in Form von fünf Thesen zusammengefasst werden:</p>
<ol>
<li>Politische Bildung im Social Web muss Individualisierungstendenzen im Medienhandeln aufgrei­fen und hinterfragen.</li>
<li>Die kommerziellen Entwicklungen im Social Web müssen von der politischen Bildung als Thema aufgegriffen werden und zugleich muss politische Bildungsarbeit nicht-kommerzielle Alternativen bereithalten.</li>
<li>Transparenz durch den Einsatz digitaler Dienste ist zum einen Voraussetzung für die Realisierung von Partizipation, birgt zum anderen aber auch die Gefahr der Kontrolle über die Beteiligten. Dieses Spannungsfeld muss von politischer Bildung berücksichtigt und für ihre Ziel­gruppen er­fahrbar gemacht werden.</li>
<li>Prozesse der Entgrenzung von öffentlichen und privaten Sphären müssen Gegenstand politischer Bildungsarbeit werden.</li>
<li>Projekte der politischen Bildungsarbeit müssen sich am normativen Ziel, den Beteiligten mög­lichst viel Selbstbestimmung zu ermöglichen, messen lassen.</li>
</ol>
<p>Pädagogische Partizipationsprojekte, deren Leitlinien handlungsorientiertes Lernen und Ressourcenorientierung bilden und die sozialräumliche Aneignungsprozesse von Heranwachsenden berück­sichtigen, ermöglichen es, Heranwachsende in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen zu begleiten, um gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Bei der politischen Arbeit im Social Web haben diese Leitlinien weiterhin Gültigkeit. Geschärft werden müssen aber die Kriterien, an denen Projekte der politischen Bildungsarbeit zu messen sind, die sich dieser medialen Werk­zeuge bedienen. Im Sinne der Verwobenheit von On- und Offline-Inter­aktionen in den Sozial­räumen werden die Projekte im Folgenden als ‚Partizipationsprojekte‘ bezeich­net.</p>
<h3>1. Partizipationsprojekte brauchen ein klares Profil.</h3>
<p>Zentral ist für die Bestimmung der Projektziele zunächst eine Verortung im Spektrum an Partizipationsformen Mitwirkung, Mitbestimmung und Selbstbestimmung. Dabei muss auch geklärt werden, ob und in welcher Form auf Social Web-Angebote eingegangen wird und ob und wie sie im Rahmen des Projekts eingesetzt werden („linking to communities for action“ oder „building communities for action“).</p>
<p>Der Charakter der eingebundenen medialen Strukturen muss von Anfang an geschärft wer­den, um Klarheit darüber zu haben, in welcher Art und Weise Partizipationsräume geschaffen wer­den. Dabei gilt es folgende Fragen zu klären:</p>
<ul>
<li>Dienen Medien als Präsentationsfläche für bestimmte Aktionen?</li>
<li>Sind sie Werkräume für die Arbeit mit Heranwachsenden, in denen eine diskursive Auseinandersetzung und/oder die Produktion eigener Werke stattfindet?</li>
<li>Soll die Vernetzung zwischen den Nutzenden im Vordergrund stehen, also der Interaktion zwischen den Beteiligten Raum gegeben werden?</li>
</ul>
<h3>2. Partizipationsprojekte müssen sich an den Aneignungs- und Handlungsweisen der Einzelnen in ihren Sozialräumen orientieren.</h3>
<p>Das Wissen über die Aneignungs- und Handlungsweisen der Einzelnen in ihren Sozialräumen ist (weiterhin) Voraussetzung, um Projekte der politischen Bildungsarbeit zu konzipieren und umzusetzen. Für Partizipationsprojekte bedeutet dies, sich differenziert mit den anzusprechenden Zielgruppen und ihrem Medienhandeln zu beschäftigen.</p>
<p>Medienhandeln erweist sich als sozial strukturiert und ist eng mit kulturellen Milieus und ihren spezifischen Ausdrucksformen, wie z.B. in bestimmten jugend­kulturellen Szenen, verbunden. Umso wichtiger ist eine fundierte Auseinander­setzung mit der anvi­sierten Zielgruppe und ihren Themen und Interessen sowie den damit verbundenen Motivlagen, den medialen und nicht medialen Interaktions- und Kommunikationsformen in ihren Sozialräumen, vor allem im Peer-to-Peer-Kontakt, den von ihnen gewählten produktiven Ausdrucksweisen (z.B. Videos oder Fotos) sowie ihren ästhetischen Ansprüchen an die mediale Aufbereitung und Gestaltung von Themen.</p>
<p>Die Verwobenheit von On- und Offline-Interaktionen bedeutet, dass Sozialräume zunehmend über Social Web-Angebote, insbesondere Soziale Netzwerkdienste, von den Heranwachsenden struktu­riert werden. Ihre Handlungspraktiken im Alltag sind es, die zunächst den Maßstab für den Einstieg in politische Bildungsarbeit setzen, um sie in der medialen Artikulation ihrer Interessen und Belange zu unterstützen und zu begleiten. Dabei ist insbesondere das Zusammenspiel verschiedener Artikulationsformen (über Text, Bild und Ton) als vernetztes Handeln in den Blick zu nehmen.</p>
<h3>3. Partizipationsprojekte müssen Resonanzräume schaffen, damit Jugendliche Anerkennung und Wirksamkeit erfahren.</h3>
<p>Die Artikulation von Interessen und Belangen impliziert deren Veröffentlichung. Sich Gehör zu ver­schaffen für seine Anliegen ist aber ein schwieriges Unterfangen, da mit dem Prinzip, dass im Social Web potenziell jede/r senden und empfangen kann, es auch schwieriger geworden ist, Öffentlich­keit(en) anzusprechen und zu erreichen.</p>
<p>Damit ePartizipationsprojekte sich nicht nur mit einem ‚So-tun-als-ob‘ begnügen, bei dem Partizipation auf einer Spielwiese erprobt wird, sondern die Stimmen der Jugendlichen auch gehört werden und sie die Wirksamkeit ihres Handelns erfahren können, sind Resonanzräume erforderlich. Diese Resonanzräume müssen in Projekten politischer Bildungsarbeit bewusst gestaltet werden, dabei sind insbesondere die Spezifika der Social Web-Angebote, z.B. Feedback-Kanäle, kooperative Arbeitsweisen etc. in den Blick zu nehmen.</p>
<p>Diese ermöglichen zum einen Resonanz in Bezug auf das subjektive Kompetenzerleben der Einzelnen, die Rückmeldung auf ihre Handlungen bekommen. Zum anderen ist aber auch Resonanz über das aktive Einbinden von relevanten Teilöffentlichkeiten anzustreben, in dem z.B. der Kontakt zu relevanten Entscheidungsträ­gern oder zu anderen im selben Themenfeld engagierten Gruppierungen on- und offline gesucht wird.</p>
<p>So kann eine diskursive Auseinandersetzung stattfinden, die über den engen Projektkontext hinausreicht und Partizipationserfahrungen in einem (wenn auch medial vermittelten) sozialen Aus­tausch ermöglicht.</p>
<h3>4. Partizipationsprojekte müssen ihre Unterstützungsleistungen differenzieren, die sie über medial gestützte Strukturen anbieten.</h3>
<p>Heranwachsende erfahren vielfältige Unterstützung über ihre Peergroup und insbesondere in Sozialen Netzwerkdiensten in Form von sozialer Einbettung, Erleben von Kompetenz und Erfahrung von Autonomie. Für Partizipationsprojekte ist es wichtig, Unterstützung im Peer-to-Peer-Kontext als auch angeleitete oder mediale Unterstützungsangebote zu differenzieren. Dabei ist zu klären,</p>
<ul>
<li>in welchen Bereichen Heranwachsende Unterstützung erfahren können und</li>
<li>in welcher Form Social Web-Strukturen dafür herangezogen werden.</li>
</ul>
<p>Information, Hilfestellungen und Materialien sind dabei ein wichtiger Bestandteil, um thematische Anknüpfungspunkte zu bieten. Zentral ist aber, die Beteiligungsmöglichkeiten zu differenzieren und je nach Zielstellung des Projekts ihren Einsatz zu überlegen. Die Kategorien der Mitwirkung, Mitbe­stimmung und Selbstbestimmung sollten dabei leitend sein.</p>
<p>Je nach Vorerfahrungen brauchen Jugendliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für ihre Fragen. Insbesondere Gleichaltrige werden dabei besonders geschätzt. Dem Ideal der Selbstbestimmung am nächsten kommen Projekte, die auf die Expertise unter Gleichaltrigen setzen (Peer-to-Peer-Lernen). Insbesondere jene Jugendlichen, die weniger Erfahrung mit Social Web-Angeboten mitbringen, brauchen gezielte Unter­stützungsangebote zu den Zielen des Projekts, zur Erläuterung der Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und dazu, wie sie ihre Ansprechpersonen bei Fragen finden können.</p>
<h3>5. Partizipationsprojekte müssen die Rollen der beteiligten pädagogischen Fachkräfte reflektieren.</h3>
<p>Partizipationsprojekte, die in den Strukturen des Social Web durchgeführt werden, stellen auch An­forderungen an die pädagogischen Fachkräfte und ihre Medienkompetenz. Eine Orientierung an der Selbstbestimmung aller Beteiligten eines Projektes impliziert dabei auch, dass die pädagogischen Fachkräfte bestimmte Aufgaben abgeben oder zumindest arbeitsteilig mit anderen Beteiligten realisieren können/müssen.</p>
<p>Dies ist insbesondere in zwei Bereichen denkbar bzw. im Sinne der Förde­rung von Selbstbestimmung und einer Partizipationskultur geradezu not­wendig: (gegenseitige) Unterstützung und Bereitstellen von Information.</p>
<p>Unterstützende Angebote sind für Partizipationsprojekte mit Medien unverzichtbar. Im Sinne der Selbstbestimmung wäre hier als Strategie denkbar, die Heranwachsenden als ‚Medienexpertinnen und -experten‘ einzubeziehen, die ihr Wissen an andere Mitwirkende (ggf. auch an die Fachkräfte) weitergeben.</p>
<p>Auch bei der Aufbereitung von Themen und dem Zusammenstellen einer gemeinsamen Informationsgrundlage ist angesichts individualisierter Informationszugänge die Einbindung der Beteiligten notwendig, so dass kooperativ und kollektiv relevante Informationsquellen zusam­mengestellt und bewertet werden. Aspekte von Medienkompetenz wie Quellenkritik können hierbei in der gemeinsamen Bewertung erworben werden, bedürfen aber der Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte.</p>
<p>Heranwachsenden die Rolle von Expertinnen und Experten zuzuerkennen, hat zur Folge, dass die Fachkräfte den Teilnehmenden größere Handlungsräume gewähren müssen. Für sie bedeutet bspw. die Abgabe von Souveränität über die Inhalte einen ‚Kontrollverlust‘, der für die beteiligten Heran­wachsenden mehr Selbstbestimmung und damit verbunden auch mehr Verantwortung im pädagogi­schen Prozess mit sich bringt.</p>
<p>Diese Veränderung der Rollen im pädagogischen Prozess kann das Projekt an sich ‚demokratisieren‘ und ermöglicht zugleich vielfältige Lernprozesse im Hinblick auf Autonomieerfahrungen und Selbstwirksamkeit als wichtige Bedingungen für Teilhabeinteresse und Teilhabefähigkeiten. Dies impliziert allerdings auch, Ressourcen bereitzustellen, mit denen haftungs­rechtliche Fragen gelöst werden können (z.B. regelmäßiges ‚Screening‘ der Inhalte).</p>
<p><sup>1</sup> Schmidt, Manfred G. (2008): Demokratietheorien. Eine Einführung. 4. überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. S. 236.<br />
<sup>2</sup> Vgl. z.B. Knauer, Raingard; Sturzenhecker, Benedikt (2005): Partizipation im Jugendalter. In: Hafeneger, Benno; Jansen, Mechthild M.; Niebling, Torsten (Hg.): Kinder- und Jugendpartizipation: Im Spannungsfeld von Interessen und Akteuren. Opladen: Leske + Budrich, S. 63–94.<br />
<sup>3</sup> Sturzenhecker, Benedikt (2007): „Politikferne“ Jugendliche in der Kinder- und Jugendarbeit. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, H. 32-33, S. 9.<br />
<sup>4</sup> Dieser Begriff ist auch im Sozialgesetzbuch VIII als Ziel von Jugendarbeit verankert (Sturzenhecker 2007, S. 9).</p>
<hr />
<p><em>Die Expertise ist <a href="http://pb21.de/files/2012/01/bpb-Expertise_Partizipation_im_Social_Web.pdf">in voller Länge (45 Seiten) als pdf-Datei</a> verfügbar. Eine Übernahme von <a title="zur Quelle auf bpb.de" href="http://www.bpb.de/methodik/5HXOM1,0,0,Partizipation_im_und_mit_dem_Social_Web.html">bpb.de</a>.</em></p>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-5635"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Webschau Dezember 2011</title>
		<link>http://pb21.de/2011/12/webschau-dezember/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 11:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute Demuth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die neue JIM-Studie ist veröffentlicht, ein neuer Verein gegründet, das Europa-Haus Marienberg ist ausgezeichnet worden und einen Adventskalender gibt es auch - dies und mehr in der Dezember-Webschau: Lesetipp: JIM-Studie 2011 Die traditionellen Medien stehen hoch im Kurs: Die jährlich durchgeführte Untersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger hat u.a. ergeben, dass 44% der Jugendlichen regelmäßig Bücher&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die neue JIM-Studie ist veröffentlicht, ein neuer Verein gegründet, das Europa-Haus Marienberg ist ausgezeichnet worden und einen Adventskalender gibt es auch - dies und mehr in der Dezember-Webschau:</p>
<h3><a title="JIM Studie 2011" href="http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf11/JIM2011.pdf">Lesetipp: JIM-Studie 2011</a></h3>
<p>Die traditionellen Medien stehen hoch im Kurs: <span id="more-5589"></span>Die jährlich durchgeführte Untersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger hat u.a. ergeben, dass 44% der Jugendlichen regelmäßig Bücher lesen, Tageszeitungen wird bei widersprüchlicher Berichterstattung das größte Vertrauen geschenkt und es wird gerne die Tagesschau geguckt. 72% der jugendlichen Internetnutzer sind bei Facebook aktiv, vier Fünftel von ihnen schützen über die Privatsphäre-Einstellungen ihre Daten vor Dritten.<br />
#jimstudie2011</p>
<hr />
<h3>Kurzmeldungen</h3>
<h3><a title="Digitale (Un-)Kultur und Demokratie" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Konrad-Adenauer-Stiftung-diskutiert-ueber-Digitale-Un-Kultur-und-Demokratie-1387794.html">&#8220;Digitale (Un-)Kultur und Demokratie&#8221;</a></h3>
<p>Jeff Jarvis und Hans-Peter Friedrich sprachen neben anderen Ende November in Berlin bei einer Tagung der <a title="„Digitale (Un)Kultur und Demokratie“" href="http://www.kas.de/wf/de/17.47279/">Adenauer-Stiftung</a> zur politischen und gesellschaftlichen Bedeutung der Digitalisierung. Was die Chancen betrifft, wird auf <a title="Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert über &quot;Digitale (Un-)Kultur und Demokratie&quot;" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Konrad-Adenauer-Stiftung-diskutiert-ueber-Digitale-Un-Kultur-und-Demokratie-1387794.html">heise.de</a> der Berliner Pirat Martin Delius zitiert: &#8221;Alle unsere schönen Entwicklungen wie Liquid Feedback funktionieren natürlich nicht, wenn wir keine politische Bildung haben. Aber wir müssen dafür sorgen, dass es mehr Menschen gibt, die diese Möglichkeiten nutzen können.&#8221;<br />
#politischebildung #kas</p>
<h3><a href="http://thinkeurope21.blogspot.com/2011/12/think-europe-projekt-als-good-practice.html">&#8220;think europe&#8221;-Projekt als Good Practice durch BpB ausgezeichnet</a></h3>
<p>&#8220;Europa digital &#8211; Europa Web 2.0: Facebook, Twitter &amp; Co. &#8211; Partizipation und bürgerschaftliches Engagement im digitalen Europa des 21. Jahrhunderts&#8221;: So heißt das Projekt einer multinationalen Jugendbegegnung, durchgeführt von Karsten Lucke und Anselm Sellen vom Europa-Haus Marienberg. Es ist von der Bundeszentrale als eines der <a title="Beispiele guter Praxis aus der Trägerarbeit" href="http://www.bpb.de/partner/WX7LV5,0,0,Beispiele_guter_Praxis_aus_der_Tr%E4gerarbeit.html">Beispiele guter Praxis</a> aus der Trägerarbeit ausgezeichnet worden. Glückwunsch!<br />
#marienberg #europa #bpb</p>
<h3><a title="&quot;Find my Face&quot;" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,802557,00.html">&#8220;Find my Face&#8221;</a></h3>
<p>Der <a title="Google startet Gesichtserkennung" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,802557,00.html">Spiegel</a> schreibt zu Googles neuer Funktion: &#8220;Nach Facebook bekommt nun auch Googles soziales Netzwerk Google+ eine automatische Gesichtserkennung. Wohl nicht zuletzt deshalb, weil die Aktivierung einer Gesichtserkennung bei Facebook ohne vorherige Zustimmung der Nutzer von Datenschützern scharf kritisiert worden war, überlässt Google die Entscheidung zur Teilnahme den Nutzern.&#8221;<br />
#google #gesichtserkennung</p>
<h3><a title="Identität im Netz" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geisteswissenschaften/identitaet-im-netz-wo-ist-zuhause-mama-11553085.html">Viele globale Dörfer</a></h3>
<p>Die <a title="Wo ist zuhause, Mama?" href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geisteswissenschaften/identitaet-im-netz-wo-ist-zuhause-mama-11553085.html">FAZ</a> schreibt zur Frage nach der Identität im Netz: &#8220;Trägt das Internet dazu bei, nationale Identitäten auszulöschen? Soziologen haben herausgefunden, dass Patriotismus und Weltläufigkeit sich überhaupt nicht ausschließen.&#8221; Auf einer Tagung Anfang Dezember in Wien waren Formen nationaler Identifikation, deren Wandel und die Rolle der Medien bei diesem Prozess diskutiert worden.<br />
#identitaet</p>
