Dossier „Partizipation“

Foto „Participation Inequality 90 9 1“ von Christopher Allen unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" title="Zum Lizenztext">CC BY 2.0</a>.

Foto „Participation Inequality 90 9 1“ von Christopher Allen unter CC BY 2.0.

Der Bundeskongress Politische Bildung steht 2012 unter dem Titel „Zeitalter der Partizipation“. Aus diesem Anlass gibt es eine Premiere auf pb21.de und werkstatt.bpb.de: In einem gemeinsamen Dossier beider Websites finden Sie eine umfangreiche Sammlung von Artikeln rund um das Leitmotiv der politischen Bildung: Wie können Bürgerinnen und Bürger das politische und gesellschaftliche Leben mitgestalten?

Die Schwerpunkte:


Schule als Lernort von Mitgestaltung und Teilhabe

Kinder wollen lernen oder die demokratische Kultur beginnt in der Schule!

Demokratische Schulen gehen davon aus, dass Kinder lernen wollen, dass Kinder ihre Welt verstehen wollen und daran interessiert sind, wie alles miteinander zusammenhängt. Andrea Adamopoulos, Journalistin und Mitarbeiterin im Projekt Omnibus für Direkte Demokratie, erörtert in einem Artikel, wie durch ein demokratisches Schulkonzept eine demokratische Kultur etabliert werden kann, die Jugendliche motiviert ihre Meinung zu äußern und an Entscheidungen teilzuhaben. zum Artikel

„Open School“ – Mitbestimmung in der Bildung!

Die „Kluft“ zwischen Schülerinteressen und Unterrichtsinhalten wächst. Wie wäre es da mit neuen Rollenzuschreibungen? Können im digitalen Zeitalter die Lehrenden als Wissensmonopolisten von den ‘Digital Natives’, den Schülern und Schülerinnen, abgelöst werden? Waldemar Palmowski, Pädagoge und Sozialmanager, wirft einen Blick zurück auf die zentralen Thesen des SpeedLabs „Migration und Geschichtsvermittlung – Digitale Bildung im multikulturellen Klassenzimmer“. Im Fokus: das Thema Partizipation. zum Artikel

Mehr Demokratie wagen?

Das System Schule basiert auf strukturierten Hierarchien, in denen Lernenden meist wenig Spielraum für eigene Interessen und Ideen eingeräumt wird. Soll das demokratische Bewusstsein der Jugendlichen ausgebildet und gestärkt werden, bedarf es jedoch partizipativer Strukturen. Boris Brokmeier, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V., erklärt, warum außerschulische Bildungseinrichtungen dabei helfen, Jugendliche für ihre Rechte und Chancen zu sensibilisieren. zum Artikel

Mitbestimmung nach Schulschluss

Die Möglichkeit, Inhalte und Lernziele im Schulkontext selbst zu bestimmen, erhöht Motivation und Eigeninitiative Lernender. Das Projekt „Schule plus“ bietet Jugendlichen Beteiligungsmöglichkeiten außerhalb des Unterrichts. Werkstatt.bpb.de sprach mit Petra Jurkowitsch, Programmleiterin des Projekts bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. zum Interview

„Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln!“*

Klassenzimmer ohne Türen, Lernmaterial auf den Gängen und von Raum zu Raum wandernde Lehrkräfte. Das Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen beschreitet neue Wege. Die Grundlage bildet das pädagogische Konzept offener Lernlandschaften. Der Lernwille der Schülerinnen und Schüler soll durch eine offene, selbstbestimmte Lernatmosphäre gestärkt werden. Günther Schmalisch, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums, erklärt die wesentlichen Prinzipien des neuen Lehr- und Lernformats und warum sich die Lehrerrolle vom Belehrenden zum Helfer wandeln muss. (* Zitat von Erich Kästner) zum Artikel

Dialogmoderation – Balanceakt zwischen Offenheit und Beständigkeit

Vertrauen – ein wertvolles Gut und Fundament menschlicher Beziehungen: Das bemerken Siamak Ahmadi und Hassan Asfour in ihrem Alltag als Dialogmoderatoren an Schulen mit sehr heterogener Schülerschaft häufig. Im Rahmen des Projekts „Dialog macht Schule“ möchten sie Jugendlichen politische Themen näher bringen, um ihnen gesellschaftliche und politische Teilhabe zu ermöglichen. Ein Bericht aus ihrem Arbeitsalltag. zum Artikel


