Tagung zur politischen Bildung 08. bis 10.02.2010 – eine Zusammenfassung

Die Dokumente und Texte stammen aus 2010 und wurden hier zusammengesetzt. Weder die Texte noch die Bilder stehen unter einer freien Lizenz.

Programm

Web 2.0 in der politischen Bildung: Potentiale, Akteure, Methoden

„Offen, transparent und partizipatorisch“ nannte Barack Obama seine Präsidentschaftskampagne und stellte fest, dass diese Werte „hochkompatibel sind mit der Kultur des Internets.“ „Auch mit den Idealen der politischen Bildung!“, möchten wir ergänzen. Die Idee, dass die Verbreitung des Internets große Chancen für Demokratie, Freiheit und Partizipation mit sich bringt, ist fast so alt wie das Internet selbst. Aber erst jetzt, mit der zunehmenden Verbreitung des Web 2.0 wird der Anspruch greifbar. Tatsächlich wird der Begriff Demokratiekompetenz hier mit Leben gefüllt. Unter Einsatz von Werkzeugen des Web 2.0 zeigen sich verstärkt sowohl neue Formen der politischen Partizipation und des gesellschaftlichen Engage- ments als auch eine Veränderung traditioneller Prozesse und Strukturen. Wie sieht das konkret aus? Wer sind die Akteure? Welche Möglichkeiten bieten sich der politischen Bildung, die Werkzeuge des Web 2.0 in ihre Arbeit zu integrieren? Auf der vom Runden Tisch und der bpb gemeinsam kon-zipierten Fachtagung sollen diese Fragen mit den Akteuren der politischen Bildung mit Menschen, die im Bereich Web 2.0 aktiv sind, diskutiert werden. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden werden praktische Workshops das Tagungsprogramm bestimmen. Die Werkzeuge des Web 2.0 sind nur zu verstehen, wenn man sie auch tatsächlich anwendet und einsetzt. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

zur Einladung zur Tagung als PDF

Montag, 08.02.2010
ab 17.00 Uhr
Anreise möglich
ab 18.00 Uhr
Abendesssen
ab 20.00 Uhr*
Twitterlesung: Twitter für Anfänger
mit @bosch, @mspro und @pickihh von twitkrit.de
Dienstag, 09.02.2010
09.00 Uhr*
Eröffnung
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung
09.15 Uhr*
Wie Web 2.0 Gesellschaft und Kultur verändert
Thomas Knüwer, Gründer der Unternehmensberatung kpunktnull, Blogger, freier Autor
10.15 Uhr
Kurzvorstellung der Workshops
10.30 Uhr
Kaffeepause
10.50 Uhr
Workshops I: Einstieg und Planung
11.30 Uhr*
Kurzreferate:
Christiane Schulzki-Haddouti, Journalistin
Markus Beckedahl, netzpolitik.org
Dr. Christoph Bieber, Universität Gießen
12.30 Uhr
Workshops II: Anwendung
13.00 Uhr
Mittagsimbiss und Pause
14.00 Uhr
Workshops III: Weiterarbeit in den bisherigen Workshops
14.30 Uhr*
Podiumsdiskussion: Das Web 2.0 als Werkzeug für Politik, Partizipation und
gesellschaftliches Engagement
Christiane Schulzki-Haddouti, Journalistin
Markus Beckedahl, netzpolitik.org
Dr. Christoph Bieber, Universität Gießen
Moderation: Thomas Knüwer
Fortsetzung vom Vormittag
15.00 Uhr
Workshops IV: Anwendungen
16.00 Uhr
Kaffeepause
16.30 Uhr*
Was der mündige Bürger über das Web 2.0 wissen sollte – Datenschutz und
informationelle Selbstbestimmung online
padeluun, FoebuDe.V., Initiator des Big Brothers Awards
17.30 Uhr
Workshops V: Anwendung
18.00 Uhr
Abendessen
20.00 Uhr
fakultativ: Weiterarbeiten in den Workshops
Mittwoch, 10.02.2010
09.00 Uhr*
Wie das Web 2.0 die (politische) Bildung in Bewegung bringen kann:
Prof. Dr. Beat Doebeli Honegger, Pädagogische Hochschule Schwyz
10.15 Uh
Was bedeutet das Web 2.0 für meine eigene Arbeit in der politischen Bildung
Gemeinsames Nachdenken anhand von Leitfragen
11.15 Uhr
Workshops VI: Auswertung
11.45 Uhr
Fischbowl-Gesprächsrunde:
Gibt es eine politische Bildung 2.0?
Konsequenzen für Inhalte, Methoden und Formate
12.30 Uhr
Verabschiedung
13.00 Uhr
Mittagessen und Abreise

* Von den markierten Programmteilen ist ein Livestream geplant.

Konzeption der Praxis-Workshops

Nicht ganz üblich bei Tagungen, aber im Sinne der Transparenz wagen wir es: Wir veröffentlichen ein ausführliches (bisher) internes Papier zur Konzeption der Praxisphasen (pdf, 5. S.) bei der Tagung im Februar in Hattingen.  Das Papier wurde für die Coaches geschrieben, die bei der Tagung Praxis-Workshops betreuen werden. Rückmeldungen (via Kommentare) sehr willkommen.

Kurzbeschreibungen der Workshops

Hintergrund

Unten finden Sie Kurzbeschreibungen zu den Praxis-Workshops, die in Hattingen angeboten werden. Bitte beachten Sie, dass Sie nur einen Workshop wählen können. Falls Sie bei Ihrer Anmeldung keine Präferenz angegeben haben, schicken Sie bitte eine kurze Nachricht an daniel [dot] nicolas-cabello [at] bpb [dot] bund [dot] de. Bitte geben Sie auch einen Alternativwunsch an, falls Ihre erste Wahl bereits ausgebucht sein sollte.  (Hintergründe zur Form der Workshops finden Sie in diesem ausführlichen Papier zur Konzeption der Praxisphasen. Das Papier wurde für die Coaches geschrieben, die bei der Tagung Praxis-Workshops betreuen werden.)

WS 1: Mit Blogs Politik machen

Weblogs oder kurz Blogs sind Websites, deren Inhalte („Artikel“) in chronologischer Reihenfolge auf der Startseite erscheinen. Die Inhalte können auch über Kategorien und Schlagworte sortiert werden. Durch einfach zu bedienende, gute und kostenlose Software haben Blogs eine große Verbreitung gefunden. Eine weitere Besonderheit in der Welt der Blogs: Die „Blogosphäre“ ist über Verlinkung und Kommentare stark untereinander vernetzt.

WS 2: Mit Facebook ein soziales Netzwerk pflegen

Das weltgrößte soziale Netzwerk Facebook verbindet mittlerweile über 350 Mio. Menschen weltweit. Man schreibt über den eigenen Status, veröffentlicht Fotos oder Videos, schreibt sich gegenseitig Nachrichten und schließt sich zu Gruppen zusammen. Die thematische Spannbreite reicht von Fussballfans über Merkel-Symphatisanten bis zur NS-Propaganda. Zusätzlich kann der Funktionsumfang mit Facebook-Applikationen in verschiedenste Richtungen erweitert werden.

WS 3: Mit Flickr die Welt ins Bild setzen

Auf Flickr haben deren Nutzer inzwischen mehrere Milliarden (!) Fotos hochgeladen. Die Nutzer können einstellen, ob Fotos der gesamten Öffentlichkeit, bestimmten Gruppen oder nur privat verfügbar sind. Durch Beschreibungen, Schlagworte, Geodaten oder Gruppen lassen sich die Fotos organisieren und durchsuchen. Kommentar- und Gruppenfunktionen ermöglichen Kommunikation untereinander. Der Nutzer kann Fotos auch danach suchen, ob die Weiterverwendung gestattet ist.

WS 4: Mit Geodaten die Welt abbilden [fällt mangels Interesse aus]

Georeferenzierung oder Geotagging meint, dass ein Objekt mit raumbezogenen Daten versehen ist, sich also auf einer Karte verorten lässt. Das lässt sich z.B. für Fotos anwenden, indem ein Foto mit dem Ort seiner Aufnahme verbunden wird. Andere Dienste wie z.B. Google Latitude ermöglicht es, über das Handy den Aufenthaltsort Freunden mitzuteilen. Zunehmende Beliebtheit findet das Geocaching, eine Art GPS-Schnitzeljagd, die über das Internet organisiert wird.