<h3><a title="Rettet das Netz die Bildung?" href="http://wissen.dradio.de/netz-reporter-xl-rettet-das-netz-die-bildung.126.de.html?dram:article_id=13851">Rettet das Netz die Bildung?</a></h3>
<p>Was für&#8217;s Ohr: Am 1. Dezember veranstaltete <a title="Rettet das Netz die Bildung?" href="http://wissen.dradio.de/netz-reporter-xl-rettet-das-netz-die-bildung.126.de.html?dram:article_id=13851">DRadio Wissen</a> in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung das zweite SpeedLab zum Thema &#8220;Digitalisierung und Bildung&#8221;. In der Podiumsdiskussion (u.a. mit Lisa Rosa und Martin Lindner) wurde z.B. darüber diskutiert, wie sich Schule weiterentwickeln muss, um in einer digitalisierten Gesellschaft ihre Aufgabe erfüllen zu können.<br />
#schule #klimawandel</p>
<h3><a title="Das Twitter-Debakel von Bielefeld" href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35958/1.html">Das Twitter-Debakel von Bielefeld</a></h3>
<p>Hart ins Gericht geht Axel Krommer auf <a title="Das Twitter-Debakel von Bielefeld" href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35958/1.html">telepolis.de</a> mit den twitternden Teilnehmerinnen und Teilnehmern des educamps 2011 in Bielefeld. Er sagt, die These, dass Twittern während einer Veranstaltung dem klassischen Mitschreiben ähnlich ist, sei falsch, denn die Aufmerksamkeit liege bei den Mit-Twitterern und nicht beim Vortrag. Zudem sei es ein Sich-aus der Verantwortung stehlen, wenn auf die Filtersouveränität hingewiesen würde (&#8220;Du musst mir ja nicht folgen&#8221;).<br />
#twittern #educamp</p>
<h3><a title="Adventskalender 2011" href="http://mms.uni-hamburg.de/2011/12/05/adventskalender-2011/">Adventskalender 2011</a></h3>
<p>Von der Maus, die das Internet erklärt bis zum Microlearning: Das der Uni Hamburg zugeordnete mms-eLearning-Büro veröffentlicht bzw. verlinkt bis zum 24.12. jeden Tag einen Film rund um das Thema Lernen mit Medien. Viel Spaß!<br />
#advent</p>
<hr />
<h3>Debatte: Der neue Verein D64<a title="Anonymität im Netz" href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,778727,00.html"><br />
</a></h3>
<p>Anfang Dezember wurde die bereits zweite Neugründung eines Internet-Vereins in diesem Jahr bekannt gegeben. Der Start des <a title="D64" href="http://d-64.org/">&#8220;D64&#8243;</a> genannten Thinktanks wird von kritischen Stimmen begleitet: Kai Biermann schreibt auf <a title="zeit.de" href="http://www.zeit.de/">zeit.de</a> unter dem Titel <a title="Die SPD bekommt netzpolitische Nachhilfe" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-12/spd-thinktank-d64">„Die SPD bekommt netzpolitische Nachhilfe“</a>: „Der neue Thinktank D64 will sich Gedanken um die digitale Zukunft machen. Vor allem scheint er eine Plattform für frustrierten SPD-Nachwuchs zu sein. […] Damit diese auch Schlagkraft entwickelt, wurden mit Google und Facebook von Anfang an die Großen der Industrie eingebunden. Beide Firmen wird es gefreut haben, suchen sie derzeit doch ebenfalls Wege, um die Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen.“</p>
<p>Auch auf dem Blog <a title="D64" href="http://wirres.net/article/articleview/6047/1/6/">wirres.net</a> wird der Einfluss der Unternehmen kritisch beäugt: „aber wenn sich ein think tank gründet, der die digitalisierung unserer gesellschaft begleiten, bedenken und in die politik hineinwirken möchte, warum sind dann jeweils die presssprecher von facebook und google gründungsmitglieder? sind die da als privatleute drin? oder als vertreter ihrer firmen?“</p>
<p>Der Mitgründer des Vereins <a title="Digitale Gesellschaft" href="https://digitalegesellschaft.de/">„Digitale Gesellschaft“</a> Markus Beckedahl schreibt auf <a title="D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt" href="https://netzpolitik.org/2011/d64-zentrum-fur-digitalen-fortschrit/">netzpolitik.org</a>: „Der neue Verein dürfte mit dem Fokus irgendwo zwischen dem Politcamp e.V. und dem von Google initierten Collaboraty einzuordnen sein. Wir wünschen der Gruppe D64 ein gutes Händchen beim Bearbeiten der SPD!“<br />
#d64 #spd #lobbyismus</p>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Ute Demuth für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-5589"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist der Beutelsbacher Konsens noch zu retten?</title>
		<link>http://pb21.de/2011/11/ist-der-beutelsbacher-konsens-noch-zu-retten/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 04:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Brombach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Beutelsbacher Konsens]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Digitale Werkzeuge zur Partizipation &#8211; Teil III (zu Teil I, zu Teil II) Zum Abschluss der dreiteiligen Reihe zu Partizipationssystemen möchten wir auf pb21 mit Ihnen über aktionsorientierte politische Bildung diskutieren. Sie lässt sich nur schwer mit dem Beutelsbacher Konsens vereinbaren, so unser Autor Guido Brombach. Wie soll politische Bildung mit dem Widerspruch umgehen? Wir&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_5235" class="wp-caption alignleft" style="width: 360px"><a href="http://pb21.de/files/2011/10/4461390413_0ef1fb991f_b-1.jpg"><img class="size-medium wp-image-5235" src="http://pb21.de/files/2011/10/4461390413_0ef1fb991f_b-1-350x233.jpg" alt="Partizipation aber wie?" width="350" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">CC by-nd 2.0 by Adam Tinworth (flickr)</p></div>
<h3>Digitale Werkzeuge zur Partizipation &#8211; Teil III (zu <a title="Bürgerbeteiligung im Online-Zeitalter" href="http://pb21.de/2011/10/partizipation-teil-1/">Teil I</a>, zu <a title="Demokratie lernen mit Liquid Feedback" href="http://pb21.de/2011/11/partizipationswerkzeuge-teil-2/">Teil II</a>)</h3>
<p><strong></strong>Zum Abschluss der dreiteiligen Reihe zu Partizipationssystemen möchten wir auf pb21 mit Ihnen über aktionsorientierte politische Bildung diskutieren. Sie lässt sich nur schwer mit dem Beutelsbacher Konsens vereinbaren, so unser Autor <a title="Guido Brombach" href="http://pb21.de/2010/01/guido-brombach/">Guido Brombach</a>. Wie soll politische Bildung mit dem Widerspruch umgehen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.</p>
<p><span id="more-4967"></span></p>
<p>In der <a href="http://www.adb.de/aktuelles/start/2011_AB2_11.php">Zeitschrift</a> &#8220;Außerschulische Bildung. Materialien zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung&#8221;, Heft 2-2011, wird die aktionsorientierte politische Bildung im Zusammenhang mit dem Beutelsbacher Konsens diskutiert. Zwar liegt der Schwerpunkt des Beitrags auf neuen Lernformaten und dem Lernen mit digitalen Medien. Doch der damit verbundene schwer aufzulösende Widerspruch zwischen Beutelsbach und praktischen Partizipationserfahrungen wird nicht diskutiert. An dieser Stelle möchten wir ansetzen.</p>
<p>Die allgemein offene politische Bildung, die zumeist von den Landeszentralen oder der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird, unterliegt dem <a href="http://www.bpb.de/die_bpb/88G2RH,0,Beutelsbacher_Konsens.html">Beutelsbacher Konsen</a><a href="http://www.bpb.de/die_bpb/88G2RH,0,Beutelsbacher_Konsens.html">s</a>. Der Beutelsbacher Konsens ist eine Vereinbarung politischer Bildner_innen aus den 70-er Jahren. In drei Sätzen wird für die politische Bildung ein Überwältigungverbot, ein Kontroversitätsgebot und Partizipationsbefähigung gefordert.</p>
<p>Das Überwältigungsverbot sichert die Pluralität der politischen Strömungen. Das Kontroversitätsgebot schafft die Grundlage für die Abwägung unterschiedlicher Positionen: &#8220;Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers diskutiert werden&#8221;. Im dritten Satz wird gefordert, dass politische Bildung die Befähigung zur Partizipation fördern soll. Praktische Erfahrungen der Partizipation werden nicht erwähnt.</p>
<p>Der Leitfaden aus den 70ern war vor allem für die schulische politische Bildung formuliert worden. Aber auch die außerschulische Bildung hat die Leitsätze für ihre Arbeit anerkannt.</p>
<h3>Digitale Medien sind Partizipationsmaschinen</h3>
<p>Laut Beutelsbacher Konsens soll politische Bildung den politischen Willensbildungsprozess vorbereiten. Diese Zielsetzung schließt „in sehr starkem Maße die Betonung operationaler Fähigkeiten ein“. Gleichzeitig darf politische Bildung aber selbst nicht zu einer Entscheidung für eine konkrete Handlungsoption beitragen. Aber wie sollen die nötigen Kompetenzen vermittelt werden, wenn sie nicht auch praktisch angewandt werden können?</p>
<p>Benedikt Widmaier schreibt dazu in der oben zitierten <span style="text-decoration: underline">Veröffentlichung</span> (Link): &#8220;Dass entsprechende praxisorientierte Trainingskonzepte in der Politischen Bildung kaum existieren, hat eben auch mit der Schere &#8216;Beutelsbacher Konsens&#8217; in den Köpfen der politischen Bildner/-innen zu tun.&#8221;</p>
<p>In der prä-digitalen Zeit dienten das Planspiel und die Simulation als handlungsorientierte Methoden bei der Vermittlung von Partizipationskompetenz. Widmaier zitiert eine Studie von Biedermann, der zufolge &#8220;partizipativem Erleben in alltäglichen Lebenswelten […] in keiner Weise eine direkte Hinführung zum Politischen zugesprochen werden kann.&#8221; D.h. politische Partizipation schlummert weniger im Facebook-Like-Button, sondern setzt ein Interesse am Politischen selbst voraus. Die Frage ist, ob in Zeiten digital gestützter politischer Teilhabe und deren Einzug in die Seminare der politischen Bildung am Beutelsbacher Konsens in aller Konsequenz festgehalten werden kann.</p>
<p>Der Einsatz des Internets in den Seminaren beschränkt sich längst nicht mehr darauf, Quellen für den Meinungsbildungsprozess zu recherchieren. Das Netz ist vielmehr gleichzeitig Medium der Artikulation politischer Interessen. Das heißt, die Auseinandersetzung mit den Inhalten ist in vielen Fällen mit einer Positionierung des Lesenden verbunden. Der Einsatz der hier im Blog thematisierten Werkzeuge geht geradezu davon aus, dass im Social Web bzw. „Web 2.0“ eine Trennung in Rezipieren und Handeln oft gar nicht mehr möglich ist – und wenn doch, dann sind die Handlungsoptionen nur einen Klick entfernt.</p>
<h3>Ist politisches Handeln im Seminar denn wirklich Teufelszeug?</h3>
<p>Gehen wir davon aus, dass der politische Sachverhalt von allen Seiten beleuchtet wird, gehen wir weiter davon aus, dass die Teilnehmenden die unterschiedlichen Positionen diskutieren und dabei abwägen, sich vielleicht sogar positionieren. Kann man dann Partizipationskompetenz vermitteln ohne zu operationalisieren? Kann man das Politische ohne den öffentlichen Raum, in dem es sich manifestiert, überhaupt vermitteln?</p>
<p>Die Integration der Partizipation in die politische Bildungsarbeit setzt voraus, dass auch politische Einflussnahme seitens der Teilnehmenden in das Seminar integriert wird. Diese Handlungsorientierung kann auch dazu beitragen, die in Seminaren häufig verbreitete postmodernen Beliebigkeit zu benden, d.h. Diskussionsbeiträge wie: &#8220;Das muss doch jeder selber wissen&#8221;. Die politische Handlung vollzieht sich öffentlich im Seminar. Für den Diskurs und den damit verbundenen Meinungsbildungsprozess ergibt sich die Pflicht, Verantwortung für die eigene Entscheidung zu übernehmen.</p>
<p>Als Beispiel soll das <a href="https://epetitionen.bundestag.de/">Petitionswerkzeug des Bundestags</a> angeführt werden. Es bleibt natürlich jedem Teilnehmenden im Seminar überlassen, eine Petition mitzuzeichnen oder nicht. Es zeitigt aber direkte Auswirkungen für den gesellschaftlichen Diskurs. Alle, die eine Petition mitzeichnen, sind anschließend öffentlich über die Webseite des Bundestags einsehbar. Im Gegensatz zur geheimen Wahl steht also hier der Name öffentlich für eine politische Positionierung, und diese ist als solche auch im Seminar diskutierbar. Durch die konkrete Partizipation wird auch die Enthaltung als eine politische Meinungsäußerung artikuliert. Aus dem &#8220;das muss ja jeder selber wissen&#8221; ist politisches Handeln geworden und nicht bloß graue, im Seminar diskutierte Theorie.</p>
<p>Die oben skizzierte Argumentation wirft Fragen auf. Zum Beispiel: Wo sind die Grenzen der konkreter politischer Handlungen im Rahmen einer Bildungsveranstaltung? Insbesondere wenn sie durch Steuermittel gefördert wird?</p>
<p>Der Besuch einer Demo wäre als Teil einer öffentlich geförderten politischen Bildungsveranstaltung undenkbar, weil sie dem Überwältigungsverbot und dem Kontroversitätsgebot widerspricht. Hier werden die Teilnehmenden als Teil der Veranstaltung zu einer politischen Positionierung gezwungen.</p>
<p>Sich im Seminar als Fan einer Partei auf Facebook zu bekennen wäre dagegen sicherlich unproblematisch – oder? Wie sieht es bei der Unterstützung einer Online-Petition beim Deutschen Bundestag aus? Sicherlich käme es auf die Rahmenbedingungen an. Welche Formen des politischen Handelns sind ihrer Meinung nach bedenkenlos in ein Seminar der politischen Bildung integrierbar?</p>
<pre><a title="Guido Brombach" href="http://pb21.de/2010/01/guido-brombach/">Guido Brombach</a> ist Bildungsreferent für den Bereich Computer und Medien beim DGB Bildungswerk. Er ist Betreiber des <a href="http://dotcomblog.de">Dotcomblogs</a> und Mitinitiator von <a href="http://pb21.de/" target="_blank">pb21.de</a>.</pre>
<hr />
<p>In der Reihe &#8220;Digitale Werkzeuge zur Partizipation&#8221; erschien als Teil I der Artikel &#8220;<a title="Bürgerbeteiligung im Online-Zeitalter" href="http://pb21.de/2011/10/partizipation-teil-1/">Bürgerbeteiligung im Online-Zeitalter</a>&#8221; und als Teil II &#8220;<a title="Demokratie lernen mit Liquid Feedback" href="http://pb21.de/2011/11/partizipationswerkzeuge-teil-2/">Demokratie lernen mit Liquid Feedback</a>&#8220;.</p>
<div style="background-color: transparent !important;text-align: left !important;padding: 0px !important;margin: 0px !important">
<p><img src="http://www.google.com/uds/css/small-logo.png" alt="" /></p>
</div>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Guido Brombach für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
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		</item>
		<item>
		<title>Revolutionsplattform Facebook?</title>
		<link>http://pb21.de/2011/10/revolutionsplattform-facebook/</link>
		<comments>http://pb21.de/2011/10/revolutionsplattform-facebook/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 15:44:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[NetzWelt & NetzPolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Agenda-Setting]]></category>
		<category><![CDATA[Arabischer Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[bpb]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medientage München]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Rede]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Krüger]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie das Internet politische Umbrüche beeinflusst &#8230; &#8230; und was das mit politischer Bildung zu tun hat, erklärte Thomas Krüger, Präsident der bpb, zur Eröffnung des &#8220;Content Gipfels&#8221; bei den  25. Medientagen München am 21.10.2011. Nach eine 20minütigen Keynote diskutierte Krüger unter der Überschrift &#8220;Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?&#8220; mit Christoph&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h3>Wie das Internet politische Umbrüche beeinflusst &#8230;</h3>
<p>&#8230; und was das mit politischer Bildung zu tun hat, erklärte Thomas Krüger, Präsident der bpb, zur Eröffnung des &#8220;Content Gipfels&#8221; bei den  <a title="MEDIENTAGE MÜNCHEN" href="http://www.medientage.de/programmdetail.php?panel=700010">25. Medientagen München</a> am 21.10.2011.</p>
<p>Nach eine 20minütigen Keynote diskutierte Krüger unter der Überschrift &#8220;<em>Meinungsbildung heute: Wer setzt die Themen auf die politische Agenda?</em>&#8220; mit</p>
<ul>
<li>Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs, Axel Springer, Berlin</li>
<li>Dr. Wolfram Weimer, Publizist, München</li>
<li>Markus Beckedahl, Chefredakteur netzpolitik.org, Berlin</li>
<li>Michael Spreng, Politikberater und Blogger, Berlin</li>
<li>Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a.D. und Autor, Rodalben</li>
<li>Detlef Esslinger, Süddeutsche Zeitung, München</li>
</ul>
<p>Wir dokumentieren Rede als Manuskript und Video sowie die Diskussion.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ZdDCjw8le_E?rel=0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<hr />
<h3>Manuskript</h3>
