Tagungsdokumentation mit Web 2.0

Screenshot (fällt nicht unter eine freie Lizenz).

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Vier Praxisbeispiele von den Bensberger Gesprächen 2013

Was kommt dabei heraus, wenn man Tagungsteilnehmende bittet, Ihre Eindrücke kreativ im Internet zu dokumentieren? Bei den Bensberger Gesprächen haben die #pb21-Autoren Anselm Sellen, Guido Brombach und Karsten Lucke die Teilnehmenden als “Social Media Berater” begleitet. In diesem Artikel stellt Guido Brombach die Erfahrungen und die Ergebnisse der Teilnehmenden vor. Die vier genutzten Dienste sind sämtlich schon einzeln auf pb21.de vorgestellt worden: Comic Life, Prezi, Google Drive, Wallwisher.

Die Erfahrungen

Die jährlich veranstaltete Tagung Bensberger Gespräche ist eine Kooperation zwischen der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Bundesministerium für Verteidigung. Seit 2012 dokumentieren die Teilnehmenden ihre Tagung selbst, wobei sie von PädagogInnen angeleitet werden. Ein Podcast dazu aus dem April 2012 findet sich hier auf pb21.de.

Mit Comic Life sollten die Teilnehmenden am Ende des Workshops Forderungen an die Politik richten. Comic Life hilft Comics zu erstellen, indem Fotos, die mit dem iPad gemacht werden, in eine Geschichte integriert und mit Sprechblasen versehen werden. Die wenigsten Teilnehmenden haben Bilder von sich selbst gemacht, die meisten haben Bilder aus dem Internet abfotografiert und im Comic positioniert. (In diesem Fall ist die Lizenzfrage unklar. Ist alleine die Umsetzung in Kunstform ausreichend, um den Remix zu rechtfertigen?) Die Qualität ist natürlich deutlich schlechter als das Original.

Prezi hat den Teilnehmenden als Fläche gedient, ihre Ergebnisse in Form einer Mindmap zu fixieren. Mit Prezi auf dem Tablet kann man zwar mittlerweile auch eigene Präsentationen erstellen, aber es ist noch weit von  den Funktionalitäten der Desktop-Variante entfernt. Die einzelnen Elemente lassen sich nicht miteinander verbinden. Es sind nur Texte und Fotos möglich. All das sind erhebliche Einschränkungen, und der Einsatz im Seminar mit iPads ist noch nicht zu empfehlen.

Um eine Wortwolke zu erstellen, hatten wir nach einer App gesucht, mit der kollaborativ an einem Dokument geschrieben werden kann. Mit Etherpad ist Kollaboration auf dem iPad nach wie vor eine Zumutung. Google Drive als App ermöglicht aber eine reibungslose Umsetzung der gemeinsamen Arbeit an Textdokumenten, wenn die Internetverbindung stabil genug ist. Andere Dokumentensorten haben wir bisher noch nicht ausprobiert. Das gemeinsame Dokument war dann die Grundlage für die Erstellung einer Wordcloud.

Wallwisher ist eine Webapp und funktioniert im Browser. Es gibt dabei immer wieder kleinere Probleme, aber es ist in jedem Fall eine Alternative zu Prezi, zumindest mit dessen momentanen Funktionsumfang.

Die Ergebnisse


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Der Artikel (Text) auf dieser Seite steht unter der CC BY 3.0 DE Lizenz. Der Name des Autors soll wie folgt genannt werden: Guido Brombach für pb21.de.
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Guido Brombach arbeitet als Bildungsreferent für das DGB Bildungswerk. Dort ist er verantwortlich für den Bereich Digitale Kommunikation, Lernen und Medien. Er bemüht sich um die Harmonisierung zwischen der analogen und der digitalen Welt.

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