WS 5: Mit mixxt eine Community aufbauen

Der Dienstleister mixxt bietet einen Baukasten aus verschiedenen Community-Funktionen. In eine solche Community lassen sich dann eine begrenzte Auswahl von Freunden oder gleich die gesamte Netzwelt einladen. Beliebt sind mixxt-communities z.B. bei der Organisation von thematischen Interessensgruppen oder für Veranstaltungen, bei denen bereits im Vorfeld gemeinsam gearbeitet werden kann. Auch die Anmeldung zu Veranstaltungen kann über mixxt organisiert werden.

WS 6: Mit Podcasts Radio produzieren und senden

Unter Podcasting verstehen wir das Produzieren und Anbieten von Audiodateien, die von Websites heruntergeladen oder via RSS abonniert werden können. Mit Podcasts lässt sich Bertolt Brechts Radiotheorie in die Praxis umsetzen. Der Rundfunk wird vom Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat verwandelt. Jeder Nutzer kann nicht nur empfangen, sondern auch senden – und das mit minimalem Aufwand und prinzipiell unbegrenzter Reichweite.

WS 7: Mit Social Bookmarks Lesezeichen im Netzwerk tauschen

Social Bookmarking bedeutet nicht nur, die vormals im Browser festgehaltenen Lesezeichen / Favoriten jetzt online abzuspeichern. Nutzer können Lesezeichen kommentieren, mit Bewertungen, Kategorien oder Schlagwörtern versehen. Das große Potential liegt darüber hinaus darin, die Lesezeichen anderer Nutzer einzusehen, zu durchsuchen oder mit ihnen Netzwerke zu bilden. Lesezeichen werden so zu Empfehlungen und Datenbanken für das eigene Wissensmanagement.

WS 8: Mit Twitter dem Einzelnen eine Stimme geben

Twitter ist ein Microblogging-Dienst, bei dem Nutzer kurze Nachrichten (140 Zeichen) in die Welt hinaus sendet. Das geschieht vom Computer und zunehmend von Handys mit Internetzugang. Auch Fotos oder kleine Videos können über zusätzliche Dienste veröffentlicht werden. Jeder Nutzer bestimmt selber, wessen Nachrichten er lesen will. Die Inhalte reichen von Hinweisen auf Websites über Berichterstattungen von Veranstaltungen bis zu Fotos des eigenen Mittagessens.

WS 9: Mit Webcams Videos live senden

Dienste wie make.tv ermöglichen es, mit minimaler Technik Videos live ins Internet zu streamen. Dies wird ähnlich einem Offenen Kanal für verschiedenste Zwecke genutzt. Ein Schwerpunkt der Nutzung liegt in der Übertragung von Veranstaltungen wie Konferenzen oder Vorträgen. Es ist auch möglich, Videobilder von verschiedenen Orten zusammenzuschalten, z.B. für Interviews. Die Videodateien können sowohl live als auch zum späteren Abruf auf der eigenen Website eingebunden werden.

WS 10: Mit Wikis und Etherpads gemeinsam an Texten arbeiten

Kollaboratives Schreiben meint, dass mehrere Autoren an einem Text arbeiten – entweder zeitgleich (synchron) oder zeitversetzt. Für letzteres sind Wikis ein beliebtes Werkzeug, über das ganze Websites kollaborativ erstellt werden können. Das bekannteste und mächtigste Beispiel ist die Wikipedia. Andere Werkzeuge wie z.B. Etherpad oder Google Documents ermöglichen es, Texte oder auch Tabellen in kleinen Gruppen gemeinsam zu erstellen.

WS 11: Mit YouTube einen eigenen Videokanal erstellen

Bei YouTube finden sich direkt nebeneinander Videos von Nachbars Katzenbaby über Obamas Rede bis zu Hitler-Reden. Nach Schätzungen machen YouTube-Videos inzwischen über 10 % des gesamten weltweiten Datenverkehrs aus. Ein Großteil des Erfolges von YouTube liegt zum einen in den Community-Funktionen, zum anderen in der in der Funktionsweise begründet, eigene Videos von YouTubes Servern aus auf die eigene Website einzubinden.

 Twitterlesung

Seit über einem Jahr veranstalten wir – das Team von Twitkrit – in etwa vierteljährigem Abstand Twitterlesungen. Es werden die schönsten Perlen deutschsprachiger Twitterkunst vorgetragen. Eine Twitterlesung ist der Standup-Comedy sehr ähnlich, denn natürlich werden vornehmlich lustige Kurznachrichten vorgetragen. In Hattingen führen wir so auf humoristischem Weg in das Thema Twitter ein. Was ist Twitter, welche Funktionen und Einschränkungen sind zu erwarten, was hat das ganze mit Web2.0 zu tun und warum ist twittern die schönste Zeitverschwendung seit der Erfindung des Knutschens? Nach dieser Twitterlesung sollten keine Fragen mehr offen bleiben. Außer vielleicht: Was soll das alles? Aber irgendwas muss ja auch noch im Twitter-Workshop behandelt werden. Weitere Infos unter: http://twitterlesung.de

 

 Mitwirkende

Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Jöran Muuß-Merholz

ist Diplom-Pädagoge und mit seiner kleinen Agentur Jöran und Konsorten dort aktiv, wo sich Schnittmengen aus den Bereichen Bildung / Lernen, Medien / Kommunikation und Organisation / Management bilden.
Von 2004 bis 2006 leitete er das Büro Hamburg der Friedrich-Naumann-Stiftung. Anschließend war er Gründer und Geschäftsführer des Archivs der Zukunft, einem Netzwerk von reformfreudigen Pädagogen und deren guter Gesellschaft. In der politischen Bildung arbeitet er seit 10 Jahren v.a. für das DGB Bildungswerk und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Foto von Guido Brombach.

Guido Brombach

Guido Brombach ist Diplom-Pädagoge und arbeitet für das DGB Bildungswerk. In diesem Rahmen hat er auch das Projekt pb21.de mit ins Leben gerufen. Außerdem ist er Lehrbeauftragter an der Universtität Duisburg / Essen.

Blache Fabri. Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Blanche Fabri

Blanche Fabri ist Jahrgang 1976. Sie wurde in Wien geboren, lernte laufen in Kapstadt und arbeitete als Grafikerin und Lithographin in Hamburg, bevor sie dort Ihren Hochschulabschluss in Medienwissenschaften und Politik absolvierte.
Seitdem ist sie als Freiberuflerin tätig. Sie wird als Dozentin für Seminare in den Bereichen Computerskills sowie Medien- bzw. Videotraining gebucht, produziert eigene Videos und Livestreams z.B. für Veranstaltungen und arbeitet für TV-Produktionsfirmen wie EcoMedia im Bereich Produktion und Redaktion. Als Konsortin bei Jöran und Konsorten organisiert sie Kongresse und Tagungen. Blanche Fabri lebt, arbeitet und zieht ihren Sohn in Hamburg groß.

Christoph Bieber. Foto von Sabrina Nennstiel

Prof. Dr. Christoph Bieber

Christoph Bieber (*1970 in Laubach) ist ein deutscher Politikwissenschaftler. Bieber studierte von 1990 bis 1995 Politikwissenschaft und Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und an der Freien Universität Berlin. 1999 erschien seine Dissertation zum Thema „Politische Projekte im Internet. Online-Kommunikation und politische Öffentlichkeit”, seitdem war er an der Universität Gießen zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 2003 wissenschaftlicher Assistent. Im Wintersemester 2007/2008 vertrat er hier die Professur für Politisches System der BRD/Vergleichende Politikwissenschaft.
Darüber hinaus ist er Mitglied im Zentrum für Medien und Interaktivität und Gründungsvorstandsmitglied von pol-di.net e.V, dem Träger von Politik-digital. Zu den Forschungsschwerpunkten Biebers gehören die Auswirkungen der so genannten neuen Medien und des Internets auf die Demokratie und politische Prozesse.
Website: http://internetundpolitik.wordpress.com
Twitter: http://www.twitter.com/drbieber

Christian Grune. Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Christian Grune