<h3><span id="more-5190"></span></h3>
<h3>Teil I: Digitale Revolution?</h3>
<p><strong></strong>Meine sehr verehrten Damen und Herren,</p>
<p>wir haben in den letzten Monaten viel von &#8220;Facebook-Protesten&#8221;, &#8220;Twitter-Bewegungen&#8221;, &#8220;Handy-Revolutionen&#8221; oder &#8220;Blackberry-Aufständen&#8221; gelesen. Den digitalen Graswurzelmedien wird bei den Protestbewegungen in Teheran, Kairo, Stuttgart, London, New York oder neuerdings Frankfurt eine zentrale Rolle zugeschrieben. Zwei Grundannahmen, die gerne auch für den digitalen Wandel in anderen Teilen der Gesellschaft genutzt werden, sind dabei sehr beliebt: Entweder wird impliziert, dass da etwas ganz Neues gekommen sei und alles Alte ersetze, so nach dem Motto: &#8220;Im Zeitalter von Facebook und YouTube braucht es Zeitungen und Fernsehen gar nicht mehr.&#8221; Oder es wird davon ausgegangen, dass das Alte durch etwas Neues ergänzt werde, quasi als &#8220;Add-On&#8221;, als Anbau an das Bestehende. Beide Grundannahmen sind falsch: Im digitalen Wandel wird das Bestehende nicht ersetzt oder ergänzt. Das Neue verändert das Bestehende. Wir kennen das aus der Mediengeschichte bereits. Schauen Sie sich die Entwicklung von Kinofilm und Fernsehen an. Aber das macht eben den digitalen Wandel viel gewichtiger und komplexer, als es manche Diskussionen vermuten lassen.</p>
<p>Schauen wir uns einmal um: Die Akteure des Wandels in Ägypten sprechen nicht von einer Facebook-Revolution. Der Kairoer Blogger Basem Fathy meint, &#8220;es war mehr eine Revolution der Füße als der Sozialen Netzwerke.&#8221; Natürlich verändert die Nutzung von Social Media die Kommunikation, die Organisation, die Struktur, vor allem auch die Geschwindigkeit und die Öffentlichkeit von Protesten. Aber der Einsatz von Facebook &amp; Co für soziale Bewegungen ist heute nicht mehr der Sonder-, sondern der Normalfall. Spätestens seit sich auch die Tea Party in den USA mithilfe des Internets organisiert hat, dürfte auch den letzten strukturkonservativen Netzmuffeln klar geworden sein, dass die Social Media im Mainstream angekommen sind. Dadurch werden aber die bisher wichtigen Elemente von Protest oder Revolution weder ersetzt noch überflüssig. Weiterhin bedarf es der Präsenz auf der Straße. Verabredungen wurden im Iran, in London, Kairo und Stuttgart online getroffen und die digitale Vernetzung wirkte bisweilen wie ein Brandbeschleuniger. Aber ihre Kraft entfalteten die Proteste auf den Dächern von Teheran, auf den Straßen von Tottenham, auf dem Tahrir-Platz in Kairo und eben im Schlossgarten.</p>
<p>Außer der Straße braucht Protest auch immer noch Öffentlichkeit durch die Massenmedien. Im Arabischen Frühling reichten die Handy-Videos auf YouTube allein nicht aus, um eine so große Wirkung zu erzielen. Entscheidend war vielmehr, dass Al-Jazeera oder Al-Arabia die YouTube-Videos über das Satelliten-TV zu den Offlinern und in den Rest der Welt gebracht haben. Wenn wir uns Al-Jazeeras Arbeit, die Symbiose zwischen Publikum und Sender anschauen, sehen wir, dass der digitale Wandel die Arbeit des Fernsehens weder ersetzt noch einfach ergänzt, sondern grundlegend verändert.</p>
<p>Unser Blick von außen (also vor allem der der Medien) reicht meist nur bis zu der Frage nach der Rolle von Social Media für einen Umsturz. Spannend ist aber erst recht, was nach dem Beginn der Umbrüche passiert. In den Tagen und Wochen nach der Revolution in Ägypten haben sich sehr schnell auch Ministerien und Politiker bis hin zum Militärrat Facebook-Accounts angelegt, so dass dort für Ägypten ganz neue Formen der Diskussion zwischen Bürger und Staat stattfinden. Eine Statusmeldung des ägyptischen Militärrats kann auf Facebook schon mal zu mehr als 100.000 Kommentaren führen. Das alles ändert aber nichts daran, dass gleichzeitig Blogger wie Maikel Nabil Sanad für ihre Kritik an der Militärführung in den Knast gesteckt werden.</p>
<p>Auch andernorts hat der Arabische Frühling vielversprechende Projekte hervorgebracht, etwa in Marokko, wo z.B. auf der Crowdsourcing-Website www.reforme.ma Änderungsvorschläge zur Verfassungsreform zusammen getragen wurden.</p>
<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren,</p>
<p>von Revolutionen und Verfassungsreformen sind wir in Deutschland 22 Jahre nach dem Mauerfall wieder weit entfernt. Wir verfügen über etablierte Institutionen und Prozesse, was wir als Hinweise für eine stabile Demokratie deuten dürfen. Andererseits sind die Zeichen der Unzufriedenheit und der Unzulänglichkeit des politischen Prozederes nicht zu übersehen und mit Händen zu greifen. Transparenz, Partizipation, Internet – mit diesem Dreiklang gelang einer bis vor kurzem noch belächelten Partei gerade der größte Wahlerfolg, den Deutschland in den letzten Jahren gesehen hat.</p>
<p>Partizipation mithilfe des Internets erfolgt in Deutschland, wenn überhaupt, noch nach alten Mustern: Der Staat ruft, die Bürgerinnen und Bürger dürfen mitmachen. Meist handelt es sich bei solchen Beteiligungsformen nur um die &#8220;Digitalisierung&#8221; von bewährten Partizipationsformaten wie Bürgerhaushalt oder Konsultationsverfahren. Bei diesen Formen der Partizipation 1.0 gibt es analog zum Web 1.0 ein klares Oben und Unten, eine Trennung in Initiator und Teilnehmer. Auch hier finden wir wieder das einleitend angesprochene Muster: Der digitale Wandel wird als Add-On an bestehende Institutionen und Prozesse angedockt, ergänzt und optimiert ein bisschen, aber verändert nicht grundlegend.</p>
<p>Da ist die Zivilgesellschaft schon weiter. Ihre Akteure verstehen sich auf Partizipation 2.0, also Beteiligung, die nicht von oben initiiert wird, sondern von den Bürgerinnen und Bürgern ausgeht und auf den Staat oder direkt in die Gesellschaft zielt. Die Parallelen zum Web 2.0 bedeuten: Jeder ist gleichzeitig Konsument und Produzent, jeder kann auch senden, initiieren, sich engagieren, einmischen und Gehör verschaffen, ohne dass er darauf wartet, gefragt zu werden. Aus der repräsentativen Demokratie wird eine Mitmachdemokratie, eine diskursive Demokratie, die Repräsentanten nicht ersetzt, sondern verändert.</p>
<p>Mit neuen Formen der demokratischen Entscheidungsfindung, die unter dem Begriff Partizipation 3.0 zirkulieren, experimentiert zum Beispiel die Piratenpartei. Mit Liquid Feedback, Delegated Voting und Liquid Democracy werden – nicht ohne heftige innere Kontroverse – Formen zwischen direkter und repräsentativer Demokratie erprobt: Parteimitglieder können über eine speziell entwickelte Liquid Feedback-Software eigene Anträge einbringen, zur Diskussionen stellen und bei ausreichender Unterstützung zur Abstimmung bringen. Zu dem Konzept gehört aber nicht nur die Möglichkeit, sich direkt einzubringen, sondern vor allem auch, seine Stimme zu delegieren, wenn man jemand anderes in einer Frage für kompetenter hält. Damit fließen – daher &#8220;liquid&#8221; – direkte und repräsentative Demokratie ineinander. Der periodische Wahlakt auf der Basis umfangreicher Gesamtprogramme wird hier zugunsten eines ständigen, öffentlichen Diskurses mit themenspezifischen Abstimmungen überwunden. Schließlich soll sich in einer Liquid Democracy jeder flexibel an Entscheidungen beteiligen können und Mehrheiten organisieren.</p>
<p>Das ist nun im Prinzip nichts Neues, sondern die digitalisierte Version der alten basisdemokratischen Idee – eine diskursive Aushandlung von Positionen im (so weit wie möglich) herrschaftsfreien Raum. Das Volk gibt sich dabei seine Regeln unmittelbar selbst. Dieses Rousseau&#8217;sche Demokratieverständnis haben zuletzt die Grünen in den 80er Jahren für die politische Praxis wiederbelebt. Was dieses Mal aber – nicht nur bei den Piraten, sondern generell – den entscheidenden Unterschied für den Erfolg ausmachen könnte, ist, dass die technischen Möglichkeiten potenziell den Zugang und die Reichweite dieses Aushandlungsprozesses vereinfachen. Bisher konnten Skeptiker gewichtige praktisch-logistische Gegenargumente ins Feld führen – heute geht es vor allem um die Frage, ob wir das alles wirklich wollen oder nicht.</p>
<p>Das Netz bietet zweifellos nicht nur für die politische, sondern auch für die kulturelle Teilhabe großartige Möglichkeiten jenseits der etablierten Formen und Institutionen. Allerdings scheint mir dieses &#8220;jenseits&#8221; oder &#8220;abseits&#8221; bisweilen eher zwangsläufig als selbstgewählt. Öffentlicher Raum, der für unser Verständnis von Kultur konstitutiv ist, bedeutet im Internet 2011 meistens die von Apple, Google, Facebook oder Twitter kontrollierte Öffentlichkeit. Hier gewinnen Quasi-Monopole die Oberhand mit einem Geschäftsmodell, das darauf setzt, sich möglichst umfangreich die Daten von möglichst vielen Nutzern und deren Kontakten einzuverleiben und diese mit möglichst wenig Transparenz und Beeinflussbarkeit zu verarbeiten und möglichst teuer weiterzugeben. Wir füttern also den global agierenden, den globalen Gesetzen der Märkte folgenden und auf den Bermuda- und Fidschiinseln steuerzahlungsverweigernden Datenfresser. Anstatt uns um die Rückgewinnung unserer digitalen Mündigkeit zu kümmern, verlieren wir uns in Deutschland in Gefechten zwischen privaten Medienunternehmen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wobei es nicht um demokratische Öffentlichkeit, sondern in erster Linie um Profite und Quoten geht.</p>
<p>Zurück zu den Möglichkeiten, die der digitale Wandel für unsere Kultur bedeuten könnte: Mir scheint, dass die Akteure der öffentlich-rechtlichen Institutionen sich hierzulande in bewahrpädagogischer Duldungsstarre üben. Hier und da ein wenig digitales Add-On ist zwar inzwischen schick und angesagt, die anstehende Neujustierung des Bildungs- und kulturpolitischen Raums bleibt jedoch aus. Dabei steht die Öffnung der öffentlichen (der Name sagt es doch schon!) Institutionen gleich in dreifacher Hinsicht an: Sie müssen sich 1. für die digitalen Medienwelten, 2. für ihre Nutzer und 3. für eine gesellschaftliche Debatte über den öffentlichen Raum im 21. Jahrhundert öffnen. Wie lautet im digitalen Raum eigentlich die Begründung dafür, dass öffentliche Archive und Depots noch verschlossen bleiben? Warum stehen öffentlich finanzierte Inhalte nicht frei zugänglich im Netz? Mehr noch: Wie kann man gar auf den grotesken Gedanken kommen, dass öffentlich finanzierte Inhalte sogar wieder de-publiziert, der Allgemeinheit, die sie bezahlt hat, wieder genommen werden müssen? Und wenn Apple eine schöne neue Welt der cloud (Datenwolke) baut, und Google und wer sonst auch immer – wo ist eigentlich die deutsche, europäische oder weltweite nicht kommerzielle, freie Datenwolke der Bildung und Kultur? Wer baut daran? Und wer warum nicht?</p>
<p>Der digitale Wandel bietet die Chance, wenn nicht sogar die Notwendigkeit für eine Renaissance der öffentlichen Kultur, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk beginnt und bei Forschungsdaten, Museen, Musik und Literatur noch nicht endet. Es geht um die Sicherung von Gemeingütern und nicht um ihre Verramschung. Erste Versuche wie die Europeana und die Deutsche Digitale Bibliothek sind lobenswert, aber marginal. Der Etat für den Aufbau der Deutschen Digitalen Bibliothek, in der die Inhalte von 30.000 deutschen Bibliotheken, Museen und Archiven vernetzt und zugänglich gemacht werden sollen, beträgt pro Jahr 2,6 Millionen Euro. Übrigens: Dieser Etat entspricht den Werbeeinnahmen, die Google in einer Stunde umsetzt, oder einem Viertel des Budgets, welches die ARD dem Vernehmen nach pro Jahr für Günter Jauchs Talkshow ausgibt.</p>
<h3>Teil II: Die gesellschaftlichen Akteure im digitalen Wandel</h3>
<p><strong></strong>Werfen Sie mit mir einen Blick auf die gesellschaftlichen Akteure, die an der Debatte über den digitalen Wandel beteiligt sind.</p>
<p>Der digitale Wandel hat inzwischen die allermeisten gesellschaftlichen Bereiche erfasst. Die Geschäfte von Musikindustrie und Buchhandel, die Arbeit der Journalistin und des Politikers, die Anbahnung von Partnerschaften und sogar unser Verständnis des Wortes &#8220;Freund&#8221;. Aber eine für unsere Gesellschaft ganz entscheidende Sphäre beginnt gerade erst, den digitalen Wandel zu erfassen bzw. von ihm erfasst zu werden: der Bildungsbereich. Erlauben Sie mir darum bitte einen kurzen Exkurs in eigener Sache:</p>
<p>Die politische Bildung ist vom digitalen Wandel gleich in dreifacher Hinsicht betroffen:</p>
<p>1. Auch wir suchen Wege, der sich verändernden Kultur der Mediennutzung zu begegnen.</p>
<p>Wie sehen unsere Publikationen und unsere Veranstaltungen in Zukunft aus? Werden wir vom Produktherausgeber zum Serviceanbieter? Steht statt reinen Informationsangeboten künftig mehr Interaktion im Mittelpunkt? Wie gestalten wir das Verhältnis zu unseren Zielgruppen, wenn sie nicht mehr nur Kunden, sondern Mitwirkende sein können? Hinter all dem erproben wir uns an der Frage: &#8220;Wie wollen wir die Kommunikationsräume unserer Gesellschaft gestalten?&#8221;</p>
<p>Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ist auf Facebook und Twitter aktiv. Nicht, weil wir Facebook für ein besonders unterstützenswertes Unternehmen halten. Aber die politische Bildung beansprucht für sich, zu den Menschen zu kommen, sich mitten im Leben abzuspielen. Und das Leben findet nun mal für deutlich mehr Menschen auf Facebook statt, als in Tagungshäusern und Seminarräumen, im Rathaus oder auch im politischen Feuilleton. Neben der Nutzung der derzeit vorherrschenden Netzwerke kommt es darauf an, dass wir unsere eigenen solitären Angebote zu attraktiven Plattformen für Debatten, Beteiligungen und sozialen Aktivitäten ausbauen. Wir können dabei mit offenen Standards, mit klarem Daten- und Persönlichkeitsschutz, mit Transparenz und demokratischer Kontrolle wirkliche soziale Medien schaffen.</p>
<p>2. Die Befähigung zur Partizipation ist zentrale Aufgabe unserer Arbeit.</p>
<p>Sie alle kennen Brechts Radiotheorie, die sich heute, 80 Jahre nach ihrer Niederschrift, liest wie eine Beschreibung des Internets. Brechts Forderung &#8220;Hörer sollen zum Mitspieler werden&#8221; könnte sich auch die politische Bildung zu eigen machen: Bürger sollen mitreden und mitmachen! Gleichzeitig sind mit dem Internet die Möglichkeiten größer als je zuvor. &#8220;Medienkompetenz&#8221; heißt für die politische Bildung: mittels Medien die Gesellschaft verstehen und selber gestalten können.</p>
<p>3. Die Debatte über den Wandel braucht öffentliche Räume jenseits der Massenmedien.</p>
<p>Der digital getriebene Wandel greift in alle Bereiche des beruflichen, des privaten und des öffentlichen Lebens ein. Eine aufgeklärte und demokratische Gesellschaft darf nicht von der Technik getrieben werden. Sie darf sich auch nicht in dem Versuch aufreiben, alle neuen Entwicklungen mit tradierten Regeln und Verfahrensweisen fassen zu wollen. Das betrifft das Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, zwischen Staat und Individuum, zwischen Beteiligung und Ausschluss, um nur einige Stichworte zu nennen. Gesellschaftliche Veränderungen brauchen gesellschaftliche Debatten. Wer, wenn nicht die politische Bildung, sollte Plattformen für Debatten bieten, an der nicht nur die Meinungsführer, sondern der Souverän, also die Bürgerinnen und Bürger selber teilnehmen?</p>
<p>Werfen wir jetzt aber einen Blick auf eine für unsere Demokratie existentielle Frage: Wo konstituiert sich eigentlich &#8220;öffentliche Meinung&#8221;? Die agora der polis spielt dabei wohl nur noch eine untergeordnete Rolle. Agenda-Setting erfolgt von oben und zwar durch ein schmales und miteinander verwobenes Geflecht der Elite. Ein Thema, das wir später im Panel noch diskutieren werden. Selbstmedialisierung ist in diesem Zusammenhang zur zentralen Strategie politischen Handelns geworden. Journalisten, Politiker, Lobbyisten, Wissenschaftler … – wir alle sind Profis darin, die Diskursthemen für die übrigen 99 Prozent der Bevölkerung vorzugeben.</p>
<p>2011 haben die meisten Journalisten das Internet verstanden. Auf ihre Produkte hat das aber meist nur Konsequenzen in dem Sinne, dass der bisherige Modus optimiert und erweitert wird. Die klassischen Medien präsentieren stolz den Hausblogger auf der eigenen Website, den &#8220;Tweet des Tages&#8221; in der Zeitung und die &#8220;Netzschau&#8221; im Fernsehen. Aber sobald irgendwas im Internet nicht zum bisherigen Geschäftsmodell passt, wird es bejammert, verbannt, verschwiegen oder gleich einmal verklagt. Von Öffnung und Transparenz sehe ich bisher allenfalls einzelne Vorzeigeprojekte – und die nicht in Deutschland.</p>
