Webschau 48/49-2010

Grafik von Ralf Appelt für pb21.de unter CC BY 3.0 DE

Grafik „Webschau“ von Ralf Appelt für pb21.de unter CC BY 3.0 DE.

Lese-Tipp der Woche

Da sich die heutige Webschau ganz den Schwerpunkten WikiLeaks und Jugendmedienschutzstaatsvertrag widmet, kommt auch der Lese-Tipp der Woche aus diesem Bereich (und ist ausnahmsweise ein Hör-Tipp):

Streitgespräch WikiLeaks

Im Deutschlandradio Kultur haben die beiden Journalisten Philip Banse und Hans Leyendecker ein ein Streitgespräch um den Umgang mit WikiLeaks geführt. Banse hat das ungekürzte Gespräch in seinem Blog veröffentlicht, wo sich auch eine intensive Diskussion in den Kommentaren entfaltet hat.
#wikileaks #journalismus


Neu auf pb21.de


Schwerpunkt WikiLeaks und Journalismus

Die Internet-Plattform Wikileaks will nach eigenen Angaben das Handeln von Regierungen überwachen und transparent machen, um Missstände aufzudecken und die Demokratie zu stärken. Kritiker bezeichnen die jüngsten Veröffentlichungen als unverantwortlich: Sie würden Diplomatie unmöglich machen, manche sogar Menschenleben gefährden. (Wie) verändert Wikileaks Politik und Medien?

  • Am 28.11.2010 begann Wikileaks damit, rund 250.000 Depeschen des US-Aussenministeriums zu veröffentlichen. Seitdem ist die Diskussion um WikiLeaks nicht abgerissen. Der Spiegel machte aus den Depeschen eine Story. In einem Interview mit der FAZ schildern die zuständigen Spiegel-Redakteure Georg Mascolo und Mathias Müller von Blumencron ihre Sichtweise auf die Entstehung der Story und die Zusammenarbeit mit WikiLeaks.
  • Wikileaks will die ‘Wahrheit offenlegen’. Doch welche Wahrheit offenbaren die bekannt gewordenen diplomatischen US-Dokumente eigentlich?“ Dieser Frage geht Zeit-Online im Artikel Hybris statt Wahrheitssuche nach.
  • Ging es zu Beginn noch überwiegend um die Inhalte der Depeschen, so weitete sich die Diskussion schnell aus zu einer Diskussion über Informationsfreiheit, Whistleblowing, Geheimnisverrat und journalistischer Ethik und über Nutzen und Gefahren von Transparenz und Offenlegung. „Das Informationsmonopol ist durch Wikileaks gebrochen“ sagt Josh Benton vom Nieman Lab, einem Forschungsinstitut zum Journalismus, im Gespräch (Video) mit Zeit Online.
  • Der taz-Artikel Vom Hacker zum Popstar geht der Frage nach, wie mächtig Wikileaks ist und wie es innerhalb der Organistation aussieht.
  • Julian Assange answers your questions. Der Gründer von Wikileaks hat Fragen von Lesern des Guardians zu der Veröffentlichung der rund 250.000 Depeschen des US-Aussenministerium beantwortet (englisch).
  • Kritik an Assange und am Vorgehen WikiLeaks äußert der ehemalige Sprecher von WikiLeaks, Daniel Domscheit-Berg im Gespräch mit Karsten Polke-Majewski bei einer Podiumsdiskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hamburg (komplettes Video).

#wikileaks #ethik #journalismus #medien #julianassange


Schwerpunkt Jugendmedienschutzstaatsvertrag

Der 15. Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV) ist umstritten wie kein anderer vor ihm. Dort wird der Jugendschutz für Rundfunk und Telemedien geregelt. Darunter fällt auch das Internet. Einem Staatsvertrag muss ohne Ausnahme von jedem Bundesland zugestimmt werden. Gelingt das nicht, kann er auch nicht in Kraft treten.

#jmstv #internet #medien #alterskennzeichnung #jugendschutz


Zum Weiterlesen

JIM-Studie 2010

Mit der Studie Jugend, Information, (Multi-)Media Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland untersucht der Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwes jährlich nicht nur, in welchem Umfang sondern auch in welcher Art und Weise Jugendliche welche Medien nutzen. Ende November wurden die Ergebnisse für 2010 vorgestellt.
#studie #jugendliche #statistik #mediennutzung


Und weiteres …

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Freiberuflerin im Bereich Medien und Kommunikation, Dozentin in der Erwachsenenbildung insbesondere im Bereich politische Bildung, Web 2.0 und Videotraining, Producerin von (Web-)Videos und anderen Web 2.0 Inhalten.

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