Christian Grune ist als Erziehungswissenschaftler, Pädagoge und Berater spezialisiert auf die Förderung selbständigen, aktiven Lernens in Schule, Hochschule und Weiterbildung. Er arbeitet zu den Schwerpunkten Bildungsmanagement, Schul- und Hochschulentwicklung, Medienpädagogik sowie akademische Fortbildung und entwickelt Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen für Schulen und Hochschulen. Darüber hinaus bietet er Organisations- und Managementberatung für öffentliche und private Bildungsträger an.
Seit 2001 hat er die E-Learning-Angebote der Freien Universität Berlin und später der Humboldt-Universität zu Berlin aktiv mit gestaltet. Seit 2004 arbeitet er selbständig und betreibt mit relearn ein Netzwerk von Experten auf den Gebieten der Medienpädagogik und Schulentwicklung. Seit 2007 ist er Mitgründer und -betreiber der Freien Schule Woltersdorf. Hier werden reformpädagogische Konzepte auf die heutige Zeit übertragen und Medienarbeit auf reformpädagogischer Grundlage entwickelt.
Website: http://www.relearn.de
Twitter: http://www.twitter.com/cgrune
XING: https://www.xing.com/profile/Christian_Grune
Facebook: http://www.facebook.com/cgrune

padeluun. Foto von Veit Mette

padeluun

padeluun gründete zusammen mit Rena Tangens und anderen den „FoeBuD e.V.“ – einen Verein mit nichtssagendem Namen, der sich mit der Gestaltung der Kommunikationsgesellschaft beschäftigt.
Ende der 1970er Jahre war padeluun in der Düsseldorfer New-Wave- und der Berliner Punk-Szene als Performance-Künstler und als Super-8-Filmer aktiv. Er war sporadisches Mitglied von Minus Delta t und ist einer der Protagonisten in Jürgen Teipels Roman „Verschwende Deine Jugend“. Seit 1984 arbeitet er in Bielefeld und wurde durch eine Reihe von Aktivitäten und Projekten bekannt. Sein Projekt Art d’Ameublement (gemeinsam mit Rena Tangens) wurde 1984 mit dem Sonderpreis des Marler Video-Kunst-Preises ausgezeichnet. 1987 nahm er zusammen mit der Gruppe ASA am Performance-Programm der documenta 8 teil. Zwei Jahre später gehörte padeluun zu einer Gruppe von Künstlern und Pionieren der elektronischen Kunst, die zur Ars Electronica in Linz 1989 Van Gogh TV vorstellten. 1990 zeigten sie auf der Ars Electronica das Projekt Hotel Pompino.
Er beschäftigte sich mit der Weiterentwicklung der Zerberus-MailBox-Software für das Z-Netz und das CL-Netz, zwei der in den 1990er Jahren in Deutschland bedeutendsten Mailbox-Netze. Der von ihm mitgegründete und -geleitete FoeBuD e. V. betrieb selbst die Mailbox BIONIC als einen der Knotenpunkte des Z-Netzes. 1995 schrieb er anlässlich der Veranstaltung „Interfiction“ in Kassel die Netzthesen. Seitdem tritt er vor allem mit seinem Engagement für den Datenschutz in der Öffentlichkeit auf: Er ist Mitarbeiter im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und einer der Organisatoren sowie Jurymitglied der deutschen Big Brother Awards. Diese präsentiert er auch bei der seit dem Jahr 2000 jährlichen Preisverleihung in Bielefeld.
Website: https://www.foebud.org
Twitter: http://twitter.com/foebud

Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Melanie Unbekannt

Melanie Unbekannt, geb. am 10.10.1981 in Leipzig, seit 1986 aufgewachsen in Berlin, 2001 Abitur. Nach dem Abitur leistete sie das Freiwillige Soziale Jahr im Fürst Donnersmarck-Haus und begann im Wintersemester 2002/03 ihr Lehramtsstudium mit den Fächern Deutsch und Geschichte.
Seit 2006 schreibt sie in ihrem Blog (www.literatenmelu.de) über bildungspolitische Themen sowie über Web 2.0 Tools im Unterricht und befasst sich mit Online-Nachhilfediensten, wie z.B. bettermarks, sofatutor oder scoyo. 2008 hat sie in Berlin das Zweite Educamp mitorganisiert.
Website: http://www.literatenmelu.de
Twitter: http://twitter.com/literatenmelu
XING: https://www.xing.com/profile/Melanie_Unbekannt

Lisa Rosa. Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Lisa Rosa

Lisa Rosa hat Musik, Geschichte und Politik studiert und 20 Jahre als Lehrerin an einer Westberliner Gesamtschule und einem Hamburger Gymnasium gearbeitet. Seit 2006 ist sie am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg in der Lehreraus- und fortbildung tätig. Ihr Arbeitsbereich „Lernen in der Wissensgesellschaft“ enthält die Schwerpunkte Lerntheorie, Medientheorie, Media Literacies, Historisch-politisches Lernen, Erinnerungskultur in der deutschen Einwanderungsgesellschaft.
Mit Referendaren und Lehrern erarbeitet Lisa Rosa in Projektseminaren Möglichkeiten der Lernprozessgestaltung mit Web 2.0-Medien, Lernen und Lehren in Projektformaten sowie die Erprobung neuer Ansätze selbstgesteuerten Lernens im Lernbereich Gesellschaft. Sie hat zwei erwachsene Söhne.
Website: http://shiftingschool.wordpress.com
Twitter: http://twitter.com/lisarosa
XING: https://www.xing.com/profile/Lisa_Rosa

Martin Lindner. Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Dr. Martin Lindner

Martin Lindner ist Forscher und Berater. Schwerpunkte: Digitale Wissensarbeit, Weblernen und virtuelle Teams im Microcontent-Web. Er war bis 2008 Senior Researcher für Microlearning, Micromedia und Microcontent bei den Research Studios Austria, wo er die vier internationalen Microlearning-Konferenzen konzipierte und organisierte, die 2005-2008 in Innsbruck stattfanden. Digitaler Immigrant.
Zwischen 1993 und 2004 war er als Literatur- und Medienwissenschaftler tätig (Dr. phil. habil.), u.a. an den Universitäten München, Passau und Innsbruck.
Website: http://sites.google.com/site/digitalerklimawandel/
Twitter: http://twitter.com/martinlindner
XING: https://www.xing.com/profile/Martin_Lindner14

Basti Hirsch. Foto privat, nicht unter freier Lizenz.

Basti Hirsch ッ

Basti setzt sich als Nachwuchsbotschafter der Open Education Bewegung für freie Lerninhalte ein. Nach seinem Studium an der Jacobs University versuchte er ein ‘Youtube für akademische Inhalte’ zu gründen. Als Teilnehmer der Bildungsexpedition hat er im letzten Jahr innovative Bildungsprojekte in ganz Deutschland besucht. Während seines Studiums hat er als Hochschuldebattierer Europa erkundet. 2010 möchte Basti seine Bildungsexpedition in den USA fortsetzen.
Website: bildunghacken
Twitter: http://twitter.com/cervus
XING: http://xing.com/profile/Basti_Hirsch

Ute Demuth. Foto von Anke Jacob.

Ute Demuth

Ute Demuth (Jahrgang 1965) arbeitet seit Ende der 90er Jahre in der politischen Erwachsenenbildung. Thematischer Schwerpunkt in ihren Veranstaltungen ist die aktuelle Medienentwicklung; es wird die Handhabung neuer Technologien erlernt und diskutiert, wie der Wandel in der Mediennutzung in Kultur, Gesellschaft und Politik zurückwirkt. In den Seminaren wird für einen Perspektivwechsel geworben und nach einem Umgang mit Medien außerhalb standardisierter Kritik am Neuen gesucht. Das Interesse an Themen rund um Medienentwicklung, Digitalisierung und Kommunikation begann im Studium (Germanistik und Publizistik an der FU Berlin).Ute Demuth schult und berät Betriebs- und Personalräte zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und schreibt zum betrieblichen Einsatz neuer Medien sowie zur Informations- und Kommunikationspolitik von Interessenvertretungen.
Website: http://www.udemuth.de/
Twitter: http://twitter.com/u_de
XING: https://www.xing.com/profile/Ute_Demuth

Thomas Bernhardt, Foto von privat.

Thomas Bernhardt (Dipl.-Medienwiss.)