<p>Ganz anders versteht sich die Netzwelt. Auf Blogs, Twitter und Google+ ist man überzeugt, Avantgarde für die gesamte Gesellschaft zu sein. Dort betitelt man alles Gedruckte gerne als &#8220;die Holzmedien&#8221;. Fernsehen und Presse sind von gestern. Die gegenseitige Abgrenzung ist sehr beliebt und scheint der Identitätsbildung derjenigen förderlich, die offen, bunt und transparent, aber keine &#8220;Community&#8221; sein wollen. Wenn man sich aber anschaut, welche Themen bei Twitter am liebsten diskutiert und verlinkt werden, so sind das merkwürdigerweise die Werke traditioneller Medienmacher: Fernsehen von Talkshow bis Tatort und Texte von Heise, Spiegel oder dem Zentralorgan der deutschen Nerds, der FAZ.</p>
<p>Dennoch gibt es erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen Bloggern und Journalisten. Anerkennung wird am wechselseitigen Bezug aufeinander gemessen. Was dem Print-Journalisten sein PMG Presse-Monitor ist, sind dem Blogger Rivva oder die Blogcharts. Die Themenvielfalt der beliebtesten Blogs ist durchaus ausbaufähig. Auch in einer anderen Frage stehen die Onliner den Offlinern in nichts nach: Frauen haben in beiden Welten, vorsichtig gesagt, nicht gerade die Meinungsherrschaft inne. Gefühlt ist das so, als würde man bei google den Suchbegriff &#8220;Chefredakteurin&#8221; eingeben und würde sofort die Frage zurück gespielt bekommen: &#8220;Did you mean Chefredakteur?&#8221;</p>
<p>Nicht viel besser als den Journalisten geht es den Politikern. Man hat fast den Eindruck, das Netz hat gar keinen Bedarf mehr an ihnen. Wenn einzelne MdBs sich dann im Twittern versuchen oder Ministerien den Dialog online suchen, werden sie entweder ignoriert oder verhöhnt.</p>
<p>Mit der Netzcommunity sieht die Politik sich mit einer Gruppe von Menschen konfrontiert, die hervorragend die Klaviatur der öffentlichen Kommunikation 2.0 bespielen kann. So schnell wie die Crowd Argumente prüfen, Videos produzieren, Demonstrationen organisieren und Unterschriften sammeln kann, kann der schwerfällige Apparat in Parteizentralen und Ministerien gar nicht reagieren. Aber was rückt an ihre Stelle? Droht uns anstelle von Gleichheit, Transparenz und Meinungsvielfalt gar eine Diktatur der Gut-Vernetzten?</p>
<p>Auch die Wissenschaft scheint dem digitalen Wandel eher abwartend zu begegnen. Damit meine ich gar nicht die &#8220;Netzwissenschaftler&#8221;, sondern vor allem die Geisteswissenschaftler wie Literaturwissenschaftler, Politikwissenschaftler, Historiker oder Philosophen, deren Disziplinen sämtlich vom digitalen Wandel betroffen sind, die das aber offensichtlich kaltlässt. Entweder sie ignorieren den digitalen Wandel oder sie sehen ihn als &#8220;Sonderforschungsbereich&#8221;. Aber auch hier gilt: Der digitale Wandel ist kein &#8220;Add-On&#8221;, dessen Untersuchung den Netzwissenschaften überlassen werden kann. Findet denn im Netz keine Literatur, keine Politik, keine Identitätsbildung statt?</p>
<p>Mein Fazit: Das Digitale ist nicht Ergänzung oder Ersetzung des Bestehenden, es verändert die Grundlagen. Oder wie es Gunter Dueck von der IBM beschreibt: Das Internet wird zum Betriebssystem der Gesellschaft, auf dem alle Anwendungen aufsetzen müssen.</p>
<p>Uns allen wünsche ich für die kommenden Medientage ertragreiche Diskussionen! Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!</p>
<p><em>- Es gilt das gesprochene Wort -</em></p>
<div style="border-color: none !important;background: transparent !important;padding: 0 !important;margin: 0 !important;overflow: visible !important;text-align: left !important">
<p><img src="http://www.google.com/uds/css/small-logo.png" alt="" /></p>
</div>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
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		<title>Politische Bildung muss nach Facebook!</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Jun 2011 04:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dienste & Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke / Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Beutelsbacher Konsens]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Facebook gilt inzwischen für viele gesellschaftliche Akteure als &#8220;unvermeidbar&#8221; &#8211; egal was man von der Plattform und dem dahinter stehenden Unternehmen hält. Gilt das auch für die politische Bildung? Die #pb21-Redaktion hat zwei Experten um ihre Meinung gebeten. Im Folgenden plädiert Thomas Pfeiffer pro Facebook. Die Gegenposition vertritt Christiane Schulzki-Haddouti: &#8220;Nur Facebook-Abstinenz überzeugt!&#8221; Wir laden&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_4194" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-thumbnail wp-image-4194 " src="http://pb21.de/files/2011/06/facebook-daumen-hoch-200x200.jpg" alt="Hand mit Daumen nach oben" width="200" height="200" /><p class="wp-caption-text">Bild unter CC by-nd 2.0 by MailChimp</p></div>
<p>Facebook gilt inzwischen für viele gesellschaftliche Akteure als &#8220;unvermeidbar&#8221; &#8211; egal was man von der Plattform und dem dahinter stehenden Unternehmen hält. Gilt das auch für die politische Bildung? Die #pb21-Redaktion hat zwei Experten um ihre Meinung gebeten. Im Folgenden plädiert Thomas Pfeiffer pro Facebook. Die Gegenposition vertritt Christiane Schulzki-Haddouti: &#8220;<a title="Nur Facebook-Abstinenz überzeugt!" href="http://pb21.de/2011/06/nur-facebook-abstinenz-uberzeugt/">Nur Facebook-Abstinenz überzeugt!</a>&#8221;</p>
<p>Wir laden zur Diskussion &#8211; nicht auf Facebook, sondern in unseren Kommentaren. <span id="more-4125"></span></p>
<hr />
<p>Nur 20 Kilometer liegt das schwäbische Beutelsbach vom Stuttgarter Hauptbahnhof entfernt. In dem kleinen <del>Weinheimer</del> Stadtteil von Weinstadt wurde 1976 der sogenannte <a title="Beutelsbacker Konsens" href="http://www.lpb-bw.de/beutelsbacher-konsens.html">Beutelsbacher Konsens</a> zur Politischen Bildung vereinbart. Neben dem Überwältigungsverbot („Es ist nicht erlaubt, den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der »Gewinnung eines selbständigen Urteils« zu hindern“) und dem Gebot der Kontroversität („Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen“) verständigte man sich auch auf das Ziel politischer Bildung, die Schüler und Schülerinnen in die Lage zu versetzen, die politische Situation der Gesellschaft sowie ihre eigene Position zu analysieren und sich<strong> aktiv am politischen Prozess zu beteiligen</strong>, indem der Lernende »nach Mitteln und Wegen [zu] suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen«“.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 490px">
<p style="text-align: center"><img class="size-full wp-image-4128 aligncenter" src="http://pb21.de/files/2011/06/marschfacebook.jpg" alt="Ägyptische Demonstranten feiern Facebook. (Bild: Richard Gutjahr)" width="480" height="271" /></p>
<p class="wp-caption-text">Ein ägyptischer Demonstrant feiert Facebook.<br />
Februar 2011, Tahrir-Platz, Kairo (Bild: <a title="Gutjahrs Bericht von der Revolution in Ägypten" href="http://gutjahr.biz/blog/2011/02/kairo-millionen/">Richard Gutjahr</a>)</p>
</div>
<p>35 Jahre später und 20 Kilometer weiter entbrennt ein erbitterter Streit über den Tiefbahnhof Stuttgart 21, der nicht nur auf der Straße, sondern auch auf Facebook ausgetragen wird: Gut <a title="Facebook-Page gegen S21" href="http://www.facebook.com/keinstuttgart21">100.000 Fans sind gegen das Projekt</a>, <a title="Facebook-Page der Befürworter von S21" href="http://www.facebook.com/fuer.s21">179.000 sind dafür</a>. Facebook ist damit mehr als ein Fotoalbum peinlicher Partybilder und mehr als Gedanken-Kloake von Jugendlichen ohne realen Freundeskreis. Auf Facebook wird Politik gemacht. Daneben, wer Deutschlands Superstar werden soll und was die Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr richtig und falsch gemacht haben, wird eben auch über gesellschaftliche und politische Themen diskutiert und gestritten. Es gibt Facebook-Gruppen, die <a title="Facebook-Page zuGuttenBack" href="http://www.facebook.com/zuGuttenBACK">Karl Theodor zu Guttenberg zurück</a> haben wollen, andere wollen <a title="Facebook-Page Wir wollen Guttenberg nicht zurück" href="http://www.facebook.com/pages/Wir-wollen-Guttenberg-nicht-zur%C3%BCck/173650972680817">ihn nicht zurück</a>. Es gibt Verlinkungen zu Medienberichten z.B. zu Spiegel Online oder der Süddeutschen Zeitung, die Menschen kommentieren die Berichte, regen sich darüber auf oder unterstützen deren inhaltliche Aussage. Kurzum: Facebook ist zu einem ernst zu nehmenden Raum politischer Diskussion geworden. Annähernd 20 Millionen Menschen nutzen allein in Deutschland dieses soziale Netzwerk, die Hälfte davon ist unter 21 Jahren. Wie auch immer man zu Facebook steht, hier findet <a title="Wikipedia zu politics" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Politics"><em>politics</em> (prozesshafte Dimension von Politik)</a> statt. Politische Bildung, die den Beutelsbacher Konsens ernst nimmt, muss dort vertreten sein, wo politische Prozesse stattfinden. Sie ist zwar nicht teilnehmende Akteurin an diesen Prozessen (im Sinne des Überwältigunsver- und des Kontroversitätsgebots), aber sie muss Anlaufstellen schaffen und ansprechbar sein für fragende Schülerinnen und Schüler und zwar dort, wo sich die Menschen aufhalten.</p>
<p>Politische Bildung findet in Deutschland in der Schule statt, in Museen und Gedenkstätten, in Bildungshäusern, im Fernsehen und in Büchern und Zeitschriften. Man erreicht damit Menschen, die entweder nicht ausweichen können (Schule) und sog. bildungsnahe Schichten, die in Museen gehen oder die <a title="bpb - Schriftenreihe" href="http://www.bpb.de/publikationen/BZUMW6,0,0,Schriftenreihe.html">Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung</a> kennen. Das soziale Netzwerk, das sich auf Facebook abbildet, bietet hervorragende Chancen, speziell mit denjenigen Menschen in Kontakt zu kommen, die kein Zeitungsabonnement haben und Arte nur vom Durchzappen her kennen. Politische Bildung muss sich nicht anbiedern oder aufzwingen, aber sie muss Angebote machen, die von der Zielgruppe auch als solche wahrgenommen werden (können). Sie muss, möchte sie nicht nur eine spezielle Schicht gebildeter Bürgerinnen und Bürger erreichen, auch niederschwellige Angebote unterbreiten und „dem Volk auf&#8217;s Maul schauen“, wie es weiland Martin Luther ausdrückte. Eine politische Bildung, die am Volk vorbei bildet, verdient ihren Namen nicht.</p>
<p>Facebook ist auch deshalb so schnell so erfolgreich geworden, weil sich Menschen darin schnell und einfach untereinander austauschen können und weil sie eine Fülle von Artikulationsmöglichkeiten auf Facebook vorfinden: Man kann Bilder hochladen, Kurzmitteilungen an alle seine Kontakte („Freunde“) versenden, sog. Statusupdates, man kann die Aktivitäten anderer mögen („liken“) und auch kommentieren. Diese Fülle an unmittelbaren Interaktionsmöglichkeiten gibt es sonst im Internet nur selten. An manchen Stellen im Internet kann man Beiträge von anderen kommentieren, manchmal kann man Sternchen vergeben („Fanden Sie diesen Kommentar hilfreich?“). Aber nur Facebook stellt im Internet die Werkzeuge bereit, auf vielfältige Art und Weise mit anderen zu kommunizieren. Von solch einem breiten, kontinuierlichen und hierarchiearmen Diskursansatz konnte die politische Bildung bisher nur träumen. Jede/r Facebook-Nutzer/in hat prinzipiell eine „gleich laute“ Stimme, jede/r kann die Meldungen anderer kommentieren, ihnen zustimmen, sich ablehnend äußern oder erweitern. Facebook ist damit ein ideales Werkzeug, um mit vielen Menschen in leichten Kontakt zu treten. Und dieser Kontakt kann, je nach Thema und damit verbundenen Emotionen, durchaus intensiv sein. Aus Individuen werden Gruppen, aus Kollektiven können soziale Bewegungen werden. Facebook ist eine Plattform, die Beteiligung und demokratische Mitbestimmung fördert, nicht nur in arabischen Ländern.</p>
<p>Facebook ist aus unserer heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken. Man kann dazu stehen, wie man will, aber man darf davor nicht die Augen verschließen und sich nicht in seinem Elfenbeinturm verschanzen. Politische Bildung, die ihren Auftrag ernst nimmt, muss zu den Menschen gehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Und immer mehr dieser Gespräche finden auf Facebook statt.</p>
<hr />
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" rel="license"><img src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a> Dieser Artikel steht unter der <a title="zu den Lizenzbestimmungen auf creativecommons.org" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CC-by-nc-sa-Lizenz</a>.</p>
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		<title>Nur Facebook-Abstinenz überzeugt!</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 04:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christiane Schulzki-Haddouti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Facebook gilt inzwischen für viele gesellschaftliche Akteure als &#8220;unvermeidbar&#8221; &#8211; egal was man von der Plattform und dem dahinter stehenden Unternehmen hält. Gilt das auch für die politische Bildung? Die #pb21-Redaktion hat zwei Experten um ihre Meinung gebeten. Im Folgenden plädiert Christiane Schulzki-Haddouti für eine Abstinenz gerade der politischen Bildung. Die Gegenposition wird von Thomas&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_4197" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-thumbnail wp-image-4197" src="http://pb21.de/files/2011/06/facebook-daumen-runter-200x200.jpg" alt="Hand mit nach unten gestreckten Daumen" width="200" height="200" /><p class="wp-caption-text">Bild unter CC by-nd 2.0 by MailChimp</p></div>
<p>Facebook gilt inzwischen für viele gesellschaftliche Akteure als &#8220;unvermeidbar&#8221; &#8211; egal was man von der Plattform und dem dahinter stehenden Unternehmen hält. Gilt das auch für die politische Bildung? Die #pb21-Redaktion hat zwei Experten um ihre Meinung gebeten. Im Folgenden plädiert Christiane Schulzki-Haddouti für eine Abstinenz gerade der politischen Bildung. Die Gegenposition wird von Thomas Pfeiffer vertreten: &#8220;<a title="Politische Bildung muss nach Facebook!" href="http://pb21.de/2011/06/politische-bildung-muss-nach-facebook/">Politische Bildung muss nach Facebook!</a>&#8221;</p>
<p>Wir laden zur Diskussion &#8211; nicht auf Facebook, sondern in unseren Kommentaren.<span id="more-4162"></span></p>
<hr />
<p>Keine Frage: Viele Menschen sind inzwischen bei Facebook als Mitglied registriert. Weltweit sind es über 600 Millionen. In Deutschland ist inzwischen fast jeder Fünfte bei Facebook. Was also liegt näher, als Menschen für Themen der politischen Bildung nicht auch direkt in dem sozialen Netzwerk anzusprechen? Dafür sprechen einige Argumente. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass ein entsprechendes Engagement bei Facebook eher kontraproduktiv sein könnte.</p>
<h3>Erst analysieren, dann klicken</h3>
<p><strong>Klicken statt Diskutieren</strong>: Der Gefällt-mir-Button verführt die Nutzer dazu, nicht mehr zu kommentieren, die eigenen Gedanken explizit zu artikulieren, sondern über einen einfachen Klick etwas zu „mögen“. Die Option, etwas ähnlich einfach „nicht zu mögen“ gibt es nicht. Facebook fördert damit eine Akklamationskultur – also das Gegenteil einer Diskussionskultur, wie sie für eine funktionierende Demokratie wichtig wäre. Ein Angebot der politischen Bildung riskiert damit diese demokratiekritische Entwicklung weiter zu befördern.</p>
<p><strong>Der Gefällt-mir-Button:</strong> Facebook setzt mit dem Gefällt-mir-Button Cookies auf die Rechner der Besucher und verfolgt sie damit quer durch das Netz. Wenn die Besucher gleichzeitig bei Facebook sind, kann Facebook erfahren, was sie im Netz sonst so tun. Informiert ein Anbieter, der auf seiner Website den Gefällt-mir-Button einbaut, seine Besucher nicht ausführlich über dieses Praxis, verstößt er gegen den Datenschutz. Außerdem zwingt er seinen Besuchern eine fragwürdige Technik auf, da sie, wenn sie die Cookies nicht wollen, diese selbst in ihrem Browser sperren müssen.</p>
<p><strong>Geschlossene Veranstaltung: </strong>Facebook erstellt über den Button außerdem eine alternative Bewertungsstruktur im Netz. Da nicht alle Suchmaschinen diese Links auswerten können, wird sich nach und nach die Gewichtung der Relevanz von Artikeln verschieben. Facebook seinerseits bestimmt darüber, wer die Links auswerten darf und wer nicht. Bing zum Beispiel darf, Google nicht. Das verstößt gegen das Prinzip der Offenheit, das für die Architektur des Internets wesentlich ist. Die Frage ist daher, ob man als Organisation der politischen Bildung auf der Plattform eines Anbieters engagieren möchte, der die Offenheit des Netzes und damit ein Grundprinzip der Wissensgesellschaft korrumpiert.</p>