Partizipation für alle

Meinung statt Ghetto-Gehabe

Heterogene Gesellschaften äußern sich mit unterschiedlichen Stimmen zu aktuellen Debatten oder Ereignissen. Häufig überrascht aber auch ein gemeinsamer Tenor, so der Islamwissenschaftler Götz Nordbruch. Er beschreibt in einem Beitrag, wie viele junge Migrantinnen und Migranten durch ihre Meinungsäußerung über Online-Magazine an gesellschaftlichen Debatten partizipieren. zum Artikel

Medienkompetenz durch praktische Partizipation

Das ABC Bildungs- und Tagungszentrum e.V. im niedersächsischen Drochtersen-Hüll will bildungsferne Jugendliche zur politischen Partizipation mit Unterstützung von Social Media befähigen und ermutigen. Ein Interview mit der Projektleiterin Birte Frische. zum Interview


Digitale Partizipationswerkzeuge in der Bildungsarbeit

Eine Landkarte als Übersicht und fünf Beispiele

Wie können Web 2.0 Werkzeuge in Angebote bzw. Formate der Bildungsarbeit integriert werden? Diese Frage beantwortet eine Expertise, die Jöran Muuß-Merholz für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verfasst hat. Der Text erörtert die Grundlagen des digitalen Umbruchs im Bildungsbereich, zeichnet eine Landkarte der Web 2.0-Werkzeuge für die Bildungsarbeit und beschreibt fünf Fallbeispiele. zum Artikel

BarCamp konkret – Partizipative Veranstaltungsformate

Das „EduCamp Bremen“ ist ein Beispiel für höchst intensiven Einsatz von Web 2.0 zur gemeinsamen Gestaltung einer Veranstaltung. Der Organisator des EduCamps Thomas Bernhardt erklärt die Eigenschaften von BarCamps im Allgemeinen, dem EduCamp im Besonderen und vor allem die Möglichkeiten zur partizipativen Gestaltung von Veranstaltungen. zum Video


Partizipation im Zeiten des digitaler Wandels

Politische Bildung 2.0 – Neue gesellschaftliche Beteiligungsformen durch neue Medien – Herausforderungen für die Institutionen

Thomas Krüger, Präsident der BpB, hielt am 10.09.2010 die Keynote zur Tagung „Mitmachen ohne dabei zu sein – Neue Beteiligungsformen durch Web 2.0“, die von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung veranstaltet wurde. zum Artikel

Digitale Werkzeuge zur Partizipation

In einer dreiteiligen Reihe beschäftigt sich pb21.de mit Grundsätzen und Anwendungen von digitaler Partizipation:

  • Teil I: Bürgerbeteiligung im Online-Zeitalter. Ein Überblick über die derzeitigen Partizipationsangebote. zum Artikel
  • Teil II: Demokratie lernen mit Liquid Feedback. Eine Einführung in die Software „Liquid Feedback“ zum Artikel
  • Teil III: Ist der Beutelsbacher Konsens noch zu retten? Ein Diskussionsbeitrag zur aktionsorientierte politische Bildung zum Artikel

„Alle können mitmachen“

Die Möglichkeiten für Partizipation seien ideal – die Politik dürfe nur nicht den Fehler machen, jetzt Barrieren zu schaffen. Das sagt der Netzaktivist Markus Beckedahl im Video-Interview mit pb21. zum Video

„Mitmach-Wahlkampf ja, Mitmach-Regieren nein?“

Video mit einem Kurzvortrag des Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Christoph Bieber, aufgezeichnet in Hattingen am 9. Februar 2010 am Rande eines pb21-Workshops. zum Video


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Der Artikel (Text) auf dieser Seite steht unter der CC BY 3.0 DE Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Jaana Müller und Jöran Muuß-Merholz für pb21.de und werkstatt.bpb.de.
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Jöran ist Diplom-Pädagoge und freiberuflich in verschiedenen Bildungsbereichen aktiv. Am liebsten mag er Schnittmengen aus 1. Bildung / Lernen, 2. Medien / Kommunikation und 3. Management / Organisation.

Kategorien: Dossier, Netzwelt & Netzkultur Schlagworte: , , , , , Keine Kommentare ↓

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