Thomas Bernhardt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent im Arbeitsgebiet Didaktische Gestaltung multimedialer Lernumgebungen an der Universität Bremen. Er beschäftigt sich mit dem Einsatz von Social Software im Bildungskontext und dem Konzept der persönlichen Lernumgebung (PLE). Webseite: http://elearning2null.de

Thomas Knuewer, Foto von privat

Thomas Knüwer

Thomas Knüwer gründete im November 2009 die Social-Media-Beratung kpunktnull mit Sitz in Düsseldorf. kpunktnull berät vor allem Unternehmen aus dem Bereich Markenartikel und Dienstleistungen. Zuvor arbeitete der Diplom-Kaufmann 14 Jahre lang als Ressortleiter und Reporter für das Handelsblatt. Während dieser Zeit entstand auch sein Weblog „Indiskretion Ehrensache”, das zu den einflussreichsten Blogs Deutschlands zählt und mehrfach eine Auszeichnung bei den Lead Awards erhielt.
Außerdem gehört er zu den Gründerteams des Reise- und Gourmet-Blogs „Gotorio” sowie des Iphone-App-Blogs „Mind the App”.
Website: http://www.indiskretionehrensache.de
Twitter: http://twitter.com/tknuewer
XING: http://www.xing.com/profile/Thomas_Knuewer

Christian Heller, Foto von Elisabeth Heller, nicht unter freier Lizenz.

Christian Heller

Christian Heller beschäftigt sich mit Zukunftsforschung und Internet-Kultur. Er ist 25 Jahre alt und lebt in Berlin. Dort hat er auch einige Jahre an der Freien Universität Filmwissenschaft und Philosophie studiert. Er blickt auf eine massive Internet-Sozialisation seit den 1990er Jahren zurück. Er hat auf Medienpädagogen-Tagungen und Internet-Konferenzen, wie denen des Chaos Computer Clubs oder auch der „re:publica”, Vorträge gehalten über die Chancen im Ende der Privatsphäre, die technischen Möglichkeiten der Auslagerung von persönlichen Identitäten ins Netz im Sinne von „Mind Uploads” sowie über die postmoderne Kulturlandschaft der „Internet-Meme”.
In seiner alltäglichen Netz-Praxis experimentiert er rege mit den Möglichkeiten und Gefahren des Abbaus von Privatsphäre und der Ausweitung der eigenen Identität auf kollektive Internet-Organismen.
Website: http://www.plomlompom.de
Twitter: http://twitter.com/plomlompom
XING: http://www.xing.com/profile/Christian_Heller17
Facebook: http://www.facebook.com/plomlompom

Markus Beckedahl, Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Markus Beckedahl

Markus Beckedahl, Unternehmer, Blogger und Aktivist für digitale Freiheiten, ist Organisator der re:publica und gilt als einer der deutschen Pioniere in der politischen Kommunikation im Internet.
Als Mitgründer der newthinking communications GmbH berät er Organisationen und Unternehmen in Fragestellungen der digitalen Welt. Das Spektrum reicht hierbei von der Vermittlung aktueller Trends bis hin zur Planung spezifischer Kampagnen und der Entwicklung von Open-Source-Strategien. Des Weiteren lehrt Markus Beckedahl an der Universität Mannheim „Open Source” und „Soziale Medien”.
Sein Blog netzpolitik.org erhielt in den vergangenen Jahren mehrere nationale und internationale Auszeichnungen. Ehrenamtlich kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit und das Community-Building von Creative Commons Deutschland.
Website: http://www.newthinking.de
Twitter: http://www.twitter.com/netzpolitik
Facebook: http://www.facebook.com/beckedahl

Beat_Doebeli, Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger

Prof. Dr. Beat Döbeli Honegger arbeitet am Institut für Medien und Schule der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz – Schwyz. Er beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Einsatz von digitalen Werkzeugen und Medien für persönliches und kollektives Lernen und Arbeiten. Er gilt im deutschsprachigen Raum als früher Förderer von Wikis in der Bildung (http://wiki.doebe.li/Beat/WikiInSchool) und setzt derzeit mit dem Einsatz von persönlichen iPhones in der Primarschule neue Akzente (http://www.projektschule-goldau.ch).
Bekannt wurde Beat Döbeli Honegger durch sein öffentlich zugängliches Literaturnetzwerk „Beats Biblionetz” (http://beat.doebe.li/bibliothek).
Website: http://beat.doebe.li
Twitter: http://twitter.com/beatdoebeli
XING: https://www.xing.com/profile/Beat_DoebeliHonegger

Michale Wenzel, Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Michael Wenzl

Michael Wenzl ist 40 Jahre alt und lebt in Schwabmünchen. Als Programmierer hatte er Anfang der 1990er Jahre zum ersten Mal Kontakt mit dem Internet und widmete sich fortan voll dem noch neuen Thema. Zunächst als Softwareentwickler und Administrator, später als Projektleiter, war er am Ausbau des Internets beteiligt. Ins dritte Jahrtausend startet er als selbstständiger Projektmanager und Berater. Schwerpunkmäßig unterstützt er seitdem NGO/NPO und Unternehmen beim Einsatz von Web-2.0-Tools und Social Media. Für sein persönliches Engagement setzt er ebenfalls aufs Web.
So betreibt er einen Agrar-Blog und hat jüngst ein Regionalwiki initiiert. Um die Vernetzung von Bloggern zu fördern, die sich mit dem Themenfeld Nachhaltigkeit beschäftigen, organisiert er Bloggertreffen.
In Seminaren zeigt er, wie das Internet als Mittel politischer und sozialer Einflussnahme genutzt werden kann.
Website: http://michaelwenzl.de
XING: https://www.xing.com/profile/Michael_Wenzl
Twitter: http://twittter.com/imwe
Facebook: http://www.facebook.com/michawenzl

Thomas Pfeiffer, Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Thomas Pfeiffer

Thomas Pfeiffer ist Medienpädagoge und Social Media Experte. Er berät Unternehmen auf ihrem Weg ins Web 2.0 bzw. Enterprise 2.0. Beides ist für ihn eng miteinander verbunden. Thomas Pfeiffer ist Moderator der Xing Microblogginggruppe http://xmbg.de und der Kopf hinter Twitterthemen.de. Er hat sich mit den Webevangelisten auf evidenzbasierende Social Media Beratung spezialisiert und berät große und mittlere Unternehmen bei ihren gesamten Aktivitäten im Web 2.0. Außerdem ist er Ansprechpartner, wenn Firmen die neue Medien wie Blogs, Wikis oder Microblogging zur unternehmensinternen Kommunikation einsetzen wollen.
Website: http://webevangelisten.de
Twitter: http://twitter.com/codeispoetry
Facebook: http://www.facebook.com/webevangelist

Tim Pritlove, Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Tim Pritlove

Tim Pritlove ist unabhängiger Moderator und Medienproduzent. Seit 2005 produziert er eigene Radiosendungen, die als Podcast über das Internet angeboten und so abonniert werden können. Das bekannteste Format ist „Chaosradio Express”, das bis zu 25.000 Hörer erreicht. Weitere Sendungen sind „mobileMacs”, „Not Safe For Work” und die Auftragsarbeit „dieGesellschafter” für die Aktion Mensch in 2009.
Tim Pritlove hat einen starken technikkulturellen Hintergrund, da er sein Wirken als Programmierer, Systemadministrator und später Veranstalter von Konferenzen und anderen Ereignissen begann und später durch das weltweit beachtete Kunstprojekt „Blinkenlights” als Medienkünstler bekannt wurde. Tim Pritlove lebt in Berlin und hat zwei Kinder.
Website: http://tim.geekheim.de
Twitter: http://twitter.com/timpritlove
XING: https://www.xing.com/profile/Tim_Pritlove
Facebook: http://facebook.com/timpritlove

Michael Seemann. Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Michael Seemann

Michael Seemann – im Internet besser bekannt als „mspro” – ist gelernter Kulturwissenschaftler, Programmierer, Blogger und Internetbewohner seit 2005. Mit André Krüger gründete er 2008 Twitkrit und organisierte mit einigen anderen die wahrscheinlich erste Twitterlesung der Welt. Seitdem macht er nicht nur als Twitteraturwissenschaftler, sondern auch als „Politblogger” und Veranstalter von Thinktanks und Workshops von sich reden.
Website: http://mspr0.de
Twitter: http://twitter.com/mspro
XING: https://www.xing.com/profile/Michael_Seemann
Facebook: https://www.facebook.com/mspr0