<p><strong>Respektloser Umgang mit Nutzern:</strong> In der Vergangenheit hat Facebook wiederholt Features eingeführt, die gegen die informationelle Selbstbestimmung der Nutzer verstoßen. Auf Proteste hat Facebook zwar immer wieder, mit teils monatelanger Verzögerung reagiert, um bald darauf mit weiteren einschlägigen Vorstößen aufzufallen. Die jüngste Neuerung der automatischen Gesichtserkennung kann von Nutzern zwar „gesperrt“ werden, korrekt wäre jedoch kein Opt-out-, sondern ein Opt-in-Verfahren gewesen. Diese Methode, die Nutzer grundsätzlich ihrer Privatsphäre zu berauben, damit diese sie wieder in mühevollen Schritten zurückerobern können, widerspricht dem Weltbild des mündigen Bürgers, mit dem respektvoll verhandelt werden muss.</p>
<h3>Erst überlegen, dann engagieren</h3>
<p>Hinzu kommen einige grundsätzliche Überlegungen, die vor einem Engagement im Bereich Social Media angestellt werden sollten.</p>
<p><strong>Relevante Inhalte:</strong> Es können nur dann viele Menschen erreicht werden, wenn die Inhalte auf großes Interesse stoßen. Netzwerkeffekte entstehen nämlich nur dann, wenn Menschen Informationen als wichtig, relevant oder irgendwie besonders einstufen. Eine Facebook-Seite ist daher kein Selbstläufer, sondern muss kontinuierlich mit interessanten Informationen bestückt werden. Diese müssen kontinuierlich recherchiert, aufbereitet und auf verschiedenen Kanälen verbreitet werden. Ansonsten tritt rasch Langeweile ein – und neue Nutzer können nicht gewonnen werden.</p>
<p><strong>Glaubwürdiges Engagement: </strong>Das Engagement für die Seite muss glaubwürdig sein. Das ist es in einem Sozialen Netzwerk nur, wenn es auch „sozial“ ist, wenn also hinter der Seite Personen erkennbar sind, die sich engagieren. Diese müssen ständig ansprechbar sein, besser noch: Sie müssen selbständig und eigenverantwortlich in Foren und Kommentaren agieren können. Anderenfalls erscheint das Angebot rasch unglaubwürdig.</p>
<p><strong>Kommunikationskonzept: </strong>Ein Facebook-Auftritt erfordert ein überzeugendes Kommunikationskonzept. Denn die jeweils Verantwortlichen treten nicht als Privatpersonen, sondern als Vertreter einer Institution auf. Deshalb muss auch überlegt werden, wer kommuniziert, wenn die jeweiligen Personen im Urlaub oder krank sind. Wird dies nicht geregelt, erscheint der Auftritt wenig professionell.</p>
<p><strong>Effektive Organisation</strong>: Das Engagement in einem sozialen Netzwerk erfordert aufgrund der stark personenbezogenen Kommunikation eine effektive Organisation hinter den Kulissen. Hier müssen Präsentations- und Moderationskonzepte erarbeitet werden. Arbeitsabläufe innerhalb der Organisation müssen analysiert und in Einklang mit den Anforderungen der sozialen Netzwerke gebracht werden. Sie müssen außerdem so aufeinander abgestimmt werden, dass die Kommunikation in den sozialen Netzwerken nicht zur organisatorischen Belastung wird. Lange Reaktionszeiten können nämlich rasch an der Glaubwürdigkeit bzw. Authentizität kratzen.</p>
<p><strong>Social Media Policy</strong>: Ein Engagement in sozialen Netzwerken bedeutet für Organisationen, dass auf Facebook nichts kommuniziert werden sollte, was der offiziellen Kommunikation des Hauses widerspricht. Eine interne Abstimmung ist daher wichtig. Außerdem sollte überlegt werden, wie lang die Leine sein darf, an der die Mitarbeiter agieren dürfen. Diese befinden sich ansonsten in einem permanenten Konflikt: Sprechen sie als Privatperson, die sie ja vielleicht ebenfalls auf Facebook sind, oder sprechen sie als Vertreter einer Institution? Bei Mitarbeitern könnte dies ansonsten zu einer permanenten Belastungssituation führen.</p>
<p><strong>Recht:</strong> Auch auf Facebook gilt es rechtliche Regelungen wie etwa die Impressumspflicht oder das Recht auf Gegendarstellungen einzuhalten. Wer meint, auf Facebook ginge alles schneller und unkomplizierter, lässt sich von der spielerischen Fassade blenden.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Abgesehen von grundsätzlichen konzeptionellen Erwägungen, die ein erfolgreiches Engagement in Facebook erfordert, stellt sich angesichts zahlreicher Eigenheiten der Plattform die Frage, ob überhaupt ein glaubwürdiger Auftritt im Rahmen eines Dienstes möglich ist, der grundlegende Rechte seiner Nutzer ignoriert. Eine bewusst gewählte Abstinenz wäre meiner Meinung für eine Organisation der politischen Bildung im Fall von Facebook angemessen.</p>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Christiane Schulzki-Haddouti für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Perspectives of Web 2.0 for Citizenship Education in Europe</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 05:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anita Baschant</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[bpb]]></category>
		<category><![CDATA[civic education]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[NECE]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>

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		<description><![CDATA[ein Tagungsbericht aus Brno Weltweit beeinflussen die neuen Medien Politik und Gesellschaft und haben zahlreiche neue Formen der Partizipation entstehen lassen. Vor diesem Hintergrund müssen Akteure der politischen Bildung nicht nur reflektieren, wie sie diese Entwicklungen kritisch begleiten können. Sie müssen sich auch damit auseinandersetzen, welche Auswirkungen diese Veränderungsprozesse auf die Institutionen der politischen Bildung&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h3><a href="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0023_Keynote_Andy-Williamson-Hansard-Society-UK.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3928" src="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0023_Keynote_Andy-Williamson-Hansard-Society-UK-200x200.jpg" alt="Andy Williamson Hansard Society UK by Anita Baschant" width="200" height="200" /></a>ein Tagungsbericht aus Brno</h3>
<p>Weltweit beeinflussen die neuen Medien Politik und Gesellschaft und haben zahlreiche neue Formen der Partizipation entstehen lassen. Vor diesem Hintergrund müssen Akteure der politischen Bildung nicht nur reflektieren, wie sie diese Entwicklungen kritisch begleiten können. Sie müssen sich auch damit auseinandersetzen, welche Auswirkungen diese Veränderungsprozesse auf die Institutionen der politischen Bildung sowie deren Arbeitsweise, Formate und Methoden, haben. Zu dieser Fragestellung hatte die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)  im Rahmen ihrer <em>NECE – Networking European Citizenship Education Initiative</em> im April 2011 zu einem Workshop zum Thema „<em>Perspectives of Web 2.0 for Citizenship Education in Europe</em>” eingeladen. 40 Experten/innen aus 15 verschiedenen europäischen Ländern kamen nach Brno, darunter Netzaktivisten, Blogger, politische Bildner und Multiplikatoren politischer Bildung, und disktuierten über die Chancen und Herausforderungen von Web 2.0 für die politische Bildung in Europa.<span id="more-3922"></span></p>
<h3>7-9 April 2011 in Brno, Czech Republic</h3>
<p>40 participants, among them net activists, Web 2.0 experts and practitioners from the field of citizenship education, came together to identify the specific interactions of Web 2.0 and citizenship education and discussed current tasks, challenges and opportunities for citizenship education in a digitalised world.<a href="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0015_Opening-Event_Audience.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3929" src="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0015_Opening-Event_Audience-200x200.jpg" alt="Opening Event Audience by Anita Baschant" width="200" height="200" /></a></p>
<p>First, <a href="http://www.andywilliamson.com/">Andy Williamson</a>, Head of the “Digital Citizenship” department at the <a href="http://www.hansardsociety.org.uk/">Hansard Society</a>, UK, introduced the workshop topic by considering the fundamental change in our underlying social processes through Web 2.0. He stated that the internet is becoming a &#8216;business as usual&#8217; tool for how we live, work, socialise and participate and that Web 2.0 is a timely tool to support radical new ways of socially organising for effective change. Subsequently, in the discussion panel <a href="http://homepage.univie.ac.at/axel.maireder/">Axel Maireder</a>, University of Vienna (Austria), <a href="http://www.ulrikereinhard.com/">Ulrike Reinhard</a>, author (Germany), <a href="http://www.inepa.si/index.php?lang=en">Simon Delakorda</a>, Institute for Electronic Participation, INePA (Slovenia) and Andy Williamson lively discussed with the audience the opportunities and risks of Web 2.0 as a tool for politics, participation and active citizenship from different perspectives.</p>
<p>In a world café the participants intensively exchanged their experiences with Web 2.0 and mentioned, amongst others, the following aspects as being important for the relation of citizenship education and Web 2.0: the development of Web 2.0 strategies for active citizenship, the changed meaning of citizenship through Web 2.0, digital and political literacy, making Web 2.0 campaigns sustainable, the limitations of Web 2.0 for citizenship education, can online go offline, inclusion using Web 2.0 in citizenship education etc. In his contribution, <a href="http://www.icts.sbg.ac.at/content.php?id=1629&amp;m_id=1009&amp;ch_id=1401&amp;persid=2255">Stefan Huber from the ICT&amp;S Center of the University of Salzburg</a> (Austria) tried to clarify the difference between New Social Media adoption and New Social Media capabilities. He identified “the development of New Social Media capabilities as crucial for active online participation and collaboration, (…) because the times when political education was complacent with the teaching of factual knowledge are gone”.</p>
<p><a href="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0071_WorldCafé.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3930" src="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0071_WorldCafé-200x200.jpg" alt="WorldCafé by Anita Baschant" width="200" height="200" /></a>The participants also discussed different aspects of the subject in three parallel working groups. One of it dealt with the question whether there are differences regarding the use of Web 2.0 and the reflections about the consequences for citizenship education in different European countries.</p>
<p>Jochum de Graaf, host of this group, summarised that of course, in accordance with the different historical developments in all European countries, there are big differences. Referring to this, Tit Neubauer from Slovenia pointed out, “(…) that Western European models of citizenship education cannot simply be adopted in other European countries, and this also holds for Web 2.0. We have to adapt all tools to fit our shape of democracy.”</p>
<p>Another group focused on the question whether Web 2.0 offers an innovative and interesting toolbox for citizenship education. Jöran Muuß-Merholz (<a href="http://www.joeran.de/">joeran &amp; konsorten, Germany</a>) presented an overview of the Web 2.0 Map of Educational Events and thereby explained which social media formats be suitable in which educational contexts. For him “(…) all of Web 2.0 is about creativity, participation, connecting and sharing – that’s why Web 2.0 and citizenship education should be best friends.”</p>
<p>Whether new forms of online participation increase the empowerment of certain groups of citizens and whether this might reinforce exclusion of already educationally disadvantaged people, was a question discussed by the third working group. Based on the World Internet Project 2009 UK data<sup>(1)</sup> <a href="http://www2.lse.ac.uk/media@lse/whosWho/AcademicStaff/EllenHelsper.aspx">Ellen Helsper</a> (London School of Politics and Economics, UK) showed, that 21% of internet users had participated in some way civically online and 34% of them offline<sup>(2)</sup>. Of those who had undertaken civic engagement activities online, about 70% (11% of the population) had also done this offline, 30% (4% of the population) had participated online only. The result regarding the group of disabled persons was really surprising. Disabled people were less likely to be online and less skilled and confident in using the internet. However, if they managed to overcome these barriers they were more likely than other internet users to have participated civically online<sup>(3)</sup>. Finally, based on the <a href="http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/Home.aspx">EUKidsOnline II</a> study, Ellen Helsper underlined that educationally disadvantaged young people are not completely disengaged or unskilled in the online world but that they have different patterns of participation and engagement. The main problem is that at the moment we do not understand how to explain these differences and nuances well enough, she stressed.<a href="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0079_WorldCafé.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3931" src="http://pb21.de/files/2011/05/DSC_0079_WorldCafé-200x200.jpg" alt="WorldCafé by Anita Baschant" width="200" height="200" /></a></p>
<p>The workshop was organised by the German <a href="http://www.bpb.de/">Federal Agency for Civic Education</a>/bpb together with the recently founded <a href="http://www.obcanskevzdelavani.cz/english-version">Czech Civic Education Centre</a>, located in Brno, and the <a href="http://www.democratie-rechtsstaat.nl/English/About">Dutch House for Democracy and the Rule of Law</a>, formerly known as the Institute for Political Participation, and was kindly supported by the <a href="http://www.bosch-stiftung.de/content/language2/html/index.asp">Robert Bosch Stiftung</a>, Germany and the <a href="http://www.erstestiftung.org/">ERSTE Foundation</a> in Austria.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>More information at: </em><em><a href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/PAJZMN">www.nece.eu</a></em></p>
<h3>References:</h3>
<p>(1) Dutton, W.H., Helsper, E.J. &amp; Gerber, M. (2009) The Internet in Britain: 2009. Oxford Internet Institute. Oxford (UK): <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/microsites/oxis">www.oii.ox.ac.uk/microsites/oxis</a><br />
(2) These are UK figures and are likely to be lower in most EU countries<br />
(3) Helsper, E.J. (2007), PhD Thesis: <a href="http://www2.lse.ac.uk/media@lse/alumni/PhDAlumni/Helsper.aspx">www2.lse.ac.uk/media@lse/alumni/PhDAlumni/Helsper.aspx</a><br />
Footnote: disabled users tend to be older than the general population and age is probably related to civic participation so some of this might be an age effect.</p>
<p><strong>Author and Photos</strong>: Anita Baschant, <a href="http://www.lab-concepts.de/">lab concepts</a> (Germany)</p>
<hr />
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" rel="license"><img src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a> Dieser Artikel steht unter der <a title="zu den Lizenzbestimmungen auf creativecommons.org" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CC-by-nc-sa-Lizenz</a>.</p>
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		<title>#pb21-Webtalk: Eine Landkarte der Web 2.0-Dienste für den Einsatz in der politischen Bildung</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 10:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blanche Fabri</dc:creator>
				<category><![CDATA[#pb21 Webtalk]]></category>
		<category><![CDATA[Dienste & Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
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		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Freitag, 27.5.2011, von 11 bis 12 Uhr findet der nächste #pb21-Webtalk statt. Der Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Merholz entwirft in einem Online-Vortrag eine &#8220;Landkarte der Web 2.0-Dienste für den Einsatz in der politischen Bildung&#8221;. Darin werden verbreitete Werkzeuge und Dienste des Web 2.0 mit typischen Einsatzmöglichkeiten in Bildungsveranstaltungen verbunden. PS: Für die technisch Interessierten: Wir werden&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div id="attachment_3955" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-thumbnail wp-image-3955  " src="http://pb21.de/files/2011/05/Joeran-2011-beim-Educamp-2-by-Ralf-Appelt-800x600-200x200.jpg" alt="Jöran Muuß-Merholz" width="200" height="200" /><p class="wp-caption-text">Jöran Muuß-Merholz | Foto by Ralf Appelt</p></div>
<p>Am Freitag, 27.5.2011, von 11 bis 12 Uhr findet der nächste <em>#pb21-Webtalk</em> statt.</p>
<p>Der Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Merholz entwirft in einem Online-Vortrag eine &#8220;Landkarte der Web 2.0-Dienste für den Einsatz in der politischen Bildung&#8221;. Darin werden verbreitete Werkzeuge und Dienste des Web 2.0 mit typischen Einsatzmöglichkeiten in Bildungsveranstaltungen verbunden.<br />
PS: Für die technisch Interessierten: Wir werden am Freitag <a href="http://www.edudip.com/">edudip.com</a> als neue Plattform testen. Auch hier ist die Teilnahme wieder ohne Voranmeldungen und ohne Installation von Software möglich.</p>
<p>Hier die Aufzeichnung des Webtalks:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/25860662" width="580" height="326" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Blanche Fabri für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
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<div class="shr-publisher-3951"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Web 2.0 in der politischen Bildung – wie es weiterging</title>
		<link>http://pb21.de/2011/05/web-2-0-in-der-politischen-bildung-%e2%80%93-wie-es-weiterging/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 06:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cornelia Schmitz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis & Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Auswertungsworkshop]]></category>
		<category><![CDATA[bpb]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Vortag der re:publica ludt die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb Träger der politischen Bildung zu einem Workshop ein, um gemeinsam solche Seminarprojekte vorzustellen und auszuwerten, die seit dem Kick-Off-Workshop im September 2010 in den Einrichtungen durchgeführt worden waren. Die bpb beschäftigt sich seit der Fachtagung zur politischen Bildung „Web 2.0. Akteure, Potenziale, Methoden“ im Februar&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><a href="http://pb21.de/files/2011/05/pb21-workhshop-berlin.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3694" src="http://pb21.de/files/2011/05/pb21-workhshop-berlin-200x200.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a>Am Vortag der re:publica ludt die <a title="Bundeszentrale für politische Bildung" href="http://www.bpb.de/" target="_blank">Bundeszentrale für politische Bildung/bpb</a> Träger der politischen Bildung zu einem Workshop ein, um gemeinsam solche Seminarprojekte vorzustellen und auszuwerten, die seit dem Kick-Off-Workshop im September 2010 in den Einrichtungen durchgeführt worden waren.</p>
<p>Die bpb beschäftigt sich seit der Fachtagung zur politischen Bildung <a title="Programm" href="http://pb21.de/2010/02/programm/">„Web 2.0. Akteure, Potenziale, Methoden“</a> im Februar 2010 intensiv mit der Frage, wie die Anwendungen des Web 2.0 in der politischen Bildungsarbeit eingesetzt werden können. Nach einer <a title="Kick off Workshop" href="http://pb21.de/projekte/">Kick-Off-Veranstaltung im September 2010</a> sind einige Anbieter politischer Bildung in die praktische Erprobungsphase mit Seminarteilnehmenden in ihren Organisationen gegangen.  <span id="more-3693"></span>Zum 12. April 2011 waren 23 Vertreter und Vertreterinnen von Einrichtungen nach Berlin gekommen und haben eine große Vielfalt an Heransgehensweisen, Themen, Einsatzmöglichkeiten oder Zielgruppen präsentiert. Gezeigt hat sich, dass das Web 2.0 mit seinen interaktiven und partizipativen Möglichkeiten in der politischen Bildungsarbeit durchaus sinnvoll genutzt werden kann und genutzt wird. Von Weblog, über Etherpads, Twitter, Blogs oder Podcasts sind in den vorgestellten Projekten bereits viele Anwendungen des Web 2.0 zum Einsatz gekommen. Sie wurden zur Kommunikation dezentral miteinander arbeitender Gruppen ebenso genutzt, wie zur Dokumentation, zur (internen) Veröffentlichung von Ergebnissen,  zur Vernetzung oder zur Erprobung der eigenen Kreativität.</p>
<p>Der Auswertungs-Workshop am 12.4.2011 sollte einen Zwischenstand in der weiteren Arbeit mit dem Web 2.0 in der politischen Bildung sein. So sind hier viele Fragen offen geblieben, die wir mit unserer fortlaufenden Arbeit gemeinsam bearbeiten wollen: &#8220;Ist das Web 2.0 eine Methodenerweiterung?&#8221;; &#8220;Welches Tool für welchen Inhalt?&#8221;; &#8220;Mehr Schulungen von Multiplikatoren/innen für den Einsatz des Web 2.0 als Methode der Bildungsarbeit?&#8221;; &#8220;Wo sind die Grenzen des &#8220;Web 2.0 Ausprobierens&#8221; im Seminar?&#8221;; &#8220;Was passiert mit den Inhalten, nach dem Seminar? Wer hat die Rechte?&#8221; &#8211; um nur einige Fragen zu nennen.</p>
<p>Damit Sie an den bisherigen Ergebnissen teilhaben können, hat der renommierte Podcaster <a href="http://twitter.com/#!/timpritlove">Tim Pritlove</a> mit insgesamt 15 Akteuren der politischen Bildung vor Ort über ihre Erfahrungen mit Web 2.0 in ihrer Arbeit Gespräche geführt, die nun anlässlich der <a title="Aktionstage politische Bildung" href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/V4LKMK,0,Aktionstage_politische_Bildung_2011.html" target="_blank">Aktionstage politische Bildung</a> (05.-23.05.2011)  auf pb21.de in einer sechsteiligen Podcast-Reihe veröffentlicht werden. <a title="Die #pb21-podcast-Wochen" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-wochen/">Zu den Details &#8230;</a></p>
<p>Falls Sie für Ihre Einrichtung Fragen in diesem Kontext haben, falls Sie ein Seminar planen und Web 2.0 darin einsetzen möchten und dazu noch Beratung benötigen, und falls Sie ein bei der bpb anerkannter Träger sind, dann zögern Sie bitte nicht, folgenden Kontakt zu nutzen: Cornelia Schmitz, Fachbereich Förderung, Bundeszentrale für politische Bildung: <a href="javascript:DeCryptX('dpsofmjb/tdinju{Acqc/cvoe/ef')">cornelia [dot] schmitz [at] bpb [dot] bund [dot] de</a></p>
<div>
<hr />
<p><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" rel="license"><img src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" /></a> Dieser Artikel steht unter der <a title="zu den Lizenzbestimmungen auf creativecommons.org" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CC-by-nc-sa-Lizenz</a>.</p>
</div>
<div class="shr-publisher-3693"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Die #pb21-podcast-Wochen</title>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 15:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[#pb21 Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Podcasts]]></category>
		<category><![CDATA[Porträts & Profile]]></category>
		<category><![CDATA[best practice]]></category>
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		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Praxiserfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Pritlove]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich der Aktionstage politische Bildung (5.-23.5.) veröffentlichen wir auf pb21.de eine sechsteilige Podcast-Reihe. Der renommierte Podcaster Tim Pritlove führt Gesprächsrunden mit insgesamt 15 Akteuren der politischen Bildung über ihre Erfahrungen mit Web 2.0 in ihrer Arbeit. Außerdem hat Tim Pritlove eine ausführliche Einführung verfasst, die wir in zwei Teilen veröffentlichen: Was brauche ich als Einsteiger,&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><img class="size-thumbnail wp-image-2180 alignright" src="http://pb21.de/files/2010/12/podcast-200x200.jpg" alt="#pb21 Podcast" width="200" height="200" />Anlässlich der Aktionstage politische Bildung (5.-23.5.) veröffentlichen wir auf pb21.de eine sechsteilige Podcast-Reihe. Der renommierte Podcaster <a href="http://twitter.com/#!/timpritlove">Tim Pritlove</a> führt Gesprächsrunden mit insgesamt 15 Akteuren der politischen Bildung über ihre Erfahrungen mit Web 2.0 in ihrer Arbeit.</p>
<p>Außerdem hat Tim Pritlove eine ausführliche Einführung verfasst, die wir in zwei Teilen veröffentlichen: Was brauche ich als Einsteiger, wenn ich selber podcasten will?</p>
<p>Die Details:<span id="more-3638"></span></p>
<ul>
<li>6.5.: <a title="Web 2.0 in der politischen Bildung – wie es weiterging" href="http://pb21.de/2011/05/web-2-0-in-der-politischen-bildung-%e2%80%93-wie-es-weiterging/">Das Making-of: Wo entstanden die Podcasts?</a></li>
<li>9.5.: <a title="#pb21 Podcast 01 mit Susanne Wolf und Dr. Martin Dabrowski" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-01-mit-susanne-wolf-und-dr-martin-dabrowski/">#pb21-Podcast 01 mit Susanne Wolf (Evangelische Akademie Bad Boll) und Dr. Martin Dabrowski (Franz Hitze Haus)</a></li>
<li>11.5.: <a title="#pb21 Podcast 02 Anne Brülls, Anselm Sellen, Michaela Rüffert" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-02-anne-brulls-anselm-sellen-michaela-ruffert/">#pb21-Podcast 02 mit Anne Brülls (Arbeit und Leben), Anselm Sellen (Europa-Haus Marienberg) und Michaela Rüffert (Gemeindeverwaltung Ginsburg-Gustavsburg)</a></li>
<li>12.5.: <a title="Podcasting für Einsteiger – Teil I: Grundlagen und Geräte" href="http://pb21.de/2011/05/podcasting-fur-einsteiger-1/">Podcasting für Anfänger: das richtige Equipment für meine Zwecke &#8211; Teil I</a></li>
<li>13.5.: <a title="#pb21 Podcast 03 mit Schirin Shahed und Nina Keim" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-03-mit-schirin-shahed-und-nina-keim/">#pb21-Podcast 03 mit Schirin Shahed (Anne Frank Zentrum) und Nina Keim (Atlantische Initiative)</a></li>
<li>16.5.: <a title="#pb21 Podcast 04 mit Martin Kurth und Heinz-Hermann Peitz" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-04-mit-martin-kurth-und-heinz-hermann-peitz/">#pb21-Podcast 04 mit Martin Kurth (Haus Neuland) und Heinz-Hermann Peitz (Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart)</a></li>
<li>18.5.: <a title="#pb21 Podcast 05 – mit Jürgen Ertelt und Frank Hofmann" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-5-mit-juergen-ertelt-und-frank-hofmann/">#pb21-Podcast 05 mit Jürgen Ertelt (IJAB e.V.) und Frank Hofmann (Bildungswerk Blitz)</a></li>
<li>19.5.: <a title="Podcasting für Einsteiger – Teil II: Planung und Produktion" href="http://pb21.de/2011/05/podcasting-fur-einsteiger-%e2%80%93-teil-ii-planung-und-produktion/">Podcasting für Anfänger: das richtige Equipment für meine Zwecke &#8211; Teil II</a></li>
<li>20.5.: <a title="#pb21 Podcast 06 mit Annette Ullrich, Henning Wötzel-Herber und Hendrik Giese" href="http://pb21.de/2011/05/pb21-podcast-06-mit-annette-ullrich-henning-wotzel-herber-und-hendrik-giese/">#pb21-Podcast 06 mit Annette Ullrich (wannseeFORUM), Henning Wötzel-Herber (ABC Bildungs- und Tagungszentrum) und Hendrik Giese (Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein)</a></li>
</ul>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-3638"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Praxisbeispiel Opendata: Eine Landkarte der politischen Bildung</title>
		<link>http://pb21.de/2011/04/praxisbeispiel-opendata-eine-landkarte-der-politischen-bildung/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 05:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Guido Brombach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dienste & Werkzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Informationen]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[Maps]]></category>
		<category><![CDATA[opendata]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; und wie sie entstanden ist Politische Bildung heißt Informationen unter verschiedenen Perspektiven zu bewerten. Dabei spielt bekanntlich die Darstellung und der Zusammenhang, in den die Informationen gestellt werden, eine erhebliche Rolle für die Intepretation. In diesem Artikel soll anhand der Landkarte zur politischen Bildung deutlich werden, wie sich die Interpretation der Daten verändert, wenn&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><h3><strong><a href="http://pb21.de/files/2011/04/Bildschirmfoto-2011-04-15-um-09.17.49.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-3182" src="http://pb21.de/files/2011/04/Bildschirmfoto-2011-04-15-um-09.17.49-218x250.png" alt="Karte der Träger politischer Bildung und Partner der BpB" width="218" height="250" /></a></strong>&#8230; und wie sie entstanden ist</h3>
<p>Politische Bildung heißt Informationen unter verschiedenen Perspektiven zu bewerten. Dabei spielt bekanntlich die Darstellung und der Zusammenhang, in den die Informationen gestellt werden, eine erhebliche Rolle für die Intepretation. In diesem Artikel soll anhand der Landkarte zur politischen Bildung deutlich werden, wie sich die Interpretation der Daten verändert, wenn sie in den Kontext einer Karte gestellt werden. Was bringt die Auseinandersetzung mit den Daten in Seminaren der politischen Bildung, und wie kann dies sogar einen gesellschaftlichen Mehrwert ermöglichen. Im Praxisbeispiel stellen wir vor, wie aus einer Liste eine interaktive Karte entsteht. Einige Grundlagen zu Opendata im Seminareinsatz haben wir auf pb21 bereits beschrieben.<span id="more-2963"></span></p>
<p>Solche Datenanalysen bieten sich für Seminare an, in denen statistische Quellen zur Untermauerung von Thesen herangezogen werden. Neben einem PC mit Internetanschluss kann eine installierte Tabellenkalkulation (Calc oder Excel) hilfreich sein und die Daten bearbeiten zu können. Denkbare Themen könnten <a title="Interaktive Grafik bei der Zeit zu Todesopfer rechter Gewalt" href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/todesopfer-rechter-gewalt">Extremismus in Deutschland</a> sein, oder auch Kinderarmut im europäischen Vergleich. Entscheidend ist aber nicht nur die Daten entsprechend aufzubereiten, sondern auch zu intepretieren.</p>
<h3>Praxisbeispiel: Wie aus einer Liste mit Veranstaltern der politischen Bildung eine Landkarte wird</h3>
<ol>
<li><a href="http://pb21.de/files/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-31-um-15.37.25.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-2964" src="http://pb21.de/files/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-31-um-15.37.25-350x179.png" alt="Buchstabenräume der Veranstalter pB auf der Webseite bpb" width="350" height="179" /></a>Die Datengrundlage ist zum einen die <a title="Übersicht der Veranstalter politischer Bildung in Deutschland" href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/ITC55F,0,0,%DCbersicht_der_Veranstalter.html">Übersicht der Veranstalter</a> der politischen Bildung in Deutschland und zum anderen <a title="Träger der politischen Bildung" href="http://www.bpb.de/veranstaltungen/ITC55F,0,0,%DCbersicht_der_Veranstalter.html">die der Träger </a>auf der Webseite der bpb. Dort sind die Daten allerdings nach Anfangsbuchstabenräumen geclustert worden. Es wird jedoch eine Liste aller Anbieter benötigt. Also müssen von allen Bereichen die Veranstalterdaten per copy und paste in einen Editor kopiert werden. In der Wikipedia wurde eine <a title="Liste mit Texteditoren für Windows, MacOS und Linux" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Texteditoren">Liste mit unterschiedlichen Anbietern einer solchen Editor-Software</a> zusammengestellt. Anschließend müssen die Daten in ein sog. cvs-Format konvertiert werden. Hierzu ist ein wenig Handarbeit erforderlich.</li>
<li>Eine csv-Datei ist eine Tabelle, die in einem Texteditor lesbar und bearbeitbar ist. Statt einzelner Zellen, werden hier die Daten mit einem Textzeichen voneinander getrennt. Das kann ein Komma, ein Strichpunkt oder auch eine Raute sein. Das Dateiformat ist damit allgemein gültig und nicht nur von einer bestimmten Software zu lesen. Bei der Umwandlung einer Text- in eine csv-Datei kann in dem vorliegenden Beispiel sehr vieles mit &#8220;Suchen und Ersetzen&#8221; automatisiert werden. Ein Beispiel (es wurde hier der erste Datensatz beispielhaft ausgewählt) statt<br />
<blockquote><p>AABF-Alevitische Gemeinde Deutschland<br />
Stolberger Str. 317<br />
50933 Köln<br />
Tel.: 0221 94985622<br />
E-Mail: <a href="javascript:DeCryptX('jtnbjm/lbqmboAbmfwj/dpn')">ismail [dot] kaplan [at] alevi [dot] com</a><br />
Internet: www.alevi.com</p></blockquote>
<p>soll dort im Ergebnis</p>
<blockquote><p>AABF-Alevitische Gemeinde Deutschland;Stolberger Str. 317, 50933 Köln;0221 94985622;ismail [dot] kaplan [at] alevi [dot] com;www.alevi.com</p></blockquote>