Rena Tangens. Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Rena Tangens

Andre Krueger. Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

André Krüger

André Krüger schreibt ins Internet seit 2001. Seit 2006 betreibt er boschblog.de, ein privates Weblog für nutzlose Schönschreibübungen jenseits von Relevanz und Reichweite. Bereits seit März 2007 twittert er unter http://twitter.com/bosch. 2008 gründete er zusammen mit Michael Seemann twitkrit.de, das Fachblog für Twitteraturkritik, in dem täglich ein Tweet rezensiert wird, und ist Mitinitiatior der Lesereihe twitterlesung.de. Im richtigen Leben ist er als Finanz- und Unternehmensberater in Hamburg tätig.
Website: http://boschblog.de
Twitter: http://twitter.com/bosch
Facebook: http://www.facebook.com/andrekrueger

Martina Pickhardt. Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Martina Pickhardt

Martina Pickhardt ist Senior Management Consultant. Die Boom 1.0-Erfahrene und bekennende Re-Founderin arbeitet das damals Erlebte in ihrem Blog Themenriff auf und vermittelt, wie sie das Gelernte bei ihrer aktuellen Neugründung anwendet. Seit 2004 ist Martina Pickhardt als freie Strategieberaterin in den Bereichen Personalisierung und neue Medien tätig. Die diplomierte Wirtschaftsinformatikerin war zuvor bei Oracle Deutschland für den Bereich Strategische Projekte eCommerce verantwortlich, bevor sie 1999 die COCUS AG gründete, ein Unternehmen für Personalisierungssoftware.
Nach ihrem Ausstieg bei der COCUS AG war sie u.a. Stipendiatin in dem internationalen Programm „art, science & business” an der Akademie Schloss Solitude.
Website: http://themenriff.de
Twitter: http://twitter.com/pickihh
XING: https://www.xing.com/profile/Martina_Pickhardt

Alexander Tscheulin. Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Alexander Tscheulin

Alexander Tscheulin, Diplom-Pädagoge, hat an den Universitäten Landau und Hamburg studiert und ist momentan in Helsinki im Studiengang ePedagogy Design eingeschrieben. Er ist Mitarbeiter im Projekt ePUSH der Fakultät Erziehungswissenschaften, Psychologie und Bewegungswissenschaften an der Universität Hamburg. Das Projekt will Studium und Lehre mit aktueller Medientechnologie verbessern. Innerhalb des Projekts kümmert er sich insbesondere um die technische Infrastruktur und damit um den Übergang zwischen digitaler und analoger Welt. Alexander Tscheulin beschäftigt sich schon lange und intensiv mit dem Web 2.0 und seinen Möglichkeiten für den Bildungsbereich. Er gibt zu den Technologien und Anwendungsmöglichkeiten verschiedener Social Software
Website: http://www.loveitorchangeit.com/
Twitter: http://twitter.com/alextee
XING: http://www.xing.com/profile/Alexander_Tscheulin

Stefan Evertz, Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Stefan Evertz

Stefan Evertz berät und begleitet seit über 10 Jahren als selbstständiger Projektkoordinator und Unternehmensberater diverse Verbände, Unternehmen und Kommunen im Umgang mit dem Internet. In den Projekten geht es dabei zunehmend um das Thema „Web 2.0“ / „Enterprise 2.0“. Weiterhin nimmt er leidenschaftlich gerne an BarCamps und ThemenCamps teil, von denen er auch schon einige organisiert hat (z.B. BarCampRuhr1-3, SocialCamp, VideoCamp), so ist er Veranstalter des BarCamp Ruhr und Mitveranstalter des VideoCamps.

Christiane Schulzki-Haddouti. Foto von Hartwig Lohmeyer-JOKER, nicht unter freier Lizenz.

Christiane Schulzki-Haddouti

Christiane Schulzki-Haddouti berichtet als freie IT- und Medien-Journalistin seit 1996 über die gesellschaftliche Relevanz von Informationstechnologien sowie relevanten Techniktrends. Als Researcher für soziotechnische Themen hat sie 2009 gemeinsam mit Lorenz Lorenz-Meyer die Innovationsanalyse zu „Kooperativen Technologien“ veröffentlicht. Eine weitere Analyse zum Thema „Soziale Innovationen in Neuen Medien“ steht vor der Veröffentlichung. Sie unterrichtet unter anderem Recherche am Institut für Kommunikationswissenschaften der Universität Bonn. Sie ist Mitbegründerin des Whistleblower-Netzwerks. Seit 2000 ist sie Jurymitglied der Initiative Nachrichtenaufklärung.
Website: http://blog.kooptech.de http://www.schulzki-haddouti.de
Twitter: http://www.twitter.com/kooptech

Frank Hofmann. Foto von privat, nicht unter freier Lizenz.

Frank Hofmann

Frank Hofmann, Jahrgang 1975, hat eine Ausbildung in Nürnberg als staatlich anerkannter Erzieher absolviert und nach ersten Erfahrungen als Hauptamtlicher in der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit dem Studium der Kultur- und Medienpädagogik in Merseburg begonnen. Nach dem Diplom arbeitete er in verschiedenen Projekten in der Aus- und Weiterbildung in Verbindung mit kulturellen Techniken (Theater und Medien). In der Gemeinwesenarbeit begann seine Arbeit 2005 beim Bildungswerk BLITZ e.V. mit dem Aufbau einer Kontaktstelle für mehr Demokratie und Zivilcourage.  Seit 2006 ist er in der Jugendbildungsstätte Hütten als Jugendbildungsreferent für politische Bildung mit Schwerpunkt Neue Medien tätig.

 

Markt der Möglichkeiten

Die Virtuelle Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Die Virtuelle Akademie erreicht jährlich über 5.000 Teilnehmer mit Politischer Bildung. Das breit gefächerte Angebot der etwa 50 Onlineseminare reicht von der Vermittlung praktischer Fähigkeiten für den politischen Alltag bis zur Vertiefung aktueller politische Themen. Der Vorteil der Onlineseminare ist, dass sie zeitlich und örtlich unabhängiges Lernen ermöglichen. Zudem können die Teilnehmer alle Inhalte auch nach Seminarende dauerhaft abrufen.
Gegründet wurde die Virtuelle Akademie im Jahre 2001. Sie ist damit die erste Online-Akademie für politische Bildung in Deutschland. Mit ihr weist die Stiftung eine breite und sich ergänzende Angebotspalette an Bildungsmaßnahmen im Präsenz- und Onlinebereich vor. Die Theodor-Heuss Akademie bietet dabei Wochen- und Wochenendveranstaltungen, das Regionalprogramm Abend- und Tagesveranstaltungen und die Virtuelle Akademie Onlineseminare und Onlinekonferenzen. Den Grundsätzen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit folgend, kann Politik somit, je nach individuellem Anspruch, allen Bürgern näher gebracht werden und sie in die Lage versetzen, sich politisch zu beteiligen.
Über das vornehmlich an ein deutschsprachiges Publikum gerichtete Angebot hinaus arbeitet die Virtuelle Akademie eng mit der e-Academy zusammen, die Online-Seminare für den Internationalen Bereich anbietet.
Ansprechperson:
Carsten Jung
E-Mail: virtuelle-akademie [at] freiheit [dot] org
Website: http://virtuelle-akademie.de

 

Stiftung Digitale Chancen

Unser Ziel
Ziel der Stiftung Digitale Chancen ist es, Menschen für die Möglichkeiten des Internet zu interessieren und sie bei der Nutzung zu unterstützen. So können sie die Chancen dieses digitalen Mediums erkennen und für sich nutzen.