<p>stehen, also soll z.B. &#8220;Tel.: &#8221; jedesmal durch &#8220;;&#8221; ersetzt werden. Ausserdem müssen alle Umbrüche entfernt werden. Für jeden der Buchstabenblöcke muss diese Arbeit gemacht werden, anschließend müssen alle Ergebnisse zu einer Datei zusammenkopiert werden. Dabei entsteht eine <a title="csv-Datei mit allen Anbietern der politischen Bildung in Deutschland" href="http://pb21.de/files/2011/04/bpb_einrichtungen_liste_alle_traeger.csv" target="_blank">Textdatei mit 389 Zeilen in der alle Anbieter politischer Bildung zu  finden sind</a>.</li>
<li><a href="http://pb21.de/files/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-31-um-16.16.24.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-2966" src="http://pb21.de/files/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-31-um-16.16.24-350x130.png" alt="Dateneingabe bei Batchgeo" width="350" height="130" /></a>Die Datei wurde für einen Dienst namens Batchgeo optimiert. Wir hatten diesen schon im Zusammenhang mit <a title="Opendata im Seminareinsatz" href="http://pb21.de/2010/12/opendata-im-seminareinsatz/">&#8220;Opendata im Seminareinsatz&#8221;</a> vorgestellt. Der Dienst nutzt die Adressen um diese massenhaft auf einer Karte zu verorten. Dazu muss die vorher erstellte csv-Datei in den Textbereich kopiert werden. Danach werden die Daten überprüft. Man kann dann noch den einzelnen Spalten Überschriften zuordnen, damit die anschließend auf der Karte erscheinenden Sprechblasen übersichtlich gegliedert sind.</li>
<li><a href="http://pb21.de/files/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-31-um-16.50.13.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-2970" src="http://pb21.de/files/2011/03/Bildschirmfoto-2011-03-31-um-16.50.13-179x250.png" alt="Screenshot der Batchgeokarte mit allen Veranstaltern politischer Bildung in Deutschland" width="179" height="250" /></a>Als Ergebnis werden dann alle Datensätze auf einer Karte ausgegeben. Die Kreise deuten darauf hin, das dort besonders viele Veranstalter politischer Bildung verortet wurden. Je weiter man in die Karte zoomt, umso konkreter werden die Ergebnisse. Im Suchfeld oben rechts können Einrichtungen in ihrer Nähe gesucht werden. Wenn einzelne Fähnchen sichtbar werden, können durch einen Klick die in der csv-Datei hinterlegten Daten angezeigt werden. Im Fall der aufbereiteten bpb-Liste sind Adresse, Telefonnummer des Veranstalters, E-Mail und die entsprechende Webseite hinterlegt.</li>
</ol>
<h3>Was ist zu beachten?</h3>
<ul>
<li>Es sollten keine personenbezogene Daten verwendet werden.</li>
<li>Die Daten müssen Zeile für Zeile überprüft werden, häufig werden durch das automatisierte &#8220;Suchen und Ersetzen&#8221; in inkonsistenten Datenbeständen Zeichen gelöscht, die den Datensatz unverständlich machen. Wird z.B. keine Webadresse angegeben, kann es in diesem Beispiel zu Problemen führen.</li>
<li>Beim Ersetzen muss der Zeilenumbruch mit gelöscht werden, da ein Zeilenumbruch immer einen neuen Datensatz einleitet. Da der Ausgangsdatensatz aus recht vielen Zeilenumbrüchen besteht, muss darauf geachtet werden, dass all diese gelöscht werden.</li>
<li>Die Karten beruhen auf den Karten von Google Maps und unterliegen somit auch entsprechenden <a title="Lizenzen, die bei der Nutzung der Google Maps zu beachten sind" href="http://www.google.com/intl/de_de/help/terms_maps.html" target="_blank">Lizenzen</a>.</li>
</ul>
<h3>Was kann gelernt werden?</h3>
<p>Während der Produktion einer eigenen Karte findet eine intensive Beschäftigung der Teilnehmenden mit jedem einzelnen Datensatz statt. Sie bekommen ein Gespür für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten. So wird z.B. schnell klar, dass es sich bei den Veranstaltern der politischen Bildung keineswegs nur um die durch die bpb geförderten Einrichtungen handelt, sondern auch um alle politischen Stiftungen und sonstigen Institutionen in der politischen Bildungslandschaft. Man kann alle Landeszentralen finden und bemerken, dass nicht jedes Bundesland eine Landeszentrale für politische Bildung hat. Es fällt auch auf, dass unter den Veranstaltern sehr viele zu finden sind, die sich explizit nur an Jugendliche richten. Die Auseinandersetzung befördert also auch das Verständnis der Struktur der politischen Bildung in Deutschland. Man wird aber auch eine ganz Reihe an hoch spezialisierten Instituten kennenlernen. Was die Benennung politischer Bildungseinrichtungen angeht, kann man grob 3 Blockbuster resümieren: Akademien, Bildungsstätten, Bildungswerke.</p>
<p>Während der Kontextualisierung der Datensätze fangen die Teilnehmeden auch an, weitergehende Fragen zu formulieren:</p>
<ul>
<li>Wieviele Veranstalter gibt es pro Bundesland? Wie sind diese verteilt?</li>
<li>Wie ist das Verhältnis von dezidierten Jugendeinrichtungen zu denen der Erwachsenenbildung?</li>
<li>Welche dieser Einrichtungen werden von der bpb finanziell unterstützt?</li>
</ul>
<p>So entsteht ein exploratives Lernfeld, in dem die digitale Umsetzung nur ein Teil des Erkenntnisgewinns sind, ein weit größerer sind die weitergehenden Fragen, die die Teilnehmenden zu einem Telefongespräch motivieren oder auch nur eine Mail an einen Verantwortlichen zur Beantwortung erfordert.</p>
<h3>Mehrwert für die Gesellschaft</h3>
<p>Würden die im Seminar erstellten Karten öffentlich zur Verfügung gestellt, könnten die Teilnehmenden somit ihre Erkenntnisse den Bürgern zur Verfügung stellen. So kann die neu erzeugte Primärquelle für andere zur Grundlage für weitere Interpretationen und Erkenntnisse genutzt werden. Zum Beispiel führt der Link <a title="Landkarte zur politischen Bildung" href="http://batchgeo.com/map/landkarte_politische_bildung">http://batchgeo.com/map/landkarte_politische_bildung</a> bei der Eingabe in ein Smartphone in Kombination mit dem aktuellen Standort seiner Besitzerin zur Angabe politischer Veranstalter in der Umgebung.</p>
<p>Durch die Livesuche können auch die Einrichtungen gefunden werden, dessen Name vage bekannt ist. Es können z.B. alle Niederlassungen der Konrad-Adenauer-Stiftung gefunden werden, die auch als Veranstalter von der bpb gelistet werden, ebenso alle Einrichtungen des Anbieters Arbeit und Leben.</p>
<h3>Weiteres Beispiel: Der Guardian</h3>
<p>Das Opendata-Blog des Guardian veröffentlicht in regelmäßigen Abständen nicht nur interessante Analysen sondern auch die zugrundeliegenden Datensätze. So wurde nach der AKW-Katastrophe in Japan eine <a title="Datensatz des Guardian mit allen AKWs weltweit" href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2011/mar/18/nuclear-reactors-power-stations-world-list-map" target="_blank">Liste mit allen AKWs weltweit veröffentlicht</a>. Diese Daten lassen sich auf Deutschland reduzieren und dort mit weiteren Informationen anreichern, sicherlich auch ein interessantes Seminarprojekt, von dem wiederum die Bürger profitieren könnten.</p>
<p>Über ihre Meinungen, Erfahrungen und Ideen aber auch Ergänzungen und weiteren Fragen zum Beitrag freuen wir uns sehr.</p>
<p>Der gesamte hier vorgestellte Datensatz kann als <a title="csv Datei mit allen Veranstaltern der politischen Bildung, gelistet bei der bpb, Stand 02/2011" href="http://pb21.de/files/2011/04/bpb_einrichtungen_liste_alle_traeger.csv" target="_blank">csv-Datei</a> oder als <a title="kml-Datei für den Import z.B. bei Google-Maps" href="http://pb21.de/files/2011/04/landkarte_politische_bildung.kml" target="_blank">kml-Datei</a> (für z.B. Googlemaps und Google Earth importierbarer Dateistandard) für weitere Analysen heruntergeladen werden.</p>
<hr />
<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Guido Brombach für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<div class="shr-publisher-2963"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Webschau März 2011</title>
		<link>http://pb21.de/2011/03/webschau-marz-2011/</link>
		<comments>http://pb21.de/2011/03/webschau-marz-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 11:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ute Demuth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Webschau]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<description><![CDATA[In der jetzt monatlich erscheinenden Webschau haben wir diesmal folgende Themen für Sie aus dem Netz gefischt: Protest in Nordafrika, Bürgerbeteiligung in Deutschland, die Wechselwirkung zwischen Internet und Politik und schließlich: Wie Algorithmen das Baden im eigenen Meinungssaft fördern. Lesetipp Vorgefiltertes Web: Die ganze Welt ist meiner Meinung Bei Facebook, Google oder Amazon entscheidet Software, was der Nutzer zu&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>In der jetzt monatlich erscheinenden Webschau haben wir diesmal folgende Themen für Sie aus dem Netz gefischt: Protest in Nordafrika, Bürgerbeteiligung in Deutschland, die Wechselwirkung zwischen Internet und Politik und schließlich: Wie Algorithmen das Baden im eigenen Meinungssaft fördern.</p>
<h3>Lesetipp</h3>
<h3><a title="Vorgefiltertes Web: Die ganze Welt ist meiner Meinung" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,750111,00.html" target="_blank">Vorgefiltertes Web: Die ganze Welt ist meiner Meinung</a></h3>
<p>Bei Facebook, Google oder Amazon entscheidet Software, was der Nutzer zu sehen bekommt und was nicht. Nur wenigen ist bewusst, wie stark Algorithmen inzwischen unser Bild von der Wirklichkeit bestimmen &#8211; was nicht passt, schluckt der Filter. (Artikel auf <a title="Vorgefiltertes Web" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,750111,00.html" target="_blank">spiegel.de</a>)<br />
#meinungsbildung #filter</p>
<p><span id="more-2631"></span></p>
<hr />
<h3>Kurzmeldungen</h3>
<h3>Das Internet und die Proteste in Ägypten</h3>
<p>Protestierende in Ägypten sprayen &#8220;twitter&#8221; und &#8220;facebook&#8221; an Hausmauern: Wie bedeutend war das Internet beim Volksaufstand in Ägypten? Das Ergebnis: Gerade vor den Protesten entfaltete das Netz eine Wirkung, die viele Menschen zum Handeln ermutigte. (Eine Zusammenstellung von <a href="http://politik-digital.de" target="_blank">politik-digital.de</a>)<br />
#aegypten #proteste #internet</p>
<h3><a href="http://www.heise.de/netze/meldung/Internet-Abschaltung-Libyen-hat-von-Aegypten-gelernt-1206016.html" target="_blank">Internet-Abschaltung: Libyen hat von Ägypten gelernt</a></h3>
<p>Libyen ist, wie vor einigen Wochen Ägypten, seit Tagen vom Internet abgeschottet. Doch hat dies während der laufenden Aufstände in dem arabischen Land international viel weniger Aufsehen erregt. (Meldung auf <a title="Internet-Abschaltung in Libyen" href="http://www.heise.de/netze/meldung/Internet-Abschaltung-Libyen-hat-von-Aegypten-gelernt-1206016.html" target="_blank">heise.de</a>)<br />
#aegypten #libyen #internetabschaltung</p>
<h3><a title="Datenschutz: Facebook spricht Klartext" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-Facebook-spricht-Klartext-1202182.html" target="_blank">Datenschutz: Facebook spricht Klartext</a></h3>
<p>&#8220;Wir erhalten Daten immer dann, wenn du ein Spiel, eine Anwendung oder Webseite nutzt, welche/s die Facebook-Plattform verwendet, oder wenn du eine Webseite besuchst, auf der eine Facebook-Funktion vorhanden ist.&#8221; (Meldung auf <a title="Internet-Abschaltung in Libyen" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datenschutz-Facebook-spricht-Klartext-1202182.html" target="_blank">heise.de</a>)<br />
#facebook #datenschutz</p>
<h3><a title="Aufbruch in die Diaspora" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Aufbruch-in-die-Diaspora-1162036.html" target="_blank">Aufbruch in die Diaspora</a></h3>
<p>Das quelloffene und datenschutzfreundliche Facebook-Alternativprojekt Diaspora im Praxistest: &#8220;Anders als bei Facebook und der Konkurrenz kann man verschiedene soziale Kreise leicht voneinander trennen.&#8221; (Meldung auf <a title="Internet-Abschaltung in Libyen" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Aufbruch-in-die-Diaspora-1162036.html" target="_blank">heise.de</a>)<br />
#diaspora #datenschutz</p>
<h3><a title="Hier tagt der 18. Sachverständige der Enquete-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot;!" href="https://www.enquetebeteiligung.de/" target="_blank">Hier tagt der 18. Sachverständige der Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221;!</a></h3>
<p>Neue Formen der Beteiligung: Alle Bürger/innen sind eingeladen als &#8220;18. Sachverständiger&#8221; ihr Wissen und ihre Vorstellungen über gute Internetnutzung einzubringen. (<a title="Enquetebeteiligung" href="https://www.enquetebeteiligung.de/" target="_blank">enquetebeteiligung.de</a>)<br />
#eidg #bürgerbeteiligung</p>
<h3><a title="Vorratsdatenspeicherung: Selbstversuch eines Politikers" href="http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung: Selbstversuch eines Politikers</a></h3>
<p>Malte Spitz, Mitglied im Bundesvorstand der Grünen, hat die ihm vom Mobilfunkbetreiber T-Mobile ausgehändigten Vorratsdaten in einer interaktiven Karte visualisieren und auf Zeit online veröffentlichen lassen. (Artikel auf <a title="Visualisierung der Malte-Spitz-Vorratsdaten" href="http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten" target="_blank">zeit.de</a>)<br />
#vorratsdatenspeicherung #visualisierung</p>
<h3><a title="Der Studien-Rückblick 2010" href="http://www.ikosom.de/2011/01/11/der-studien-ruckblick-2010/" target="_blank">Der Studien-Rückblick 2010</a></h3>
<p>Überblick über die wichtigsten Social Media Studien des Jahres 2010 u.a. zu den Themen: Jugend, Senioren, Politik/Governance und Nutzungsverhalten. (Artikel beim <a title="Studien-Rückblick bei Ikosom" href="http://www.ikosom.de/2011/01/11/der-studien-ruckblick-2010/" target="_blank">ikosom-Institut</a> für Kommunikation in sozialen Medien)<br />
#studien #sozialemedien</p>
<hr />
<h3><span style="font-size: small"><span style="font-size: 13px;line-height: 19px"><span style="font-size: x-large"><span style="font-size: 21px;line-height: 23px">Welchen Einfluss hat das Netz auf die Politik</span></span></span></span>?</h3>
<p>Karl-Theodor zu Guttenbergs Rücktritt wird auch intensiv unter dem Aspekt der Macht des Internet diskutiert: In einem <a title="Guttenplag" href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate" target="_blank">Wiki</a> hatten Netznutzer/innen in gemeinsamer Arbeit die Dissertation des Ex-Ministers untersucht. Er ist der erste Minister, den das Internet gestürzt hat, sagt Robin Meyer-Lucht auf <a title="zu Guttenberg: Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat" href="http://carta.info/38719/zu-guttenberg-der-erste-minister-den-das-internet-gestuerzt-hat/" target="_blank">carta.de</a>. <a title="Guttenberg: Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat? " href="http://www.netzpolitik.org/2011/guttenberg-der-erste-minister-den-das-internet-gesturzt-hat/" target="_blank">Markus Beckedahl </a>setzt ein Fragezeichen hinter die These: Das Netz hat nur das fortgeführt, was die traditionellen Medien ans Licht gebracht haben und viel spannender ist es, das Wechselspiel zwischen vierter und fünfter Gewalt anzuschauen: &#8220;Denn wir sehen eine gewachsene vernetzte neue Öffentlichkeit, wo das Internet nicht mehr wegzudenken ist. Und wir sehen hier auch das große Ende einer unsäglichen Debatte &#8216;Blogs vs. Journalisten&#8217;, wo selbst den letzten Journalisten aufgefallen sein sollte, dass sich beide Gruppen sehr gut ergänzen.&#8221;</p>
<h3>Welchen Einfluss hat die Politik auf das Netz?</h3>
<p>Das wird in in deutschen Medien regelmäßig in Zusammenhang mit neuen Gesetzesvorhaben (z.B. der Vorratsdatenspeicherung) oder auch immer wieder im Rahmen der Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; (s.o.) diskutiert, ohne auch nur annähernd ein so großes Medienecho hervorzurufen wie die umgekehrte Frage.</p>