Was wir tun
Wir helfen Einsteigern, die das Internet kennen lernen möchten. Wir unterstützen die net.werker in öffentlichen Interneterfahrungsorten, die Menschen den Einstieg in das Internet ermöglichen.
Wir wenden uns an Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die in Theorie und Praxis an der Digitalen Integration arbeiten.
Ansprechperson:
Carolin Bretl
E-Mail: cbretl [at] digitale-chancen [dot] de
Website: www.digitale-chancen.de

 

Jugend online / IJAB

Jugend online ist ein Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ziel von Jugend online ist es, den kreativen und kritischen Umgang junger Menschen mit Internet, Multimedia und mobilen Medien zu fördern, sowie ihre informationelle Selbstbestimmung. Für das Jahr 2009 hat Jugend online das Thema „Umgang mit persönlichen Daten im Internet“ als Schwerpunkt gewählt. Dazu startete das Projekt am 09.06.2009 die bundesweite Jugendkampagne watch your web.
Ansprechperson:
Daniel Poli
E-Mail: poli [at] ijab [dot] de
Tel.: 02289506119
Website: www.jugend.info

 

newthinking communications GmbH

Die newthinking communications GmbH ist eine Agentur für digitale Kultur und Gesellschaft. In unserem Geschäftsfeld Veranstaltung initiieren, organisieren und kuratieren wir Diskurse und gemeinsames Weiterdenken an Themen und tragen zur nachhaltigen Netzwerkbildung relevanter Akteure bei. Die re:publica, die all2gethernow und die Sustainable-IT sind Konferenz-Formate, die sich mit neuen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen, Möglichkeiten und Herausforderungen digitaler Medien in verschiedenen Bereichen auseinandersetzen. Im newthinking store veranstalten wir regelmässig kleinere, oftmals partizipativ organisierte Workshops, wie beispielsweise die openeverything Veranstaltungsreihe oder den Webmontag. Im Auftrag der Cebit oder der Transmediale haben wir spezifische Konferenz-Tracks zu Themen der Digitalkultur realisiert.
Wir beschäftigen uns in Studien, Projekten und unserem eigenen Blog netzpolitik mit einem weiten Themenspektrum der digitalen Welt. Wir beraten zu Themen und Projekte an der Schnittstelle von IKT/Internet/Medien/Kommunikation und Gesellschaft/ Politik/ Kultur, Open Source Strategien, Fragestellungen der Wissens-gesellschaft, sowie IKT in Entwicklungsländern. Als Public Lead für Creative Commons engagiert sich die newthinking communications GmbH vor allem in den Bereichen Community-Building und Öffentlichkeitsarbeit.
Im Bereich Kommunikation und Webentwicklung konzipieren und realisieren wir Internet-Kommunikationslösungen mit Schwerpunkt auf Kollaboration, sozialer Software und partizipativer Internetnutzung auf Basis von freier/open source Software.
Ansprechperson:
Andreas Gebhard
E-Mail: info [at] newthinking [dot] de
Website: http://www.newthinking.de

 

Trans-Media-Akademie Hellerau

Die Trans-Media-Akademie Hellerau in Dresden veranstaltet das Festival für computergestützte Kunst CYNETART und ist Mitherausgeber der neuen Plattform www.virtuellesparlament.de. Das Virtuelle Parlament versteht sich als netzbasierter politischer Wissens- und Entscheidungsgenerator sowie als ein Leitsystem für die Diskussion und Abstimmung von politischen Zielen in unterschiedlichen lokalen und translokalen Handlungsdimensionen.
Bericht über die Online-Schaltung des Virtuellen Parlamentes in Schwarzburg „Vom Kneipenstammtisch über den Chat-Room zum Virtuellen Parlament“ von Klaus Nicolai hinsichtlich der Präsentation VIPA zum Workshop „Markt der Möglichkeiten“.
Ansprechperson:
Klaus Nicolai
E-Mail: nicolai [at] body-bytes [dot] de
Tel.: 0177-8249582
Website: www.virtuellesparlament.de

 

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Im AdB selbst und in seinen Mitgliedseinrichtungen spielt die politische Bildungsarbeit mit Medien, insbesondere auch mit neuen Medien und dem Internet, eine zentrale Rolle. Auf dem Markt der Möglichkeiten werden u.a. vorgestellt: Das Projekt „Blendet Learning DDR”, ein Projekt für Jugendliche zur Geschichte der DDR, bei dem sich Präsenzseminare und virtuelle Lernräume ergänzen. Die Plattform projektwiese.de, ein Tummelplatz für neue Ideen in der politischen Bildung, hervorgebracht von der Projektgruppe „Politische Jugendbildung mit Neuen Medien” im AdB. Weitere interessante Projekte aus Mitgliedseinrichtungen des AdB.
Ansprechperson:
Boris Brokmeier
Tel.: 030-400401-15
Website: www.adb.de

 

Grafik der Friedrich-Ebert-Stiftung, nicht unter freier Lizenz.

Logo der Friedrich-Ebert-Stiftung, nicht unter freier Lizenz.

Friedrich-Ebert-Stiftung

Die OnlineAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung (Abt. Politische Akademie) ist ein Ort politischer Bildung im Internet. Seit September 2001 vermittelt die OnlineAkademie (www.fes-online-akademie.de) – multimedial unterstützt – Hintergründe und Kompetenzen zu aktuellen Themen (z.B. Globalisierung, Generationengerechtigkeit, soziale Demokratie). Die OnlineAkademie zeigt Handlungsoptionen auf und fördert die Motivation für demokratisches Engagement. Die OnlineAkademie verfügt über praxisnahe Angebote für die politische Bildungsarbeit wie für das Selbststudium – mit dem Ziel, die Demokratie zu stärken. Seit 2007 bietet die OnlineAkademie interaktive E-Learning-Kurse zur kommunalpolitischen Qualifizierung (www.fes-kommcheckers.de) an. Die E-Kurse bieten den Teilnehmenden den Vorteil, multimedial aufbereitete Kursinhalte unabhängig von Zeit und Raum – individuell oder in einer Lerngruppe – zu erarbeiten. Sie lernen online Grundlagen der Kommunalpolitik und haben die Gelegenheit, im Rahmen von Präsenzveranstaltungen zum Austausch, zur fachlichen Vertiefung und praxisnahen Wissensanwendung zusammenzukommen.
Ansprechperson:
Tobias Paul
E-Mail: Tobias [dot] Paul [at] fes [dot] de
Website: www.fes-online-akademie.dewww.fes-kommcheckers.de

 

Bertelsmann Stiftung – Programm Europas Zukunft

Bürgernähe und Transparenz scheitern in der Europäischen Union häufig nicht an einem Mangel an Informationen, sondern an ihrer Überfülle. Mit echo.eu wollen wir diese Situation – im Internet und mit Hilfe multimedialer Angebote – verbessern: Informationen werden dabei nach Relevanz ausgewählt, geordnet und aufbereitet. Wissen wird klar strukturiert. Wissen und Informationen sollen anziehend gestaltet werden. Und die Nutzer dieses neuartigen Internetangebots wollen wir nicht nur ansprechen, sondern auch einbeziehen. Für neue Wege der Wissensvermittlung haben wir Professoren und Designer zusammengebracht. echo.eu soll helfen, Europa ein Gesicht zu geben.
Ansprechperson:
Isabell Hoffmann
E-Mail: isabell [dot] hoffmann [at] bertelsmann-stiftung [dot] de
Tel.: 0173-510 60 21
Website: www.bertelsmann-stiftung.de/europaszukunft

 

FoeBuD e.V.

Der FoeBuD e.V. setzt sich seit 1987 für Bürgerrechte und Datenschutz ein. Beim FoeBuD treffen unterschiedlichste Menschen zusammen, die Technik und Politik kritisch erkunden und menschenwürdig gestalten wollen. Der FoeBuD klärt durch Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge, Veranstaltungen und charmante Aktionen auf. So richtet der FoeBuD jährlich die BigBrotherAwards („Oscars für Datenkraken“) in Deutschland aus und ist Mitorganisator des Arbeitskreises gegen Vorratsdatenspeicherung. Mit unserem Fachwissen mischen wir uns – auch ungefragt – in politische Prozesse ein. Der FoeBuD arbeitet für eine lebenswerte Welt im digitalen Zeitalter.
Kontakt:
E-Mail: mail [at] foebud [dot] org
Website: https://www.foebud.org

 

jfc Medienzentrum

Das jfc Medienzentrum ist eine Fachstelle für Kinder- und Jugendmedienarbeit in Köln und Nordrhein-Westfalen. 1976 als Jugendfilmclub (jfc) gegründet, bieten wir pädagogische Aktionen, Beratung, Qualifizierung und Dienstleistungen im Schnittfeld von Medien, Kultur und Pädagogik an.In vielen Angeboten werden Kinder, Jugendliche und Familien direkt angesprochen. Darüber hinaus wenden wir uns an Multiplikator/-innen bei Trägern im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich, die Medien aktiv einsetzen. Das jfc Medienzentrum ist ein gemeinnütziger Verein und als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt. Es erhält eine Grundförderung durch den Landesjugendplan Nordrhein-Westfalen sowie durch die Jugendförderung der Stadt Köln. Ergänzt wird dies durch Projektförderung verschiedener öffentlicher und privater Unterstützer. Die Schwerpunkte der Arbeit des jfc Medienzentrums liegen seit vielen Jahren in den Bereichen Film, Internet, Multimedia, Video und Radio. Die zunehmende digitale Verknüpfung der Medien ermöglicht viele neue Ausdrucks- und Präsentationsformen: Musik-Tanz-Perfomances, DJ-VJ-Events, Podcast/Videocast und interaktive Arrangements, die aktuell in unseren Angeboten aufgegriffen werden.
Im Zusammenhang mit politischer Bildung und Partizipation bieten wir v.a. folgende Web2.0 Portale an:
www.gezoomt.de
www.yougle.nrw.de
www.rootsnroutes.tv
www.spinxx.de
www.mitmischen-in-koeln.de
Ansprechperson:
Gerda Sieben
E-Mail: sieben [at] jfc [dot] info
Tel.: 022113056150
Website: www.jfc.info

 

Educaching

Wenn Wissen mit alltäglichem Erleben verknüpft werden kann, wird es verwertbar und damit relevant. Die Webseite www.geocaching.com war der Ausgangspunkt diesen Bildungsanspruch umzusetzen. Dort veröffentlichte GPS Koordinaten führen den mit einem Navigationsgerät ausgestatteten Nutzer an einen Ort, an dem ein Behälter versteckt ist. In diesem Behälter können sich z. B. historische Informationen zu dem Ort befinden.
In vielen Fällen ist Geocaching sicherlich vergleichbar mit einer „modernen Schnitzeljagt”, es gibt allerdings viele Caches, bei denen der Ort, an dem sie versteckt sind eine Geschichte zu erzählen hat. Sie sind mehr als das Ziel einer Schnitzeljagt. Wenn solche Orte ihre Geschichten an die FinderInnen weitergeben, dann können sie sich als educache eignen. Verbunden mit der Idee des Educachings ist die Idee den Einsatz von Medien in Lernprozessen als embedded Media zu begreifen. In diesem Fall sind die Medien Mittel zum Zweck, sie verschwinden hinter dem Lerngegenstand und sind ein unterstützendes Mittel beim Lernen. Sie betten sich in den Lernprozess ein. Beim Educaching fungiert die Webseite geocaching und das GPS Gerät als „embedded Media”.
Der Lerngegenstand befindet sich aber in diesem Fall außerhalb der digitalen Medien. Er ist der Ort selber. Ein Educache muss jedoch aus mehr bestehen, als nur aus einem Ort. Möchte er sich in den Lernprozess integrieren, muss der Ort Fragen aufwerfen, muss die Geschichte zum Nachdenken anregen. Das Educaching selbst könnte zu einer Exkursionsform im Bildungsprozess entwickelt werden, bei dem vor- und nachgelagerte Aufgaben den Rahmen bilden.
Educaching so wie wir es entwickeln soll jedoch vor allem auch jenseits der institutionellen Bildung funktionieren und sich viel näher an das Geocaching anlehnen. D.h. eine anspruchsvolle Schnitzeljagd mit geschichtlichem oder politischem Hintergrund, wobei die Tiefe der Informationsabgabe vom Cacher selbst gewählt werden kann, in dem er/sie sich bis in einzelne Quellen hinein vertiefen kann oder einfach nur den Cache finden kann, ohne die Geschichte des Ortes verstehen zu müssen. Niemand soll für den Bildungsanspruch vereinnahmt werden.
Ansprechperson:
Guido Brombach
E-Mail: guido [dot] brombach [at] dgb-bildungswerk [dot] de
Tel.: 02324/508204
Website: http://www.forum-politische-bildung.de/

 

Dokumentation

Livestream „Web 2.0 in der politischen Bildung”

Hier sind alle Aufzeichnungen vom Video-Livestream zu finden: http://make.tv/pb21

Thomas Knüwer: Wie Web 2.0 Gesellschaft und Kultur verändert
Mit dem Aufkommen des Internets in den 90er Jahren entstanden Hoffnungen und Visionen für gesellschaftliche Veränderungen. Die neuen Medien verhießen mehr Partizipation, Transparenz und Meinungsvielfalt. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte damit seine Stimme erheben können. Mit der Kommerzialisierung des Internets um das Jahr 2000 herum schien die Sache erledigt. Dabei fingen die Veränderungen erst an. Mit der zweiten Welle des World Wide Web entstanden Projekte und Strukturen, die tatsächlich ganz anders waren als das, was man vorher kannte. Wikipedia, Google, YouTube, Facebook, Twitter, Blogs und Podcasts unterscheiden sich v.a. durch einen Punkt grundlegend von dem, was vorher war: Ihr Erfolg basiert auf den Inhalten und dem Verhalten der Nutzer selber. Mit dem Web 2.0 bricht tatsächlich die ehemals strenge Grenze zwischen Konsument und Produzent auf. Was zum Read-Only-Internet zu werden drohte, wurde binnen weniger Jahre zum Read-and-Write-Internet, zum Social Net.

Dr. Christoph Bieber: Abstract zum Impulsreferat

Die Präsentation von Dr. Christoph Bieber als PDF finden Sie hier.

Christoph Bieber setzt sich in seinem Impulsreferat vor allem mit neuen Formen politischer Willensbildung und politischen Engagements im Netz auseinander – als Beispiele herangezogen werden dabei zum einen der Wahlkampf und die interne Organisation der Piratenpartei, zum anderen die Integration von Formaten der Online-Kommunikation in den Regierungsalltag im Weißen Haus.

Anders als die etablierten Parteien hat die Piratenpartei im Bundestagswahlkampf 2009 eine regelrechte „Mitmach-Kampagne“ geführt. Mit Hilfe von Wikis, Weblogs oder einem reichweitenstarken Twitter-Account wurde über wesentliche Arbeitsschritte und Ziele der Kampagne informiert, sowie direkte Angebote zur Unterstützung formuliert. Im Gegensatz zu den parteigebundenen Netzwerken wie meineSPD.net, „linksaktiv.de“ oder teAM2009.de beteiligten sich zahlreiche Sympathisanten an der offen und dezentral organisierten Piraten-Kampagne, die zugleich auch für die Entwicklung programmatischer Akzente sowie die Aufarbeitung des Wahlergebnisses genutzt wurde.

An einigen Stellen griff die Kampagne der Piratenpartei auf Erfolgsrezepte des Obama-Wahlkampfes aus dem Jahr 2008 zurück und lieferte damit eine der seltenen Gelegenheiten für einen zulässigen USA-Vergleich. Nachdem Obamas erstes Amtsjahr nun vorüber ist, gerät auch das Internet wieder in den Blick – allerdings unter anderen Voraussetzungen. Unter dem Begriff des „Obama Disconnect“ wird eine Abwendung des bislang prototypischen Internet-Politikers von seiner digitalen Unterstützerschaft diskutiert. Dabei fällt auf, dass in den USA zwar zahlreiche Elemente aus der Kampagne in abgewandelter Form auch in die Regierungsarbeit integriert wurden (z.B. Digital Townhall Meetings, Transparenz und Öffnung von Arbeitsvorgängen oder die Begleitung von Gesetzgebungsprozessen), jedoch kein klares Konzept für den Umgang einer nicht-parteigebundenen Unterstützerschaft im Netz besteht.