<p>Der <a title="Welttag gegen Internetzensur" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Welttag-gegen-Internetzensur-10-Feinde-des-Internet-am-Pranger-1206788.html" target="_blank">&#8220;Welttag gegen Internetzensur&#8221;</a> soll Anlass sein, über die Grenzen zu schauen. Die Ereignisse in Nordafrika zeigen, wie sich der Umgang mit dem Netz wandelt: <a title="Das Internet wird überschätzt" href="http://www.taz.de/1/leben/taz-medienkongress-2011/artikel/1/das-internet-wird-ueberschaetzt-1/">Evgeny Morozov</a> stellt in der Süddeutschen Zeitung (12./13.03.11, Seite 13) die These auf, dass nicht Zensur oder das Abschalten des Internet (wie in Ägypten und Libyen geschehen) die wahre Gefahr für die Demokratie sei, sondern seine Beherrschung durch repressive Regime. Kritiker/innen werden nicht abgewürgt, sondern vorgeblich eingebunden, soziale Netzwerke werden intensiv beobachtet, nicht abgeschaltet. Soziale Medien sind trotzdem &#8220;das größte Online-Problem&#8221;. In Vietnam hat die Regierung nach dem Facebook-Verbot ein <a title="goonline.vn" href="http://goonline.vn" target="_blank">eigenes soziales Netzwerk</a> aufgesetzt, das inzwischen das populärste im Land ist. Abschließend appelliert Morozov an die Verantwortung der westlichen Demokratien. Unterdrückungsmechanismen würden von westlichen Firmen und Beratern auf den neuesten Stand gebracht: &#8220;Ob diese neue Ära der internetgetriebenen Demokratisierung wirklich andauert, hängt deswegen nicht zuletzt davon ab, ob wir lernen, die raffinierten Methoden auszuhebeln, mit denen diese Bewegungen erstickt werden.&#8221;</p>
<p>#guttenberg #beckedahl #meyer-lucht #internetundpolitik #internetzensur #evgenymorozov</p>
<hr />
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<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Ute Demuth für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
</tr>
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		<title>Lernen aus der Geschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 12:03:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blanche Fabri</dc:creator>
				<category><![CDATA[Porträts & Profile]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsportal]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit gut 6 Jahren gibt es das Bildungsportal &#8220;Lernen aus der Geschichte&#8220;, seit dem Relaunch im Jahre 2009 setzt das Portal auch verstärkt auf Social Media. Worum geht es inhaltlich beim Portal? Welche Zielgruppe hat es? Und wie werden Web 2.0 Tools eingebunden? Diese und weitere Fragen hat uns Birgit Marzinka vom Bildungsportal im Interview&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><div class="mceTemp">
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<dt><img class="size-full wp-image-2419" src="http://pb21.de/files/2011/01/LaG-logo-hidef.gif" alt="Lernen aus der Geschichte - Logo" width="273" height="51" /></dt>
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<p>Seit gut 6 Jahren gibt es das Bildungsportal &#8220;<a title="zur Website" href="http://lernen-aus-der-geschichte.de/">Lernen aus der Geschichte</a>&#8220;, seit dem Relaunch im Jahre 2009 setzt das Portal auch verstärkt auf Social Media. Worum geht es inhaltlich beim Portal? Welche Zielgruppe hat es? Und wie werden Web 2.0 Tools eingebunden? Diese und weitere Fragen hat uns Birgit Marzinka vom Bildungsportal im Interview beantwortet.<span id="more-2417"></span></p>
<p><em>Worum geht es beim Bildungsportal Lernen aus der Geschichte?</em></p>
<p>Unsere Themenschwerpunkte sind: Nationalsozialismus, Holocaust, die Geschichte des 20. Jahrhunderts, Entwicklung und Präsentation von innovativen Methoden, historisch-politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft, historisches Lernen mit digitalen Medien, historisch-politische Bildung auf internationaler Ebene. Insofern behandeln wir inhaltlich zeithistorische Themen. Außerdem ist der Blick über den Tellerrand für uns sehr wichtig, aus diesem Grund spielen der Bereich „International Diskutieren“, die englischsprachige Version und die spanischsprachigen Beiträge bei uns eine gewichtige Rolle. Ein weiteres wichtiges Thema, das sich aus der Geschichte des Portals erklärt, ist die (internationale) Projektarbeit. So sind auf dem Portal weit über 150 Projektbeschreibungen zu finden.</p>
<p><em>Was will das Bildungsportal?</em></p>
<p>Wir möchten mit unseren Beiträgen und Diskussionen die historisch-politische Bildung fördern und eine aktive Teilnahme unserer Zielgruppen am Portal ermöglichen. Die Vernetzung sowie Möglichkeiten der Weiterbildung aufzuzeigen sind wichtige Bestandteile des Portals. Ein weiteres Ziel ist die Förderung eines zeitgemäßen Verständnisses von Lernen. Hierfür sollen Lehrende Möglichkeiten finden und selbst dazu beitragen können. Für uns enthält ein Lernen über die Geschichte immer Vergangenheitsdeutungen, Gegenwartswahrnehmungen und Zukunftserwartungen. Eine gute historisch-politische Bildung vermittelt deshalb nicht nur Informationen über Ereignisse, Namen und Daten. Vielmehr regt sie Lernende an, sich mit der Geschichtskultur auseinander zu setzen, Wissen zu reflektieren und es sinnbildend mit ihrer Gegenwart und ihren Zukunftserwartungen und -wünschen zu verbinden. Um Lehrende in diesen Herausforderung zu unterstützen, werden entsprechende Bildungsangebote auf dem Portal dargestellt bzw. Methoden und Material besprochen.</p>
<p><em>Das Portal besteht aus vier Bereichen, mögen Sie diese bitte kurz beschreiben?</em></p>
<p>„Lernen &amp; Lehren“ bietet eine große Sammlung an Unterrichtsmaterialien, Methodenvorschlägen, Projektvorstellungen, Rezensionen von Fachbüchern und Diskussionsbeiträgen für Lehrer/innen und Pädagog/innen. Über die beiden Filter – Themen- und Didaktikfilter – können die über 2.000 Beiträge durchstöbert werden und eine gezielte Suche wird ermöglicht. Darüber hinaus können eigene Projekte vorgestellt und Rezensionen veröffentlicht werden. Über aktuell relevante Themen und Fragestellungen aus der historisch-politischen Bildungsarbeit informiert in diesem Bereich unser &#8220;Magazin&#8221;, das Sie als Newsletter abonnieren können. Das monatlich erscheinende &#8220;Magazin&#8221; enthält zu einem jeweiligen Schwerpunkt Diskussionsbeiträge, Berichte aus der Praxis und Rezensionen von Materialien für die Bildungsarbeit.</p>
<p>In „Teilnehmen &amp; Vernetzen“ können Fragen und Ideen aus der Bildungsarbeit eingebracht werden. Es besteht die Möglichkeit, sich bundesweit und international zu vernetzen und andere Mitglieder zu kontaktieren, Veranstaltungen anzukündigen, Tipps und Tricks weiterzugeben und Wettbewerbe und Förderprogramme vorzustellen oder zu suchen. Um sich aktiv zu beteiligen ist eine Registrierung notwendig.</p>
<p>&#8220;Online Lernen&#8221; präsentiert unsere aufgezeichneten Web-Seminare mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu relevanten Themen der historisch-politischen Bildung. Zusätzlich bieten wir Podcasts an, die historische Themen oder solche aus der Bildungsarbeit aufgreifen. Zusätzlich zeigen wir Ihnen durch Beispielkurse, wie das Lernmanagementsystem Moodle im Unterricht eingesetzt werden kann.</p>
<p>„International Diskutieren“ ist ein hauptsächlich englischsprachiger Bereich, der durch internationale Fachbeiträge und Projektvorstellungen vielseitige Perspektiven eröffnet. Hier sind alle eingeladen, die eigene Perspektive zu erweitern und Ansätze der historisch-politischen Bildungsarbeit auf internationaler Ebene zu diskutieren und auszutauschen.</p>
<p><em>Sind die Web-Seminare kostenlos und für jeden zugänglich?</em></p>
<p>Die Web-Seminare werden von uns kostenlos angeboten und sind für zum Seminar angemeldete NutzerInnen frei zugänglich. Die Anmeldung ist notwendig, damit ein Link zum Web-Seminar verschickt werden kann. Ein Web-Seminar ist ein virtuelles Klassenzimmer, in dem ein Thema präsentiert und diskutiert werden kann. Hierfür steht eine Audio- und eine Videofunktion zur Verfügung, damit die BesucherInnen für alle „sichtbar“ werden können. Aktuell können bis zu 50 Personen an einem Web-Seminar teilnehmen. Wir hoffen mit diesem Angebot über die Orts- und Staatsgrenzen hinweg Themen und Ansätze der Bildungsarbeit zu diskutieren. Bisher ist dies in der historisch-politischen Bildungsarbeit noch ein eher unbekanntes und daher wenig genutztes Format; wir sind bislang die ersten, die Web-Seminare für diesen Bereich anbieten.</p>
<p><em>An wen richtet sich das Bildungsportal hauptsächlich?</em></p>
<p>Unsere Zielgruppen sind Lehrkräfte aus Schulen, PädagogInnen aus Museen, außerschulischen Einrichtungen, Institutionen und Stiftungen sowie wissenschaftliche MitarbeiterInnen und ProfessorInnen aus Universitäten und Hochschulen. Wir richten uns somit an PraktikerInnen der Bildungsarbeit und WissenschaftlerInnen, die über die Geschichtsdidaktik und historisch-politische Bildung forschen und lehren.</p>
<p><em>Wie &#8220;Web-Zweinullig&#8221; ist das Angebot? Also: Inwiefern können einerseits BürgerInnen nicht nur Informationen abrufen, sondern sich selber einbringen? Wie gehen Sie andererseits mit dem Kontrollverlust um, denn auf Ihrer Website tauchen sicher auch Inhalte Dritter auf, die nicht immer mit Ihren Positionen übereinstimmen?</em></p>
<p>Auf dem Portal kann man sich registrieren und somit Beiträge kommentieren und selbst einreichen, hierfür werden entsprechende Formulare bereitgestellt. Aktuell haben sich mehr als 600 Personen registriert, die aktive Teilnahme könnte aber weitaus höher sein. Auch das LaG-Magazin ist mit seinem Call for Papers für die NutzerInnen offen und es können Beiträge eingereicht werden; diese Möglichkeit wird inzwischen auch sehr gerne genutzt. Weiterhin möchten wir mit unseren Web-Seminaren die NutzerInnen direkt einbeziehen. Wie bei anderen Bildungsportalen auch, unterliegen die Beiträge vor ihrer Freigabe einer redaktionellen Kontrolle. Hinsichtlich der Position der Beitragenden veröffentlichen wir diese, sofern sie nicht Menschen oder soziale Gruppen diskriminieren. Als Bildungsportal verstehen wir uns als ein überinstitutionelles Angebot, das Kontroversen und verschiedene Meinungen zulässt. Bisher hatten wir in dieser Hinsicht auch kaum negative Erfahrungen.</p>
<p><em>Interessant für unsere LeserInnen ist natürlich auch der Blick hinter die Kulissen: Wie organisieren Sie Ihre Arbeit? Mit welchen Tools, welchem CMS arbeiten Sie?</em></p>
<p>Wir sind ein recht kleines Team von insgesamt vier Personen; zwei wissenschaftliche MitarbeiterInnen und zwei studentische arbeiten mit. Die Arbeitsstunden zusammen gerechnet ergeben kaum mehr als eine volle Stelle. Der insgesamt geringe Stundenumfang macht sich an manchen Punkten wie dem Support und der Weiterentwicklung immer wieder bemerkbar. Wir haben uns 2009 beim Relaunch für das Drupal Content Management System entschieden, da dieses die Communityfunktionen sehr gut unterstützt und es sich wie in einem Baukastensystem je nach Bedarf zusammensetzen lässt. Bei der Grafik haben wir uns für einen gezielten Einsatz von Bildern entschieden, d. h. die Bilder tauchen nur dort auf, wo sie auch wirklich zusätzliche Informationen anbieten und nicht nur ein grafisches oder schmückendes Element sind. Dadurch wirkt das Portal eher textlastig, diese Gestaltung wird aber von NutzerInnen immer wieder positiv hervorgehoben, da sie auch eine gewisse „Ruhe“ in das Portal hineinbringt. Ein weiteres wichtiges Angebot, neben unseren Textbeiträgen, sind die Podcasts, hauptsächlich aus Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Hörfunks zusammengetragen und in geringerem Maße auch durch eingebettete Videopodcasts ergänzt. Manchmal führen wir auch selbst Audio-Interviews zu Themen der historisch-politischen Bildung und veröffentlichen diese als LaG-Podcasts. Podcasts stellen eine zeitgemäße und zunehmend genutzte Informationsquelle dar und bieten hervorragende Möglichkeiten der informellen Weiterbildung &#8211; ein für uns wichtiges Angebot.</p>
<p><em>Wie halten Sie es mit externen Diensten wie Twitter, Facebook, Youtube etc?</em></p>
<p>Durch den Relaunch im letzten Jahr haben wir begonnen, verstärkt soziale Netzwerke einzubinden. Wir bewegen uns hauptsächlich auf <a title="zum Account von @lerngesch auf twitter" href="http://twitter.com/lerngesch">Twitter</a> und <a title="zur Seite bei Facebook" href="http://www.facebook.com/pages/Lernen-aus-der-Geschichte/115312628515771">Facebook</a> und veröffentlichen dort all unsere neu geposteten Beiträge. Youtube verwenden wir weniger, da wir keine Videofilme produzieren, sondern nur Audios. Ansonsten veröffentlichen wir unsere LaG-Magazine noch auf <a title="zu den Präsentationen bei Slideshare" href="http://www.slideshare.net/LernenGeschichte">Slideshare</a>. Andere soziale Netzwerke bedienen wir bisher nur wenig, möchten aber diesen Bereich gern ausbauen. Für ein überinstitutionelles Webportal, denke ich, reicht es inzwischen nicht mehr aus, sich auf das eigene Angebot zu beschränken, sondern die Einbindung von sozialen Netzwerken wird immer wichtiger. Doch auch die Präsenz bei professionellen Netzwerken im Internet wird wichtiger und es werden weitere entstehen. Die historisch-politische Bildung steht diesem Medium bisher eher kritisch gegenüber, doch meines Erachtens wird sich dies in den nächsten fünf Jahren verändern.</p>
<p><em>Wenn Sie sich in punkto politische Bildung und Web 2.0 etwas wünschen könnten, was wäre das?</em></p>
<p>Das Web 2.0 bietet viele Möglichkeiten der kreativen Bildung und weitere Kommunikationsmöglichkeiten an, die oft nicht genutzt werden, dies gilt für die historische Bildung stärker als für die politische. Hier wünsche ich mir mehr Aufgeschlossenheit und aktive Teilnahme. Dies bedeutet nicht, dass Präsenzveranstaltungen an Bedeutung verlieren, sondern, dass digitale Medien verstärkt in die Bildungsarbeit einbezogen werden sollten. Ein großes Problem in der Bildungsarbeit mit digitalen Medien sind die Urheberrechte, die ein gezieltes Einbinden von Medien oft verhindern. Meines Erachtens sollten Medienprodukte und -angebote öffentlicher Einrichtungen bzw. aus öffentlich geförderten Projekten für die Bildungsarbeit frei zugänglich sein und mit der <a href="http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/" target="_blank">Creative Commons Licence</a> versehen werden. Dies würde die Erstellung didaktischen Materials im Internet, wie Webquests. um einiges erleichtern.</p>
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<table style="text-align: left;width: 100%" border="0" cellspacing="2" cellpadding="2">
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<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Blanche Fabri für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
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		<title>Preis politische Bildung 2011</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 08:54:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jöran Muuß-Merholz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politische Bildung im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[bap. bpb]]></category>
		<category><![CDATA[Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[Politische Bildung und politische Partizipation lautet das Motto des Wettbewerbs Preis politische Bildung 2011. Das hört sich doch an, als würde es auf einige Projekte im Bereich Internet passen. Projekte können sich bis zum 28.2.2011 selber bewerben, müssen aber bereits durchgeführt worden sein. Der Preis Politische Bildung wird vom Bundesausschuss Politische Bildung (bap) mit finanzieller&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p><em>Politische Bildung und politische Partizipation </em>lautet das Motto des Wettbewerbs <em>Preis politische Bildung 2011</em>. Das hört sich doch an, als würde es auf einige Projekte im Bereich Internet passen. Projekte können sich bis zum 28.2.2011 selber bewerben, müssen aber bereits durchgeführt worden sein.</p>
<p>Der Preis Politische Bildung wird vom <a href="http://www.bap-politischebildung.de/">Bundesausschuss Politische Bildung (bap) </a>mit finanzieller und ideeller Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vergeben. Die ersten beiden Plätze sind mit 10.000 € und 5.000 € dotiert.</p>
<p><a href="http://pb21.de/files/2011/01/ppb_2011_web_k.pdf">Details stehen in diesem Flyer (pdf).</a></p>
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<td align="undefined" valign="undefined"><a title="Details zu dieser Lizenz" href="http://pb21.de/weiterverwendung/"><img style="border-width: 0" src="http://i.creativecommons.org/l/by/3.0/88x31.png" alt="Creative Commons Lizenzvertrag" width="88" height="31" /></a></td>
<td align="undefined" valign="undefined">Dieser Artikel steht unter der CC-by-Lizenz (<a title="Wie können Sie unsere Inhalte weiterverwenden?" href="http://pb21.de/weiterverwendung/">mehr dazu</a>). Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: <em>CC-by-Lizenz, Autor: Jöran Muuß-Merholz für <a title="pb21.de - Web 2.0 in der politischen Bildung - ein Gemeinschaftsprojekt der bpb und des DGB Bildungswerks" href="http://pb21.de/">pb21.de</a>. </em></td>
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