Es handelt sich hier um den 2. Teil des Vortrags aus Hattingen am 9. Februar 2010, der wegen mangelnder Zeit im Plenum anschließend aufgezeichnet wurde. Den 1. Teil findet man unter: make.tv/pb21/show/37109 ab 40:00 min.
Eine Arbeit der Workshop-Gruppe „Online-Video”.
Weitere Materialien:
Bieber, Christoph (2009): Kampagne als „Augmented Reality Game”: Der Mitmachwahlkampf der Piratenpartei. In: CARTA, 25.09.2009. Online unter http://carta.info/15450/kampagne-als-augmented-reality-game-der-mitmachwahlkampf-der-piratenpartei/
Bieber, Christoph (2009): Wiedervorlage: Piratenpartei. In: Internet und Politik, 29.09.2009. Online unter http://internetundpolitik.wordpress.com/2009/09/29/wiedervorlage-piratenpartei/
Bieber, Christoph (2010): Die Obama-Entkopplung? In: Internet und Politik, 05.01.2010. http://internetundpolitik.wordpress.com/2010/01/05/die-obama-entkopplung/
Bieber, Christoph (2010): Obama verärgert die Online-Elite. In: ZEIT Online, 19.1.2010. Online unter http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-01/Online-Wahlkampf-USA

Beat Doebeli: Wie das Web 2.0 die (politische) Bildung in Bewegung bringen kann

Markus Beckedahl: Netzpolitik – Neue Öffentlichkeiten im Netz

Politik im Netz ist oftmals ein weiterer Kanal für Politiker, um ihre Botschaften in Form von digitalen Flyern unters Volk zu bringen. Aber das Netz kann auch anders genutzt werden, um sich in politische Prozesse einzumischen. Anhand der Debatte rund um das Zugangserschwerungsgesetz im Sommer 2009 wird aufgezeigt, wie das Netz zur Organisation von Protest genutzt werden kann und dabei neue Öffentlichkeiten entstehen.

padeluun: Was der mündige Bürger über das Web 2.0 wissen sollte – Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung online

Web2.0 ist ganz toll. Man hat ganz viele Freunde (Klügere haben ganz viele Bekannte). Wenn da nicht die böse Realität wäre. Die große Datenkrake mit ihren vielen Tentakeln saugt sich Informationen aus den Knotenpunkten unserer Strukturen. Das „Alle-wissen-alles-voneinander”-Netz ist eben doch leider eine „Wir-wollen-alles-über-Sie-Wissensgesellschaft”. Das bedeutet: Einige wenige wissen alles … und der Rest …?
Es ist die alte Geschichte von Gutsherren und Leibeigenen. (Um es ganz deutlich zu sagen: Wir sollen die Leibeigenen sein).
Die Szenarien entsprechen allerdings weitaus mehr Aldous Huxleys Buch „Schöne Neue Welt” als der Dystopie des totalitären Überwachungsstaats „Neunzehnhundertvierundachzig” von George Orwell. Und führen von dort geradewegs zu Franz Kafkas „Der Prozess”: Wir halten zwar stets die Regeln ein, doch wir spielen nicht mit, sondern uns wird mitgespielt.
Aber aufgemerkt! Die Spielregeln der Kommunikationsgesellschaft (nicht: Informationsgesellschaft) sind noch lange nicht fertig. Sie sind nicht naturgegeben und uns bleibt anderes, als nur zu fragen „was kommt da auf uns zu?”. Wir können kreativ mitgestalten — müssen aber die dunklen Dimensionen genau kennen — sonst sind wir verdammt, fröhlich lächelnd unser Bestes zu geben: Freiheit und Würde.

Die Tagung in Zahlen

Screenshot (nicht unter freier Lizenz).

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Es sind eine Reihe an beeindruckenden Zahlen im Rahmen der Fachtagung zusammen gekommen. Es wurden z.B. 384 Tweets mit dem Hashtag #pb21 bis zum 11.02.2010 von 45 unterschiedlichen Accounts geschrieben. Davon 51 Retweets. Es wurden 38755 Zeichen geschrieben, das entspricht einer durchschnittlichen Tweetlänge von ca. 100 Zeichen.
Links finden sie eine Tagcloud, die auf der Basis aller Tweets mit Wordle.net erstellt worden ist. Bei Flickr wurden 200 Bilder eingestellt. Insgesamt wurden alle Bilder 2375 Mal abgerufen. Bei Delicious sind 73 Lesezeichen mit #pb21 getaggt worden. Bei Mr. Wong lassen sich 19 Ergebnisse zu pb21 finden.
Es wurden auch 2 Videos bei Vimeo hochgeladen, diese wurden bisher insgesamt 160 mal angeschaut.
Bei Make.tv, dem Streamingpartner, wurden bisher 4602 Abrufe gezählt. Dabei hatte das Abschlusspanel von Beat Döbeli-Honegger am Mittwoh, den 10.02. mit 865 die meiste Abrufe. Dabei wurde der Stream 19.185 Minuten betrachtet, das entspricht 319 Stunden oder 13 Tagen an denen 24 Stunden die Tagung angeschaut wurde. Im Durchschnitt haben ca. 60 User den Stream regelmäßig verfolgt.

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

Insgesamt wurden 25 GB Daten aus dem Internet heruntergeladen, 4 GB Daten ins Internet hochgeladen. Dabei ist der Live-Stream nicht mitgerechnet. Von ihm gingen weitere 2 GB ins Internet.
Die Klicks auf dem Blog pb21.de verteilen sich wie folgt: Montag, 08.02.:1515, 09.02.: 2549, 10.02.: 1240.
Auswertungen müssen sicherlich noch viele vorgenommen werden und sicherlich greift die reine Auswertung auch zu kurz, wenn die Fachtagung nachhaltig sein will, brauchen wird eine Initiative für mehr Web 2.0 in der politischen Bildung. Sie würde unseren Bildungsbegriff neu ausloten und die politische Bildung erneuern können.
Update: Imwe hat eben noch über Twitter die Statistik für die Wiki-Gruppe durchgegeben: Der Wiki-Workshop hatte 4 Etherpads, 7 eigene Wiki-Artikel erstellt, 2 Wikipedia-Artikel editiert.

Auswertung der Tagung am Mittwoch morgen

Wir bekamen noch die Anregung, die Reflektionsphase am Mittwoch morgen nachzubereiten. Alle Bilder liegen natürlich in Flickr vor, dennoch wollen wir sie hier noch einmal entsprechend aufbereiten. Konkret: Was könnte ich in meiner eigenen Arbeit mit Web 2.0-Werkzeugen anfangen? Visionär: Welche ganz neuen Dinge könnte politische Bildung und Web 2.0 zusammen hervorbringen? Interessant: Was reizt mich an Web 2.0 besonders? Hinderlich: Was hält mich am meisten vom Einsatz von Web 2.0 ab?

 

Videodokumentation

Aufzeichung des Livestream zur Eröffnung

Aufzeichung des Livestream zum Vortrag Netzpolitik – Neue Öffentlichkeit im Netz, Thema Web 2.0 als Werkzeug der Politik ab Minute 14.

Aufzeichnung der Podiumsdiskussion mit Dr. Christoph Bieber, Thomas Knüwer, Christiane Schulzki-Haddouti und Markus Beckedahl

Die Präsentation von Dr. Bieber als PDF.

Aufzeichung des Livestream zum Vortrag „Netzpolitik – Neue Öffentlichkeit im Netz“

Aufzeichnung des Livestreams mit padeluun

Interview von Tagungsteilnehmern mit Thomas Knüwer

Markus Beckedahl: Alle können mitmachen
Egal ob in Konstanz oder Rostock: Über das Netz könnten sich Menschen mit einem gemeinsamen Anliegen vernetzen und ihr Thema wirkungsvoll öffentlich machen, sagt Markus Beckedahl. Die Möglichkeiten für Partizipation seien ideal – die Politik dürfe nur nicht den Fehler machen, jetzt Barrieren zu schaffen.

Politische Bildung auf Facebook?
„Politische Bildung muss Hilfestellung leisten”, sagt der Politikwissenschaftler Christoph Bieber im Interview. Zwar stünden die bekannten Social Networks „unter der Fuchtel der Anbieter”, sagt Bieber – aber auch dort finde Politik statt. Die Nutzer müssten allerdings genau hinschauen, welche Ziele die Plattform-Betreiber tatsächlich verfolgten.

Politische Bildung muss Hilfestellung leisten aus der Mediathek der Bundeszentrale für poltische Bildung

Podcasts

Außerdem sind während der Tagung folgende beiden Podcasts entstanden.

PB00a: Abschlussdiskussion Podcast-Workshop

PB00b: Netzwerke können sehr mächtig sein

Alle Flickr Bilder der Tagung

Auf der Tagung sind viele Fotokameras unterwegs gewesen. Alle Bilder können sie in einer ansprechenden Slideshow hier sehen.

Created with flickr slideshow.

Jöran ist Diplom-Pädagoge und freiberuflich in verschiedenen Bildungsbereichen aktiv. Am liebsten mag er Schnittmengen aus 1. Bildung / Lernen, 2. Medien / Kommunikation und 3. Management / Organisation.

Kategorien: Allgemein, Bildung im digitalen Wandel, Positionen & Debatten, Tagung Feb. 2010 Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , Keine Kommentare ↓

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